Band 
Erster Band. A - H.
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Basilika.

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ter (vgl. Leon. Allacii Tr. de Templis Graec.);sie ging stellenweise so weit, dass Vorhängedas Frauenschiff' von dem der Männer schied.Ueber sämmtliche Plätze, über Eingang undAusgang hatten die Ostiavier, Diakonen undDiakonissen die Aufsicht ( Const. apost. II57, 58).

Der dem Bema zunächstliegende Raum desSchiffes hiess Liminare oder Solea (SioXea,auch soXta, 6 aoXsds, 6 aiuXsus, Gj aoXEtov,owXeiov, 3<uXtov; ungewiss ist die Ableitungaus solium oder solea = Fusssohle, Boden;vgl. Codin. de offfc. c. 17; Leo AUac. deTempi. Gr. II § 5; Gretser in Codin. III 12;Lucange in Paul. Silent. 584). Anderwärtsheisst der Platz Senatorium, wol wegender ausgezeichneten Sitze, die hier für Kai-ser, hervorragende Magistratspersonen, auchfür die Clerici minores, für Subdiakonenund Lectoren ( Simeon . Thessal. bei Sar-nelli 85) eingerichtet waren. Die zu Prie-stern zu weihenden Diakonen wurden vonhier in das Chor zur Weihe geführt. Hier,an der Schwelle der Bema, empfingen dieeinfachen Gläubigen, niedere Geistliche undsolche, die laisirt waren, die hl. Commu-nion. Die Solea lag uni einige Stufen hö-her als das Schiff (Hieron. c. Luciferian. :episcopum corpus Domini attrectantem etde sublimi loco euclmristiam populo mini-strantemj, und war z. B. in CP. in derHauptkirche mit Onyx gepflastert.

Der Fussboden der reicheren Basilikenwird nicht aus einfachem Estrich, son-dern aus einem durch Mosaik oder Marmorhergestellten Bodenbelag bestanden haben.Hie herrlichen Pavimente der römischenBasiliken sind nun allerdings mit geringenAusnahmen alle mittelalterlich und dürftenselten über das 12. dahrh. hinaufreichen.Als antik kann man den Mosaikboden in*• Pudenzinna und den aus weissen undschwarzen Steinchon zusammengesetzten Mo-saikboden in der unterirdischen S. Silvester-kirche in S. Martino ai Monti (Abbild, beiNesbitt a. a. O. Fig. 3, S. 181) bezeichnen.Alte Bodenbeläge aus Marmorplatten kamenS. Stefano in Via Latina , in S. Lorenzo!' *■ m - (Ausgr. 1858—50) zu Tage. Ebenso•ui ulten Dome zu Trier . *

Das Mittelschiff trug auf seiner Oberwandas B a 1 k e n w e r k des Daches: es war ent-weder überdielt und mit cassetirter, ver-goldeter (J'nid. llymn. XI: auratis trabibus;

onstantin. ad Macar. 1. c,; August. Serm.Tl i ’ Ngss. de laud. Theod. M.)

ecke geschlossen, oder es trug den offe-X)L n , } 8 1 u h 1. Von letzterm spricht

W° * ,S i '* c 8c hism. Donat. II 8; man,i' 0 ,I i ' ls ?* es 'hi, von aussen das Dach„ - bestiegen und Schindeln in die Kirche

fhTf°n e, V 1)er offene Dachstuhl war ina lemschen Bauten etwas Gewöhnliches,

erst nach der Zerstörung Carthago’s kamenvergoldete Felderdecken in den Tempelnauf (Plin. N. H. XXXIII 18). Schnaasein 49 bemerkt mit Recht, einer Architek-tur, welche überall die Construction selbstmit ihren nothwendigen Theilen unverhülltzeigte, habe diese Form allzu nahe gelegen.Unschön war sie übrigens nicht, besondersbei reicher Färbung und Verzierung desBalkenwerkes. Spuren solcher Decorationfanden sich in den Trümmern von S. Pa-olo f. 1. m. (1823), in S. Balbina u. s. f.Wie prächtig eine solche Anordnung wir-ken könne, zeigt der freilich einer spätemZeit angehörende Dom von Messina (s. Mo-rey Charpente de la cath. de Messine, Par.1847; Schnaase a. a. 0.).

In der merkwürdigen Gruppe der vonde Vogue veröffentlichten centralsyrischenBauten findet sich eine ganz abweichendeBedachung, durch den hier herrschendenMangel an Bauholz bedingt. Die Decke istaus grossen Steinbalken gebildet, welcheauf den über den rundbogigen Pfeiler-areaden emporgeführten Quermauern lagern.

Auch in anderer Beziehung stellt dasLanghaus der centralsyrischen Basiliken ab-weichende Formen dar. Die bei de Voguepl. 6—17 abgebildeten Basiliken zu Chaqqaund Tafkha (vgl. unten und Liibke Geseh.d. Archit., 5. A. S. 251, Fig. 255) zeigenzweistöckige Nebenschiffe, deren Deckennicht auf Areadenhogen, sondern auf Krag-steinen ruhen. Dasselbe Motiv scheint ineinigen nordafricanisclien Basiliken wieder-zukehren.

Der Gewölbebau, obgleich dem Alter-thum keineswegs fremd, ist in der altchrist-licken B. nicht zur Anwendung gekommen,wol aber im Centralbau (vgl. d. Art.). DassCoemeterialcellen schon früh überwölbt wa-ren , zeigt die oben besprochene kleine B.s. Sixti et Caeeiliae; vgl. de Rossi R. S.III 471.

Das äussere Dach ist bei den Basilikenregelmässig ein Giebel-, nicht W a 1 m-dach, bei den Centralbauten das Kuppel-dach. Die Abseiten erhalten an das Mittel-schiff anliegende Pultdächer.

5) Das Querhaus (Transept) fehltvielfach, ist aber bereits in den Seiten-apsiden der Coemeterialcellen vorgebildet.Das Querschiff, welches sich zwischen Apsisund Langhaus einschiebt, hat verschiedeneLänge, es bleibt zuweilen in der Breite desLanghauses (S. Maria in Trastevere , Basi-lica Sessoriana), oder springt riselitartig überdasselbe hinaus (S. Paolo), oder es tritt be-deutend über diese Breite hinaus, so dassdas ganze Gebäude die Kreuzesform an-nimmt (die ehemalige S. Peterskirche, S.Giovanni im Lateran , S. Prassede). Diedie Schiffe abschliessende Wand muss nun