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haben; im weitern erwähnten wir S. 301 einen Druckfabrikante»Heinrich Studer , von welchem wir nachtragen, dass er zu Anfang:des Jahrhunderts anfänglich noch unter Beihülfe seines Vaters-Johannes in Riesbach Handweberei und Kattundruckerei betrieb,1817 nach Wipkingen übersiedelte, hier neben dem Buntätzentürkischroter Tücher auch dem Druck von Seidenfoulards oblagund daneben sich bemühte, durch Anpflanzen zahlreicher Maul-beerbäume und Einrichtung einer Seidenwürmerzucht dem KantonZürich auch zur Rohseiden-Kultur zu verhelfen, ein Versuch, welcherwie verschiedene frühere an den klimatischen Verhältnisse n scheiternmusste. Als feuriger Patriot, welcher die frühere Zurücksetzungder Landschaft noch nachfühlte, spielte er auch eine politischeRolle. Nach der Liquidation seines Geschäftes wurde KantonsratStuder 1853 zum Verwalter des neuen Kantonsspitals gewähltund beschloss sein Leben als solcher im gleichen Jahre. 1 )
Die Kattundruckerei und Färberei von Gebrüder Geilinger„zur Arch“ in Winterthur wurde (nach der „Heimatkunde vonWinterthur“) im Anfang des XIX. Jahrhunderts gegründet; zugleichwar damit eine Uni-Türkischrot- und Blaufärberei in Nieder-Tössverbunden, deren Betrieb man 1844 einstellte, während gleich-zeitig die Fabrik in Winterthur eine Erweiterung erfuhr. Letzterebeschäftigte sich fast ausschliesslich mit dem Buntätzen türkisch-roter Tücher und der Erstellung verschiedener indigoblauer Re-servage-Artikel, wofür später neben dem Handdruck auch Perrotinenzur Anwendung kamen. In den letzten Dezennien gingen aus demEtablissement, das zirka 100 Arbeitern Verdienst gab, hauptsäch-lich türkischrote und indigoblaue Batticks (Sarongs) hervor. Um.1894 wurde der Betrieb aufgegeben.
Eine weitere Türkischrotfärberei und Aetzdruckerei befand'sich in Wollishofen. Dieselbe wurde nach den vom Verf. einge-zogenen Erkundigungen Ende der 1820er Jahre von einem gewissenStrickler erbaut und ging 1830 an Ulrich Staub über, der sieerweiterte und nach einigen Jahren seinem Sohne Herrn Hart-
') Siehe den Nekrolog über Bankpräsident Heinrich Studer in der-„Neuen Zürcher Zeitung“ (1890) und Gr. Meyer’s „Gemälde des Kantons Zürich “,.2. Aull., Bd. I, S. 311.