Band 
Erster Band. A - H.
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Basilika.

natürlich durchbrochen werden; der der Apsisentsprechende Bogen heisst T r i u m p h b o-gen (arcus triumphalis, vgl. Ciampini Yett.Mon. I 19!) f.). Das Querhaus ist in derKegel ein Oblongum, (loch tritt auch frühschon (Kirche zu Bethlehem ) jene Formauf, wo die Kreuzarme halbkreisförmig ab-schliessen.

6) Die Apsis (vgl. d. Art. S. 69 f.),der halbkreisförmige Ausbau (Exedra ), denwir als einen wesentlichen Bostandtheil derchristlichen B. zu betrachten haben, undder nach seiner Gestalt auch Concha (y.'/p/?).auch conchula; Paulin.: totum vero extraconcham basilicae spatium alto et lacunatoculmine geminis utrinque porticibus dilatatur)heisst. Die alten Lexica erklären fyU, absidaals emisperium, arcus, fornix, forfex (s.Dncange i. v.). Schon bei Augustin. Ep. adAlb. und Ep. 203 ad Max. (in futuro Christiiudicio nec apsidao gradatae nec cathedraovelatae) kommt der Ausdruck vor, dannbei Greg. Tur. de Vit. PK. c. 7, 16 u. s. f.Denselben Bantheil nennt man wegen seinerErhöhung (von dvaßawsiv, s. d. A.),

dann wegen dessen, was er umschliesst, daserpov , örpaapa, aywv a-pa>v, Sanetum, San-ctuarium, Sacrarium {Eus. II. c. X 4, VII15; Conc. Carth. IV, c. 93), in demselbenSinne feov, aßorrov (weil er als Altarraumnur den Priestern, nicht Laien und Frauenzugänglich war; Conc. Laod. c. 19, 44;Trull. c. 69 ; Theodoret . H. e. V 18; Sozom.VR 25), kpetTtiov und irpsjßu-n;piov, Presby-terium (so auch consessus cleri, Cgpr. Ep.55), OimarnrjpiQv {Conc. Laod. c. 44; Trull.c. 69), ri £v6ov tüSv •/. 1 i •/.X ( 0 < 0 v (locusinter cancellos, Theodoret . V 18), auchdvdxvopov nach dem Vorgänge der heid-nischen Tempel in der Sprache der tragi-schen Dichter. Endlich ist die im Abend-lande gebräuchliche Bezeichnung Chor, cho-rm, von dem coetus canentium clerieorumhergenommen (Conc. Tolet. IV, c. 18; Isi-dor. llispal. Orig. I, c. 3; vgl. AugnstiDenkw. XI 386).

Die Apsis ist mit einer halbkreisförmigenKuppel gewölbt. Polygonale Chorabschliissekommen in der frühesten Zeit nicht vor,indessen finden sie sich seit dem 6. Jahrli.,so in S. Apollinare Nuovo in Kavenna(Hübsch Taf. 3 7 ), S. Giovanni in Porta Pa-tina in Kom (eb. 3 1J ), Kirche des Job. Stu-dios zu CP. (eb. 5'), B. zu Parenzo (eb.17 ’J, S. Apollinare in Classe bei Ravenna (eb. 21 + ), Kirche zu Ephesus (‘t eb. 31 9 ),S. Sergius und Bacchus zu CP. (3/8, eb.32 U2 ). Reetangulüre Chöre, wie sie imM.\. erscheinen, sind im Alterthum unbe-kannt.

Auch die quadratische Ummauerung derApside zeigt sich gegen Ausgang der Pe-riode : so in S. Agostino del crocifisso in

Spoleto (Hübsch 6 1S ). Ganz abweichendist die aus dem Segment eines grossen Krei-ses bestehende Apsis von S. Pudenziana in Rom (eb. 7 3 ). Die neben der Haupt-apsis zuweilen gelagerten Seitenapsiden sindin der Regel ebenfalls halbkreisförmig; dochhat S. Clemente zu Rom ausser einem halb-kreisförmigen «auch einen dreiseitigen Neben-chor. In den Bauten Coelesyriens siehtman nicht selten die halbkreisförmige Apsisummauert zwischen zwei oblongen Neben-chören, Fortsetzungen der Seitenschiffe, lie-gen (B. in Rueiha, 6. Jahrli., de VogueTaf. 68).

Der Chor war von dem Langhaus durchdie C a n c e 11 i (s. d. A.) getrennt, an derenEnden die A m hone n (s. d. A. S. 43 f.)Platz hatten, von welchen Evangelium undEpistel verlesen wurde. In der Mitte desChors stand der Altar, die mensa , mit derzur Aufnahme der Oblationen dienendenP r o t h e s i s (s. d. A.). Diese Prothesis magzuweilen in einer eigenen Exedra sich be-funden haben ( Pastophorium, s. d. A.). DieNebenchöro dienten als THaconka (axevo-(poXdy.ia, Sacristeien u. s. f., s. d. A.). ImHintergründe der Apsis war die bischöflicheCathedra (ffp&voc, s. d. A.) aufgerichtet,die wol meist mit Vorhängen verhängt war(cathedra velata, Augustin. Ep. 203; Äthan.Apol. II). Rechts und links von ihr zogensich an den Wänden der Apsis die Sub-sellia für die Priesterschaft hin (auvllpovot,ffpovoi Scurspot), so dass f)p6voc xcü jup.ifieXXtaunterschieden werden (Eus. 11. e. X 4, 5;VII 30; Greg. Naz. Somn. Anast. v. 4.carm. famb. 23; Const. Ap. II 57; Theo-doret . II. e. VII 3).

7) A nbaut en. Sowol die oben gegebeneAbbildung einer B. auf dem Sarkophag des4. Jahrli. als die Schilderungen bei Paulin.Nol. Ep. 12, Conc. Trull. c. 97, Nov. Leo-nis Imp. 73 beweisen für zahlreiche An-bauten, Gänge und Kammern, welche sichum das Langhaus herzogen (vgl. BinghamIII 251). Von den Baptisterien ist bereitsRede gewesen. Weiter sind als solche An-bauten zu nennen: die Diaconica (ob im-mer in den Nebenapsiden ?), Secretaria, Te-st iaria , Eeceptoria (salutatoria), die Deca-nica oder Kirchengefängnisse, Mitatoria,Gazophglacia und Pastophoria, die Ar-chive, Bibliotheken, Schulen, X e-n 0 d o c h i 011 , Armen- und lv ranke 11 -h ii u s e r, Bäder u. s. f. (s. die Art.) Un-ter den noch so wolerhaltenen DenkmälernCentralsyriens sind mehrere Basiliken mitsehr umfassenden Anbauten: so die B. zuK h e r be t-II äss (de Vogue pl. 59), die-jenige zu El-Barah (eb. pl. 60); beson-ders lehrreich ist der Grundriss der Doppel-B. des hl. Simeon Stylites in Kalat Se-ma’n (eb. pl. 139).