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doppelt zu drucken. Wie in der ersten (übrigens zu keinerleiKlagen Anlass gebenden) Phase des Doppeldrucks, so geschah esauch in der zweiten, dass nämlich das Verfahren und die dazunötigen Kunstgriffe während einigen Jahren fast ausschliesslichder Firma, welche die Erfindung gemacht hatte, reserviert blieben,so dass dieselbe nicht geringe Vorteile daraus zog. So wie sichaber die Kenntnis davon ausbreitete und sich das Rätsel der Her-stellung der oft als „unbegreiflich billig“ bezeichneten Erzeugnisselöste, musste eine eigentliche Umwälzung in der glarnerischenYasmasfabrikation eintreten. Die Industriegeschichte der europäi-schen Staaten und besonders Englands lehrt, dass alle Erfindungen,welche speziell den Zweck verfolgen, an Handarbeit zu sparen,stets mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen worden sind. DieEinen preisen sie als Triumph des Menschengeistes und behaupten,dass die billigere Herstellung eines Produktes auch dessen Absatzvergrössere und daher der Ausfall an Arbeitsgelegenheit sich nachund nach wieder ausgleiche, dass die zu verrichtende Arbeit ansich meistens angenehmer werde u. s. w.; die Andern verwünschenoder beklagen sie mit dem Hinweis auf die durch sie hervor-gerufenen Arbeiterkrisen, bei welchen oft Hunderte und Tausendefleissiger Hände überflüssig werden und wo es schwierig ist, jenegünstigen Nebenerscheinungen und Korrektive zu erkennen. Sicherist nur das eine, dass es töricht wäre, dem Vorwärtsstreben desmenschlichen Geistes, in diesem Falle der Entwicklung der Technik,Halt gebieten zu wollen, anstatt sich der veränderten Lage an-zupassen. Nicht viel anders konnte es sich mit dem Doppel-druck verhalten. Nachdem derselbe Ende der 1860er Jahre in denmeisten Yasmasfabriken Eingang und fortschreitende Anwendunggefunden hatte und nun mit Ausbruch des deutsch -französischenKrieges im Orient eine Geldkrisis entstand, machte sich fast plötz-lich eine intensive Stockung im Absatz und das Gefühl einer un-geheuren Ueberproduktion geltend, infolgedessen notgedrungenzu bedeutenden Arbeits-Reduktionen geschritten werden musste.Es war dies für die Arbeiter um so empfindlicher, als die Preiseder Lebensmittel damals in starkem Steigen begriffen waren. EndeMai 1871 machte sich die gereizte Stimmung auch in der PresseLuft, indem von Fabrikarbeitern an die „Neue Glarner Zeitung“