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Verbindungen „Alkaliblau“ und „Wasserblau“ überführte. Umdieselbe Zeit erschienen noch andere Arten von „Rosanilinblau“am Markt und präparierte Charles Lauth von Strassburg ein „Di-methylanilin violet“, welches von 1866 an durch die Fabrik Poirrierin Paris in verschiedenen Abtönungen fabrikmässig erstellt wurdeund als „Violet de Paris“ Jahrzehnte lang im Verkauf blieb.1862 erstellte derselbe Lauth das „Aldehydblau“, welches an sichsehr unecht war, jedoch Cherpin und TJsebe in Lyon Veranlassunggab, daraus das für Wollfärberei und Wolldruck nicht unwichtige„Aldehydgrün“ zu erzeugen. Letzteres verlor allmälig seineBedeutung durch das schon oben genannte, von 1866 an im Handelerscheinende „Jodgrün“ und das bald darauf von Lauth undBaubigny entdeckte, noch etwas solidere und ebenso glänzende„Methylgrün“. Die nach Bolley-Kopp’s „Traite des mat. color.art.“ schon 1834 von Runge in der rohen Carbolsäure in kleinenMengen entdeckte „Rosolsäure“ wurde 1859 von Person und zu-gleich von Kolbe und Schmitt in Marburg näher charakterisiert,worauf nach des Erstem Angaben Quinon in Lyon 1861 und späterauch andere Fabriken die Darstellung im Grossen aufnahmen unddiesen ausserordentlich feurigen und rein roten, jedoch sehr un-echten Phenolfarbstoff unter dem Namen „Corallin“ in den Handelbrachten. 1862 kam man in der Farbenfabrik Simpson, Maule& Nicholson in London darauf, aus fast wertlosen Rückständender Fuchsinfabrikation das „Chrysanilin“ oder „Phosphin“, einenschön orangegelben Anthracenfarbstoff zu isolieren und um 1864/5präparierten gleichzeitig mehrere deutsche, zum Teil in Englandlebende Chemiker das „Manchester “- oder „Bismarkbraun“ oder„Vesuvin“, dann verschiedene „Anilingrau“ oder „Induline“ unddas für Färberei von tierischen Fasern lange Zeit geschätzte„Martiusgelb“, letzteres ein Naphtalinfarbstoff. Schon um 1863entdeckten Perkin und Willm das „Safranin“, welches solidere undnicht so violettstichige Töne wie das Fuchsin, sondern mehrRein-Rosa bis Amaranth liefert, dessen Fabrikation im Grossenjedoch erst einige Jahre später aufgenommen wurde. *) Das Jahr
') Von ähnlicher Nuance wie das Safranin war das „Murexid“ oder„Guanorot“, ein künstlicher Farbstoff, welcher kurz vor Beginn der Aera derTheerfarben eine gewisse Bolle gespielt hatte. Schon in den 1770er Jahren