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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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gewöhnlich einen Viertel), so stellt sie sich verhältnismässig teuer,wenn es sich nicht ausschliesslich um Cliches handelt. Aus diesen■Gründen hat man in Frankreich für Mouchoirs-Druck eine andereRelief-Maschine erfunden, die sich später auch im Glarnerlandunter dem Namen Raye-Maschine einbürgerte und die man voneinem Herrn Alfred Baye in Chapelle-St. Denis bei Paris bezog.Ihre Konstruktion ähnelte derjenigen einer Kupferplattenmaschineund lieferte wie diese nur einfarbige „Reserve-Drucke“ und „Vor-drucke“, war jedoch bedeutend leichter und für Handbetrieb mittelstKurbel gut geeignet. Die Stelle der Kupferplatte nimmt hier einein einen hölzernen Rahmen gegossene Gypsplatte ein, auf welchedie ornamentierten Teilstücke (Cliches) in Weichguss aufgeheftetwerden; daraus erhellt, dass die Zeichnung vielfach sich wieder-holende Partieen aufweisen muss (indem sie sonst viel zu teuerkäme) und dass diese Art Druckerei zwar nicht die feinen Effekteder vertieften Metallgravüre, dagegen aber die schon bei der Perrotineerwähnten Vorteile desReliefdrucks gewährt. Ein einzelner Druckerist im Stande mit einer solchen von ihm selbst in Bewegung ge-setzten Maschine täglich 8—9 Stück ä 60 Meter zu drucken, mit•einem 14—18jährigen Gehülfen als „Treiber“ 12—13 Stück. DasFournieren der Farbe auf die Gypsplatte erfolgt in der Weise, dasseine mit Filz überzogene Gypswalze über einem Chassis mittelsteiner Handbürste mit Farbe angestrichen und der Ueberschussvon letzterer durch Andrücken einer Leistenbürste und Drehender Walze abgestrichen wird, worauf man letztere über die dieStecherei enthaltende Gypsplatte gleiten lässt. Während diese Raye-Maschinen mit ebenen Gypsplatten und intermittierendemBetrieb anscheinend erst in den 1850er Jahren aufgekommen sind,geht die Erfindung einer ähnlichen Walzen-Reliefmaschine mitContinu-Betrieb sehr weit zurück; nach Dollfus-Aussets „Materiaux “,Bd. 1., S. 225 haben nämlich schon 1770 Charles Taylor und ThomasWalker in Manchester eine Druckmaschine mit 1—2 hölzernen,erhaben gravierten Druckwalzen erfunden und nach Persoz’„Traite de lTmpression“, T. II, S. 337 hat ein gewisser Ebingerin St. Denis unterm 16. Juli 1800 ein Patent auf eine solche,„Plombine“ genannt, genommen. Um 1840 fingen dann die.Engländer und später auch Raye in St. Denis an, die hölzernen