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Basilika.
geschmückt waren; in der von ihm beschrie-benen B. waren ohne Zweifel rechts, wo dieMänner sich aufhielten, die Geschichten desJob und des Tobias, links, in der Porticusder Frauen, diejenigen der Judith und Esthergemalt. Die Portiken des Atriums dientender Klasse der Büssenden, welche die irpou-■/Xaiovre?, flentes, hiessen, als Aufenthalt;schwerere Verbrechen schlossen selbst vondiesen aus und verwiesen den Büssenden indie offene, unbesehützte Area des Atriums(daher -/sip.a£6|Aevoi, hiemantes ); wenigstensscheint dies aus Greg. Thanm. c. 40 undTertull. de pudic. c. 4 (reliquas autem libi-dinum furias impias et in corpora et in se-xus ultra iura naturae, non modo limine,verum omni ecclesiae tecto submovemus,quia non sunt delicta, sed monstra) hervor-zugehen.
Inmitten der Area des Atrium stand derBrunnen, <pi dXq, cantlmrus (TTT; s. d. A.),der bei Paulinus a. a. 0. von einem Bal-dachin überdeckt ist (v. dl : eantharus . . .quem cancellata tegit area culmine turris),und an welchem sich die Gläubigen, ehesie das Gotteshaus betraten, Gesicht, Händeund Füsse wuschen (s. Waschungen). DasEuchologium Graec. enthält eine Formel fürdie Benediction des Brunnens am Vorabendoder auch am Feste der Epiphanie.
Das Atrium liiess später auch Paradisus,vermuthlich seit hier begraben wurde, wasseit dem f>. Jahrli. geschah. Die Area se-pulturae wird inschriftlich schon früherhortus, cepotaphimn genannt: sie war mitihrem grünen blühenden Strauch- und Baum-werk ein Abbild des Paradieses, in welchemdie Hingeschiedenen nun weilen (s. de llossili. S. IH 430 f.). Es war auch das Atriumder Basiliken zuweilen mit Bäumen besetzt,s. Vita s. Marthae (der Mutter des hl. Sy-meon) c. 7. n. 57 in Act. SS. V Mai. 428und Ducange i. v., wo die älteren Belegefür die Bezeichnung ,Paradies 1 gesammeltsind, z. B. Anastas. in Vit. Doni pp.: hicatrium b. Petri superius, quod paradisusdicitur estque ante ecclesiam in quadri por-ticum, magnis marmoribus stravit. Aus die-ser Verwendung des Vorplatzes vor derKirche ist der mittelalterliche und spätereFried- oder Kirchhof, Gottesacker entstan-den. Vgl. Augusti Dcnkw. IX 54(i f.
Auf der Area des Atrium erstanden dennauch die Taufkirchen oder Taufbassins, ßair-Tiuxrjpia oder <p <o vti vrj p t a , auch pisci-nae (xoXup.'Irjflp«, s. Joh. 0, 7). Vgl. d. A.Taufkirchen. Die oben angeführte Darstel-lung von Basiliken auf dem von Bosio pu-blicirten Sarge des Lateranmuseum zeigt,also schon im 4. Jahrli., Baptisterien vorder Kirche, eine Einrichtung, die sich auchlange nach Einführung der Kindertaufe bistief ins MA. erhalten hat, wo vor oder ne-
ben den Domkirchen ehemalige Taufkirchen,meist mit dem Titel des hl. Johannes desTäufers lagen (z. B. in Metz und Trier ).
Seit die Abwaschungen vor dem Eintrittin die Kirche in Abnahme geriethen, wardder Cantharus überflüssig und machte demin der Kirche selbst aufgestellten Weih-wasserstein Platz (s. d. A.).
3^) Die Vorhalle oder die Propyläen(rpovaoc, porticus, irponuXa). Das Atriumöffnet sich nach der Kirche zu in einerSäulenstellung (2, 3, 5, 7), die mit Eisen-stangen verbunden waren , an welchen beifestlichen Gelegenheiten die Vela befestigtwaren, wie man das auf dem Sarkophag desLateranmuseum (s. o. S. 120) sieht. Der In-nenraum dieser Colonnade entsprach dem Im-pluvium der römischen Domus und war mitMalereien decorirt. Solcher Propyläen gabes bei bedeutenden Kirchen wol mehrerean den verschiedenen Seiten (Paid. Silent.de templo Theodos. II 9): die vor demHaupteingang, dem Altar gewöhnlich ander Westseite gegenüberliegende I lalle heisstoft der Narthex ( ferula ); warum , suchtBingham III 188 so zu erklären: si quae-ras, cur isthaee ecclesiae pars narthex vi-rata sit, respondeo, ideo quod figura illiussimilis esse credebatur fendae, quod no-men latinum eius est. Kam figura quaevisoblonga sive dromica, ut Graeei vocant,narthex ipsis dicebatur, quemadmodum Sui-cerns et du Fresnius e Theodosio Zggomalaobservarunt. Atque hinc haec pars eccle-1 siae, cum esset longa quidem, sed angusta,
; e transverso frontis ecclesiae narthex seuferula ex hae ratione appellabatur. Augusti; Denkw. XI 395 erinnert dazu noch an vap-i hr'y.iov (narthecium), K ä s t c h e n, und meint,
1 dass man auch vielleicht vdpflrj? in dieserBedeutung genommen. Ferula in dem Sinne! von Vestibulum kommt nun erst und nur| in der Vita s. Basilii des Amphiloehius (Act.j SS. lun. II 953: ingrediturque sanctae ec-| clesiae ferulam qua etiam Ariani intravo-; raut) vor. Sonst bezeichnet das Wort gleich! vapflrjü das Pf riem c n k ra u t, aus welchemdie Ruthen geschnitten wurden, deren manI sich bei der Jugenderziehung bediente. Esi wurde daher auch vermutlich, der Narthexder christlichen Kirche könne, als Aufent-haltsort der Büssenden, mit dieser Bedeu-I tung des Wortes Zusammenhängen,j Die Lage des Narthex ist strittig. Pau-\ Ins Silentiarius und Goar sprechen von'mehreren N. und unterscheiden innereund äussere (tau> vapfhjxctj, n. seu porticus' interiores, und e$<o vdpfhj/as, n. seu porticusj exteriores). Da in der jetzigen griechischen! Kirche vielfach im Innern des Schiffes durch! Gitter ein Raum nach dem Eingänge *ui abgeschlossen ist und dieser Raum den Na-i men Narthex trägt, glaubten Manche, den