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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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welche sich gut ätzen Hessen und doch die Chlorkalkküpe aus-hielten, während andere (so namentlich die Firma Sulzer in Aa-dorf S. 132) einen besondern Ruf für ein schönes, nicht zum Druckbestimmtes „Uni-rot“ erlangten; die Färbereien Ziegler in Retten-bach und Tsckudi in Schwanden nahmen eine Mittelstellung ein•und arbeiteten für alle Bedürfnisse. Verschiedene Vorschläge,den Oelungsprozess durch vorherige chemische Präparation des Oelszu vereinfachen (durch Schwefelsäure nach Bunge, S. 609 Anm. 1,oder später mittelst Salpetersäure nach Gastard in Rouen undHirn in Logelbach) fanden wenig Beachtung und scheinen in Ver-bindung mit der alten Krappfärberei keine wesentlichen Vorteilegeboten zu haben. Jedoch wird von der Firma Braun & Gordierin Rouen berichtet, dass sie schon in den 1840er Jahren nachHirn’s Verfahren gearbeitet und spätestens von 1867 an die Oxy-dation einfach durch trockenes Dämpfen der Tücher vollzogenhabe (was sich Moisson schon 1834 hatte patentieren lassen).Einen Weltruf für die Garnfärberei genoss namentlich Elber-feld , welches lange Zeit ungeheure Mengen englischer Garne äfagon für den Export nach Indien u. s. w. färbte. Nach Mit-teilungen von Herrn J. v. Alexander Spelty stand dort auch dieGarancine schon längst in starkem Gebrauch; vom Anfang der1860er Jahre an bedienten sich derselben auch einige schweize-rische, namentlich thurgauische Garnfärber, während die Stück-färber, namentlich für „Druckrot“, am Krapp festhielten. In derStückfärberei ragte unter den ausländischen Firmen namentlichdie noch heute hochangesehene von F. Steiner & Cie. in Church undManchester hervor (deren Gründer aus Ribeauville im Eisassstammten und schon 1814 nach England übergesiedelt waren, je-doch noch lange Zeit in ihrer Heimat eine Filiale unterhielten); die-selbe arbeitete schon in den 1840er Jahren nach einem geheim ge-haltenen Verfahren, welches trotz wesentlicher Abkürzungen einvorzügliches Rot ergab, wobei es sich teils um eine der oben er-wähnten Oelpräparationen x ) und zugleich um die Anwendung eines

*) Bei dieser Gelegenheit verdient Erwähnung, dass, nach einer ge-fälligen Mitteilung der Herren John M. Sumner & Cie., der S. 610 genannteBr. Wuth bis 1876 erster, Chemiker in der Pahrik Steiner war und dasTürkischrotöl wahrscheinlich schon einige Jahre früher erfunden hatte, je-doch ohne dasselbe in den Handel zu bringen.