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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
Entstehung
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597
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abgestuft, mit Zuschlägen von 15 % für gebleichte und 25% für ge-färbte; mittelschwere Baumwollgewebe (im Gewicht von 7 Kilos in-klusive bis 11 Kilos exklusive per 100 m 2 und mit 35 oder wenigerFäden pro 5 mm im Geviert) wurden mit bloss Fr. 60 per 100 Kilosbelastet; feine Gewebe (unter 7 Kilos) bezahlten in AbstufungenFr. 80—300, gebleichte 15% und gefärbte 25% mehr als rohe; fürbedruckte oder Buntgewebe wurde ein Wertzoll von 15 % sti-puliert. Mit dem Vertrag vom 23. Februar 1882 trat für die feinemGewebe unter 5 Kilos zum grossen Schaden der schweizerischenWeberei eine Zollerhöhung um 40-50 % ein, während die übrigen Roh-gewebe ungeschoren davon kamen und die glarnerischen Mouchoirs-artikel bei der Umwandlung des Wertzolls in einen Gewichtszollsogar eine Erleichterung erfuhren, indem derselbe nach damaligenPreisen nun einem Wertzoll von durchschnittlich nur noch 12%gleichkam; die Vorschrift für die Berechnung lautete nämlich nundahin, dass zum Zoll der rohen Gewebe bei 1—2 Farben Fr. 2. —,bei 3—6 Farben Fr. 4. —, bei 7 nnd mehr Farben Fr. 7. 50 per100 m 2 hinzuzuschlagen waren.

Oesterreich-Ungarn , welches sein starres Prohibitivsystemwenigstens Deutschland gegenüber schon 1853 (durch Differenzial-zölle und Gestattung des Veredlungsverkehrs) gemildert hatte,liess sich durch Vertrag vom 14. Juli 1868 auch mit der Schweiz zueinem Meistbegünstigungsverhältnis herbei, was schon nach wenigenJahren zu einem lebhaften Export glarnerischer Druckwaren nachdiesem Lande führte. Die damaligen österreichischen Gewichts-zölle mögen zu den Warenpreisen von 1870—1875 17—20 % vomWert erreicht haben; in einem offiziellen Bericht der GlarnerHandelskommission vom Jahr 1881 werden sie zu 22 % vomWert geschätzt und gegenwärtig machen sie durchschnittlich 25 %aus; die Ansätze sind offenbar ungefähr gleich geblieben und esist die Erhöhung im wesentlichen als eine Folge des Rückgangsdes Wertes der Druckwaren pro Gewichtseinheit zu betrachten.Genau bekannt sind diese Ansätze dem Verf. erst seit 1882, inwelchem Zeitpunkt Oesterreich-Ungarn einen neuen autonomenZolltarif mit etwelchen Erhöhungen einführte.