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zeitig auf beiden Seiten mit genauer Uebereinstimmung desMusters gedruckt werden; in Lyon werden seit etwa 10 Jahrenwieder vielmehr als früher auch Stückwaren in Sei d e und im Eisassund in Süddeutschland stetsfort auch solche in Wolle (Mousse-line-laine und Flanelle) gedruckt; daneben laufen in fast allenLändern eine beschränkte Anzahl Maschinen für die Mouchoirsund verwandte Artikel. Ueber die Schweiz weiss der obenerwähnteAusstellungsbericht wörtlich nur folgendes zu berichten: „DieSchweiz , welche noch vor wenigen Jahren bemerkenswerte Warelieferte, verliert allmälig ihre Wichtigkeit als die Druckerei be-treibendes Land. Zahlreiche (Stück- und Garn-)Färbereien sind nochvorhanden und deren Farbenverbrauch ist ziemlich bedeutend;beansprucht doch die Schweiz fast 2 °/ 0 der gesamten Alizarin-produktion, fast so viel wie Frankreich (2,3 °/ 0 ), während England45 °/ 0 , Russland 18 °/ 0 und Deutschland 14% verbrauchen.“
In der That ist der Schweiz in den ausländischen Weltausstel-lungsberichten der 1850er und 1860er Jahre ein verhältnismässigbreiter Raum gewidmet und konnte sie sich, wie wir gesehen haben,bis 1890/2 in den Mouchoirs-, Türkischrot-, Yasmas- undBattickgenres noch immer eine ansehnliche Stellung behaupten;in den letzten zwei genannten Spezialitäten spielt sie zwar heutenoch am Weltmarkt eine gewisse Rolle: dagegen ist der Gesamt-wert des Umsatzes ein recht bescheidener geworden. Gegenwärtigmögen in der Schweiz im Baumwolldruck noch etwa 13 Walzen--druckmaschinen in Betrieb, aber auch diese nicht regelmässig be-schäftigt sein; die Zahl der Handdrucktische dürfte sich, so-weit der Baumwoli-Druck in Betracht kommt, noch auf zirka1300 belaufen. Dass ein glarnerisches Etablissement in erheblichemMasse orientalische Handdruck-Artikel in Wolle und Seide er-stellt, haben wir schon S. 644 berührt. Die oben erwähntenLyoner Erzeugnisse umfassen dagegen neue Seidendruck-Genresln europäischem Geschmacke und zwar teils sog. Zetteldrucke,welche nach dem Verweben originelle verschwommene Effekte er-scheinen lassen, und uni-gefärbte Stoffe mit bunten Aetz-Druck-farben, deren Erstellung (wie diejenige der zweifarbig schillern-den „Changeant“- Zeuge) durch eine Reihe neuer Theerfarbensehr begünstigt worden ist. Seit mehreren Jahren werden diese