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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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weichen begriffen sei; auch habe es böse Folgen gehabt, dass (zurZeit der teuren Rohtücher während des amerikanischen Bürger-krieges) Qualität, Quadratur und Grösse in krassem Masse ver-schlechtert und der ganze Artikel damit in Misskredit gebrachtworden sei; noch schlimmer aber habe der Doppeldruck gewirkt,da bei demselben die unterste Lage der Tücher sich oft nicht ge-hörig mit Farbe sättige 1 ) und nun eine Menge solch’ halb oderganz schlecht reüssierter Ware überall auf den Preis des regulärenProduktes drücke. Auch das unter dem Druck der Konkurrenzmit der Zeit immer ärger gewordene Kreditsystem (mit ein-, zwei-und sogar mehrjährigen Ausständen) gegenüber den Abnehmernwurde beleuchtet und schliesslich den Fabrikanten eine Associa-tion (Konvention) unter sich anempfohlen, womit auch eine teil-weise Berücksichtigung der Begehren der Arbeiter zu erreichenwäre. Dieser Vorschlag war jedoch zu neu und schien fast un-ausführbar. In der Sitzung des „Börsenvereins“ fanden, nach demReferat in der „Neuen Glarner Zeitung“ vom 5. August, so ziem-lich alle geäusserten Ansichten ihre Vertreter; eine schwache Mehr-heit beschloss jedoch, die Petition des Centralarbeitervereins speziellden Yasmasfabrikanten zu überweisen und im übrigen grundsätz-lich die Gewerbefreiheit der Industriellen zu wahren. Gleicher-weise kam die Versammlung der Yasmasfabrikanten zu dem Be-schlüsse, von einer kollektiven Massnahme irgendwelcher Art ab-zusehen und jedem Einzelnen zu überlassen, wie er sich zu denerhobenen Beschwerden stellen wolle. Daraufhin strebten dieArbeiter danach, ein gesetzliches Verbot des Doppeldrucks,aus sanitarischen Gründen zu erlangen, wobei die Polemikimmer bitterer wurde und sich dadurch überhaupt von der-jenigen von 1862/64 wesentlich unterschied. Inzwischen hattesich auch das Fabrikinspektorat mit der Angelegenheit befasst undseine Ansichten am 5. Oktober in einem „Spezialbericht“ an.

b Um diesem Uebelstande zu begegnen, wurde es nötig, die Boden-farben sehr dünn zu halten und gleichzeitig die Umrisse der Vordrücke zuverstärken, damit horizontal kein Ausfliessen stattfinde; auch sonst mussteman in der Zeichnung alle Haarstriche und feinen Punkte, die sich nichtdurchschlagen liessen, vermeiden; so gestalteten sich denn die Muster vielplumper und roher, was bei einem Vergleich der Erzeugnisse der 1840er und.1850er Jahre mit solchen aus späterer Zeit augenfällig zu Tage tritt.