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Deutschland, Bus sl and und Italien wetteiferten an der Ausstellung'mit der Schweiz um den Vorrang in der Türkischrothfärberei. Die Juryselbst war nicht ganz einig, wem die Krone gehöre. Wir selbst konntenzwischen den Fabrikaten der verschiedenen Länder nur einen minimenUnterschied finden. Das Ausland ist jedenfalls der Schweiz sehr nahe ge-rückt. In den Tüchern machte Steiner in Manchester der Schweiz den Vorrang streitig; im Garne Elberfeld und das Vorarlberg .
Man schätzt den Werth der durch die schweizerischen Tiirkischroth-färbereien produzirten Garne auf 7 Millionen Franken; weitaus der grössteTheil wird im eigenen Laude verwendet.
Die jährliche Produktion der Schweiz in türkischrothen Tüchernschätzen Fachleute auf circa 6—700,000 Stück, wenn die verschiedenenBreiten auf 24 Zoll und 22 Stab reduzirt werden, was zum Durchschnitts-werthe von Fr. 13 die Summe von 8—9 Millionen Franken ausmachenwürde. J )
Die türkischrothen Tücher der Schweiz gehen uni und bedruckt nachsehr vielen Gegenden und können sogar nach Frankreich, Belgien ,Holland und England importiert werden.
Von den aussereuropäischen Ländern ist Indien der Hauptconsumentfür tiirkischrothe Garne und Tücher. Dessen Bedarf von Garnen wirdhauptsächlich von Elberfeld gedeckt, welches sich dafür speziell einge-richtet hat und mit allen Geschäftskniffen so vertraut ist, dass eine solideConcurrenz nicht wohl aufkommen kann. In den türkischrothen gedrucktenTüchern machte die Schweiz früher in Indien ein grosses Geschäft; das-selbe ist aber durch die Concurrenz von Glasgow , welches die geringemQualitäten lieferte, bedeutend reduziert worden. Dagegen fanden in denletzten Jahren die Schweizer Chintz (tiirkischrote Indiennes) guten Ein-gang in London , wo man für den einheimischen Bedarf die schöne Waaremit gutgesättigtem Grund und lebhaftem Druck gerne etwas höher bezahlte;es ist diess ein schlagender Beweis, dass es für uns viel richtiger ist,unsern Absatz auf ausgezeichnete Qualität und nicht auf Billigkeit zustützen; überall wo wir mit England in Massenartikeln Zusammentreffen,ist für uns kein lohnendes Geschäft mehr möglich; die 5—10%, welcheder Engländer auf Frachten, Packung, Steinkohlen etc. ersparen kann,machen dem Schweizer die Concurrenz fast unmöglich.“
9 Diese Summe stellt den Wert der ungedruckten Tücher dar; nachder Zahl und Ausdehnung der Druckereien und andern Anhaltspunkten zuurteilen, glaubt der Verf. annehmen zu dürfen, dass um 1873 davon */» alsuni-rot und % als bedruckt zum Export gelangten, und da damals das Be-drucken eine Wertvermehrung um ungefähr 20 % in sich schloss, stellte sichder Gesamtwert der Produktion der schweizer . Türkischrot-Stückfärbereienund -Druckereien auf 2—2 1 /, Millionen Franken für Uni-rot und 7—8 MillionenFranken für Aetzdruckartikel.