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infolge dessen die Fabrik eine Masse deutscher Tücher zum Färben■erhielt; gleichzeitig hob sich der Verkehr mit den überseeischenLändern, während von 1866 an auch das so lange verschlosseneFrankreich wieder ansehnliche Posten uni-roter Tücher aufnahm.Daneben blieb auch die Garnfärberei im Lohn und für feste Rech-nung fortwährend im Betrieb. Die gründlichen Aenderungen,welche das künstliche Alizarin in den 1870er Jahren in demArtikel hervorbrachte, machte sich die Firma frühzeitig zu eigen,wobei sie schon 1880 die Erstellung des Türkischrotöls auch zumWiederverkauf an die Hand nahm. Ende der 1880er Jahre hatte'Sich die Produktion der Türkischrot-Garnfärberei auf durchschnitt-lich 2000 Kilos per Tag gehoben, während die Stückfärberei ziem-lich zurückging. Um diesen Rückgang auszugleichen, nahm dieFabrik darauf die Anilin- oder sog. Diamant-Schwarzfärberei von■Garn und Stücken mit Erfolg auf. Das ganze Etablissement be-schäftigt gegenwärtig ungefähr 260 Arbeiter, was bei diesemFabrikationszweige auf eine sehr bedeutende Produktion schliessenlässt. Inzwischen ist seit 1892 eine Geschäftstrennung eingetreten;•die Färberei in Neftenbach haben als Firma Ziegler & Cie. dieHerren Jakob und Hugo Ziegler (Söhne von Herrn Ziegler-Bieder-mann), kommanditiert von der Familie Rieter übernommen, während•das Geschäft in Richterswil in die Aktiengesellschaft „Schweiz .Kattundruckerei“ umgewandelt wurde.
Haben wir in Obigem ein Bild der grössten der heute noch•existierenden Türkischrotfärbereien der Schweiz gegeben, so wollenwir gleich beifügen, dass der Kanton Zürich auch die bedeutendste■schweizerische Baumwoll-Uni-Buntfärberei (mit Ausschluss des'Türkischrots, jedoch verbunden mit Bleicherei und Ausrüsterei)besitzt. Es ist dies die schon S. 131 Anmerk. 1 namhaft gemachteFirma Carl Weber in Winterthur , welche mit etwas über 300Arbeitern sowohl in der Höhe der Produktion als auch inManigfaltigkeit und Ausführung der Farben und Apprete•den besten Anstalten des Auslandes ebenbürtig ist.
Ueber den Ausgang der Druckerei Esslinger, der Rouleaux-und Rotdruckerei Hofmeister und der Buntdruckerei Paul Meyerhaben wir schon S. 127 bezw. 372 berichtet; die Druckerei Rordorf<vgl. S. 126 u. 315) in Zürich dürfte das Jahr 1845 kaum überlebt