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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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lische und französische Baumwoll- und Seiden-Manufakturen nötigwaren und dass man in Gegenrechnung auch Landesprodukte(Seidencocons, Rohbaumwolle, Wolle, Oliven- und Sesamöl, Reis,Wachs, Targantgummi, Kreuzbeeren u.s.w.) entgegennehmen unddamit Handel treiben musste. Dies führte dazu, sich auch beiKommissionshäusern in London, Manchester, Marseille und Paris zu beteiligen. In den ersten Jahren liess sich die Sache gut an,1861/64 waren die Resultate sogar glänzend, dank des ungeheurenAufschlages, den alle Baumwoll-Manufakturen erfuhren und derebenso günstigen Konjunktur für Rohbaumwolle in Ostindien, Süd-amerika, Aegypten und der Türkei . Umso verhängnisvoller er-schien der Krach, der 1866/68 eintrat; indem sich derselbe einer-seits als eine Folge der sturzweisen Abschläge in Baumwolleund der sich damit ergebenden Einbussen in den Lagerbeständendarstellte, musste anderseits auch konstatiert werden, dass einigeder kommanditierten Firmen mit den anvertrauten Geldern in un-verantwortlicher Weise spekuliert und so zu Fall gekommen waren.Diese Erfahrungen übten auf die leitenden Persönlichkeiten derGesellschaft einen gänzlich entmutigenden Einfluss aus, weshalb1870 die Liquidation beschlossen wurde. 1 ) Die Direktoren scheutenkeine Anstrengungen, bei der Lösung der weitverzweigten Ver-bindungen die Interessen der Aktionäre bestmöglichst zu wahren;auch funktionnierte das Haus Heinrich Fierz bis 1876, in welchemZeitpunkt die Liquidation grösstenteils durchgeführt war, alsBanquier der Gesellschaft, jedoch ohne Bezug irgendwelcher Kom-mission und unter Vergütung voller Conto-Corrent-Zinsen. Dankdieser Umstände und der guten Erträgnisse eines andern Teilsder gegründeten Häuser gelang es, die erlittenen Einbussen inder Höhe von Fr. 2,421,000 nahezu ganz zu decken und dem-gemäss das Aktienkapital fast intakt zur Rückzahlung zu bringen,so dass die Netto-Verluste schliesslich in dem Verzicht auf ver-schiedene Jahreszinse und in dem bei den spätem Aktien-Emis-sionen bezahlten Agio bestanden. Der gedruckte Schlussberichtvom Jahr 1881 fällt folgendes bemerkenswerte Endurteil:

') Eine ähnliche Exportgesellschaft auf Aktien, die „Handelsgesell-schaft in St. G-allen“, hatte sich schon 1866 zur Liquidation entschlossen.