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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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strahlen, stark verbreitet. Es ist 35—40 Inches im Geviert, alsosehr gross und wird in abwechslungsreicher Weise von hinten herum den Kopf gefaltet und verknotet. Während der Einheimischeoft denselben Rohstoff für Sarongs und für Kopftücher benutzt, wähltder nachahmende europäische Fabrikant für letztere meistens eineleichtere Qualität und hilft mit einer kräftigen Glanzappreturnach. Bei der auf Java beliebtesten Abart weist das Kopftuchnicht nur auf allen vier Seiten eine Bordüre auf, sondern es be-findet sich in seiner Mitte ein kleineres, zum Rande diagonal ge-stelltes Quadrat ohne Zeichnung, meistens uni-braunrot gefärbt,von dem Einheimischen mit Modang, in den Druckereien gewöhn-lich mit „Spiegel“ bezeichnet; der Rhombus des länglichen „Kemben“(S. 453) hat sich beim Kopftuch wegen dessen veränderten Di-mensionen in ein Quadrat verwandelt. Auf Sumatra und Celebes werden sog. halbe Tücher vorgezogen; solche zerfallen längs derDiagonale in zwei Dreiecke, von welchen jedes ein besonderesDessin aufweist. Schliesslich fügen wir noch bei, dass man inBirma und den Hafenstädten Javas neben den beschriebenen Kopf-tüchern turbanähnliche Mousseline-Schädeltücher und leichte Mützenim Gebrauche sieht und dass in den von Europäern stärker be-suchten Gegenden beim männlichen und weiblichen Geschlechteauch das Tragen sehr einfacher baumwollener Jacken (,,Baäju u )keine Seltenheit mehr ist.

Aus einer Bemerkung auf S. IX des Vorworts zur „Batikkunst“ darf man schliessen, dass die holländische Druckerfirmade Heyder & Go. in Leiden schon 1835 angefangen hat, eine Samm-lung von Batticks zwe cks Nachahmung derselben anzulegen.Ausser dieser noch heute als Leidsche Katoenmaatschappi) be-stehenden Fabrik befassen sich gegenwärtig noch folgende hol-ländische Firmen mit diesem Fabrikationszweig: di e Haarlemsche

(S. 441), worunter auf dem vorderindischen Markte ebenfalls weniger Hand-ais hauptsächlich Kopftücher verstanden sind. Eigentliche Nas- und Schweiss-tücher werden in Vorder- und Hinterindien wenig gebraucht; Katarrh derNasenschleimhaut soll bei der einheimischen Bevölkerung viel seltener seinals in unsern Himmelsstrichen.