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Erster Band. A - H.
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Assumptio — Astrologie.

desshalb nach ihrer Genesung einfach ge-tauft werden. Das aber fanden sowol Cy-prian als auch die Fragesteller für durch-aus unzulässig. ,Wenn aber die nicht kön-nen getauft werden, die bereits durch dieTaufe der Kirche (d. i. hier die Taufe durchBesprengung) geheiligt sind, warum nehmensie (die Fragesteller) Anstoss an ihrem Glau-ben und an der Güte des Herrn? 4 (c. 13.)Hierzu kommt, dass überhaupt ,der hl. Geistnicht nach einem gewissen Masse, sondernganz über den Gläubigen ausgegossen wird.Wenn es für Alle auf gleiche Weise Tagwird, wenn die Sonne sich über Alle mitgleich vielem und gleich starkem Licht er-giesst, um wieviel mehr spendet Christus,die wahre Sonne und der wahre Tag, inseiner Kirche nach gleichem Masse und ingleicher Beschaffenheit das Licht des ewi-gen Lebens 4 (c. 14). Wie man sieht, galtWasser stets als die nothwendige Materiedes Sacraments, aber auf welche spezielleWeise es verwendet wird, ob mittelst Un-tertauchung, oder mittelst Besprengung oderBegiessung, das hing von den Umständen ab,das ist Gegenstand der Disciplin. peters.

ASSUMPTIO, für Auflösung, Tod, wirdzum erstenmale gebraucht bei Cyprian. Ep.X (ed. Hartei) c. 4, wo II Thess. 4, 6 nichtwie in der Yulg. mit resolutio, sondern mitassumptio wiedergegeben ist. Später hatsich der Gebrauch des Wortes meist be-schränkt auf den Hintritt der sei. Jungfrau(s. Mariae Himmelfahrt ), aber keineswegsauschliesslich und noch weniger will der t.selbst eine leibliche Aufnahme in den Him-mel in sich schliessen, wie Einige gewollthaben. So noch A. s. Ioannis BaptistaeApostoli et Evangelistae bei Oderic. Yital.lib. V 593 und Vita Godefridi ComitisCampebergensis (vgl. Ducanye).

ASTERISCUS. I. Ein von Origenes er-fundenes und bei seiner Hexapla ange-wandtes kritisches Zeichen = )*•. Bekannt-lich enthielt die Hexapla in sechs Spaltenzunächst den hebräischen Text (mit hebräi-schen und mit griechischen Buchstaben ge-schrieben), sodann die vier Uebersetzungender Septuaginta, des Aquila, Theodotionund Symmachus. Wenn nun im Hebräi-schen etwas stand, was bei den LXX fehlte,so ergänzte Origenes dieses aus den ande-ren Uebersetzungen, und zwar meist ausTheodotion, zuweilen auch aus Aquila, sel-tener aus Symmachus. Um aber die Ein-schaltung als solche kenntlich zu machen,setzte er davor einen A. nebst dem An-fangsbuchstaben des Namens des Ueber-setzers; am Schlüsse aber fügte er einenDoppelpunkt bei, z. B. Ö. ATTOT; lndem umgekehrten Falle, wo die Septua-

ginta etwas enthielt, was im Hebräischenfehlte, liess Origenes dasselbe stehen, setzteaber einen Obelos (~) davor und einenDoppelpunkt dahinter.

Der Text der Septuaginta sammt Aste-risken und Obelen wurde durch Pamphilusund Eusebius aus der Hexapla abgesehrie-ben und vielfach verbreitet. Bald schlichsich jedoch der Uebelstand ein, dass mandie kritischen Zeichen nicht beachtete undin den Abschriften wegliess. So wurdenallmälig die Zusätze zur Septuaginta, welchedie Hexapla enthielt, als zum ursprüng-lichen Text gehörig betrachtet, und dieVerwirrung, welche Origenes zu beseitigengedachte, wuchs immer mehr. Daher dieKlagen des Hieronymus , welcher Ep. 89 anAugustin schreibt: ,vis amator esse verusLXX interpretum ? non legas ea, quae subasteriscis sunt, immo rade de voluminibus,ut veterum te fautorem probes. 4

Die Asterisken und Obelen gingen auchin die Handschriften des N. Test, über, frei-lich in anderer Bedeutung. Sie sollen hiereine Stelle als unecht oder zweifelhaft be-zeichnen. So erscheint z. B. der AbschnittJoh. 7, 53 bis 8, 11 in manchen codd. mitdiesen kritischen Zeichen versehen. Auchin der Philoxeniana werden sie beim N.Test, angewandt, und zwar rühren sie wahr-scheinlich schon von dem ersten UebersetzerPolycarp , Chorbischof von Mabug, her.

MOSLER.

II. Ein kleines, aus kreuzförmig überein-ander gelegten, auf vier Füssen stehendenMetallstreifen ge-bildetes Instrument, A£T H P

welches man in dergriechischen Kircheüber die die con-secrirten Gestaltentragende Patenestellt, um die s. spe-cies vor Beschädi-gung , namentlichdamit dieselbe nicht Fig. 46. Asteriscus.

durch das Altar-

Velum heruntergeweht werde, zu schützen.Vgl. Neale Eastern Churcli, Introd. 350;Daniel Cod. Liturg. I V 33ß, 390; Cheethamin Smith’s Dict. I 150 und die Abbildungdaselbst. Wenn der Priester den A. aufdie Patene stellte, sprach er den SatzMatth . 2, 9 aus. Vgl. Goar. Euchol. G2,ed. Paris . 1747. kraus.

ASTROLOGIE. Die Ausübung der Stern-deuterei schloss nach Constit. apostol. lib.VIII, c. 32 vom Empfang der 'laufe aus.Tertullian . de Idolol. c. 3 bezeichnet die A.als reinen Götzendienst, Lactantius II 15als Erfindung der Dämonen (eorum inventasunt astrologia etc.). Aehnlich sprechen sich