487
mann Staub und seinem Schwiegersohn, Herrn J. Kölliker-Staub, übergab. Dieselben betrieben sie als Firma Staub & Cie.zwar nur mit 40 bis höchstens 50 Drucktischen, wussten sich aberdurch Schönheit der Farben, Geschmack der Muster und Genauig-keit des Druckes einen sehr guten Ruf zu verschaffen. Speziellin der Levante , in türkischroten Indiennes, Portieres und Chälesfür Persien , galt ihr Produkt als ganz prima. Als 1872 die links-ufrige Zürichseebahn mitten durch das Etablissement gezogenwurde, verzichtete man darauf, den Betrieb anderwärts wiederaufzunehmen.
Ueber die noch heute bestehende Türkischrot-Stückfärbereiin Dietikon kann der Verf. nach den ihm gefälligst gemachtenMitteilungen folgendes berichten: Sie wurde in den 1820er Jahrenvon Caspar Markwalder 1 ) gebaut und von seinen Söhnen fort-geführt; die Tücher wurden meistens von nahe gelegenen Aetz-druckereien, besonders von derjenigen von Gebrüder Meyer inWipkingen (Nachfolger: David Esslinger, und später kurzeZeit Gustav Heylandt, ersterer nicht zu verwechseln mit derfrühem Druckereifirma Esslinger „imHaard“, S. 125) aufgenommen.In den schlimmen 1840er Jahren ging die Färberei in Dietikon sehr zurück und wurde dann 1849 von Herrn J. Hanhart-Solivovon Diessenhofen erworben. Derselbe hatte die Rotfärberei inRouen und Elberfeld gelernt, war kurze Zeit in Neftenbach (S. 482)und Diessenhofen gewesen und um die Mitte der 1880er Jahre inden Dienst der Firma Gebrüder Greuter & Rieter (S. 130) getreten,bei welcher er die Rotfärberei in Frauenfeld leitete und sich auchin der Druckerei in Islikon bethätigte. In seinem eigenen Ge-schäfte in Dietikon gelang es ihm dank seiner Kenntnisse und deranbrechenden günstigen Periode die Produktion, welche stets nurim Färben türkischroter Gewebe bestund, stetig zu steigern bissie gegen Ende der 1860er Jahre 90,000 Kilos erreichte; seitherbewegte sie sich je nach den Absatzverhältnissen zwischen einemMinimum von jährlich 60,000 und einem Maximum von 120,000
*) Schon 1809 existierte eine Druckereifirma Förster & Markwalderin oder bei Zürich , wobei es sich um den nämlichen Markwalder und wohlauch um das gleiche Etablissement gehandelt haben dürfte.