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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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erzeugt, dass man die betreffende Partie in der Farbenverteilungvom übrigen etwas verschieden d. h. dunkler, selten heller hält;jedoch existieren auch einheimische Buntgewebe, wo die Kapala,ähnlich wie bei den Drucksarongs, in der Längsrichtung, eineReihe Zacken zeigt oder wo ihre Breite (Höhe) durch eine einzigegrosse, querüber- und ziemlich künstlich eingewobene Pyramideoder durch eine Doppelpyramide eingenommen ist. Wie man demVerf. versicherte, wird bei den buntgewobenen Sarongs die Kapalagewöhnlich hinten getragen. Eine besondere Art bilden ferner dieBuggis-Sarongs, welche halbe Breite und dafür doppelte Länge(24X 150 Inches) aufweisen; wie man dem Yerf. mitteilte, werdensie wie der indische Dhotis in vielen Windungen um Unterleib undOberschenkel gewunden oder aber man schneidet sie in zwei Hälften,näht dieselben der Länge nach zusammen und verbindet die Enden,wodurch man einfach einen Sarong normaler Grösse erhält. Dembei den Kapalas der Battick-Sarongs nie fehlenden Thurm- oderZahnmotiv eine symbolische Deutung zu geben, ist bis jetzt nichtgelungen. Nach der unmassgeblichen Meinung des Yerf. könntees sich damit auch wie folgt verhalten: In frühem Zeiten d. h. solange die Nadel in Indien noch nicht bekannt war, bestand daseinfachste Mittel das Ende eines gewobenen Stückes Tuch abzu-schliessen und vor dem Ausfasern zu schützen darin, die Zettel-fäden büschelweise zusammenzuknüpfen; indem man nun diesesVerknoten der Webfransen in einer gewissen Entfernung vomeigentlichen Ende vornahm, entstand von selbst eine Reihe läng-licher Zacken, die später, beim Zusammennähen der Enden, über-flüssig wurden und sich nun nur noch im Bilde, als Zeichen desAbschlusses, erhalten haben. Dass in ältester Zeit die Schurzenicht genäht waren, ist unbestreitbar; neben den gewobenenBuggis-Sarongs sind auch heute noch gebattickte ohne Naht ineinigen wenigen Gegenden gangbar; sie heissen „Kain pandjang“(langes Tuch), zeigen ein fortlaufendes Muster ohne Kapala, sindebenso breit (hoch) wie die Sarongs, erfordern aber, um am KörperHalt zu finden, begreiflicherweise eine grössere Länge d. h. minde-stens das 2 1 / 2 fache anstatt nur das l 3 / 4 —l 7 / 8 fache der Breite.

Ihrem Zwecke entsprechend erfordern die Sarongs eine guteund dichte Tuchqualität, Cambrics mit je 19—21 Fäden in Zettel