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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Verwandlungen („bleu de nuit“ und „Alkaliblau“) auf den Markt.Ebenfalls von 1862 an lieferte die Fabrik unter dem Namen „Cyanin“das schon 1856, also gleichzeitig oder kurz nach der Entdeckungdes Violet Perkin, von Greville Williams gefundene „Chinolin-blau“; dasselbe leitet sich ab von der Chinolinbase, welche beider Extraktion des Chinins aus Chinarinde als Nebenprodukt er-halten wird und in geringen Mengen auch im Theer vorkommt.Um diese Zeit existierte in Basel noch eine zweite chemischeFabrik, J. J. Müller <& Cie., bei welcher Herr J. J. Müller-Pack aktivund Herr Joh. Rud. Geigy als Kommanditär beteiligt war und inwelcher genau die gleichen, für die Fabrik Geigy & Heusler nam-haft gemachten Artikel erzeugt wurden. Diese Firma stelltenach S. 876 in Bolley-Kopp’s „Traite des mat. col.“ der Soc. Ind.de Mulhouse einen Preis von Fr. 10,000 für denjenigen even-tuellen Erfinder zur Verfügung, welcher das sehr schöne, aber amLicht höchst vergängliche Chinolinblau solider machen könnte;es fand sich jedoch kein Mittel dafür, so dass die Verwendungdieses Produktes nach und nach auf hören musste. Auf den 1. März1865 trennten sich die Herren Geigy und Heusler und ging dieFabrik an Herrn Joh. Rud. Geigy über, welcher sie von da an aufseinen alleinigen Namen betrieb und zu hoher Blüte brachte. Aufjenen Zeitpunkt erlosch aber auch die Firma J. J. Müller & Cie.,indem sie wie es scheint ebenfalls von der Fabrik Geigy ass imi - .liert wurde. Von den aus der letztem hervorgehenden Produktenmögen noch erwähnt sein: Das „Aidehydgrün“, welches von 1863an eine Zeit lang in grossen Mengen Absatz fand; von 1874 andas schon 8 Jahre früher von Ch. Girard entdeckte violettstichige„Diphenylaminblau“, welches nicht aus Fuchsin, sondern ausder DiphenyJaminbase hergestellt wird und später, nach einemneuen Verfahren bereitet, in „Helvetia-Blau“ umgetauft wurde;ferner von 1877/78 an die S. 212 erwähnten, schon einige Jahrefrüher wahrscheinlich im Eisass erfundenen Blauholzextrakt-Prä-parate, welche unter den Namen „Noir reduit“, „Indigoersatz“,„Echtschwarz“ u. s. w. in den Druckereien eine so vielseitige An-wendung gefunden haben.

Mit den Niederlassungen französischer „Emigranten“ hattees folgende Bewandtnis: Während Verguin in Lyon bei der Fuchsin-bereitung das Anilin mit Reduktionsmitteln (Quecksilber- und Zinn-