„Die Ursachen der enormen Verluste sind teilweise allerdings der demamerikanischen Bürgerkrieg folgenden Krisis und dem Kriegsjahr 1870/71zuzuschreiben, in ihrer grossen Mehrheit aber der Art der Geschäftsfüh-rung der gefallenen Häuser. Anstatt, wie das im Wunsche der Gesellschaftund den eingegangenen Vertragsverpflichtungen lag, mit möglichster Vorsichtnur das reelle Warengeschäft zu betreiben, wurden die Gelder in oft weit-sehenden gewagten Operationen und Spekulationen verwickelt und die Kre-dite aufs Aeusserste ausgenutzt, so dass bei der kleinsten Stockung Ver-legenheiten entstunden, die dann häufig mit Katastrophen endeten. Es zeigtesich, dass man sich in der Auswahl der Persönlichkeiten vielfach getäuschthatte, oder vielmehr durch unzuverlässige Informationen getäucht wordenwar. Es herrschte bei vielen dieser Leute die Sucht, schnell reich zu.werden, wodurch sie verleitet wurden, gewissenlos und leichtsinnig mit denihnen anvertrauten Geldern und Krediten umzuspringen.“
„Den Gründern der Gesellschaft haben zwei Hauptziele vorge-schwebt: Ausdehnung des Absatzgebietes für die schweizerischen Manu-fakturen und Erleichterung der Etablierung auf eigene Rechnung von jungen,tüchtig herangebildeten schweizerischen Kaufleuten, indem man denselben.Kapitalien und Kredite zur Verfügung stellte. Dass der Gedanke, der dieExportgesellschaft ins Leben rief, ein richtiger und gesunder war, geht,wohl am deutlichsten daraus hervor, dass, ungeachtet der erlittenen enormenVerluste, noch 98 7„ des Aktienkapitals zuriickbezahlt werden konnten.In Wirklichkeit war es auch nicht dieser kleine Kapitalverlust, welcherseinerzeit dem Liquidationsbeschluss rief, sondern einzig die Personal-frage. Die Behörden der Gesellschaft waren durch die Schlag auf Schlagsich folgenden Katastrophen ganz entmuthigt und degoutiert. Niemandwollte mehr an die Frage der Errichtung neuer Häuser, an Stelle der ge-fallenen, herantreten und Niemand Vorschläge für Ernennung frischer Ge-ranten bringen; hierdurch war die Liquidation als beschlossene Sache an-zusehen.“
Werfen wir noch einen Blick nach ausserhalb der Schweiz, ,so haben wir zu konstatieren, dass der S. 204/7 signalisierte Auf-schwung in der britischen Baumwolldruckerei stetsfort anhieltund dass v. Kurrer in seiner „Geschichte der Zeugdruckerei“ fürLancashire und die angrenzenden Gegenden, gültig für 1836/38,nicht weniger als 39 grosse und 122 kleine Kattundruckereifirmenmit insgesamt 8410 Drucktischen und 405 Walzendruckmaschinenaufzählt; zu diesen gesellten sich in Schottland 27 grössere undeinige kleinere Fabriken mit 4941 Drucktischen, 74 Walzendruck-maschinen, 82 Flachpressen (Kupferplatten-Druckmaschinen) und