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Erster Band. A - H.
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BrjXa — Benedictio.

stea antiquorum praevaluit mos, wie Dres-sei Not. ad Prudent. 65 sagt), dafür legendie Monumente selber lautredendes Zeug-niss ab. Zunächst nämlich wenden die Ma-lereien der Katakomben des 2. und 3. Jalirh.hängende Blumengewinde als das beliebtesteDecorationsmittel in den Deckengemäldender Grabkammern an, wo sie bald aus Füll-hörnern hervorspriessen, bald von Genienoder Tauben gehalten werden, bald die Li-nien und Kreise formiren, durch welchedie Fläche eingetheilt ist. Weiterhin aberfinden wir diese Kränze auch um den äussernRand der Arcosolien gelegt oder im Innerndargestellt, sei es, dass sie als die einzigeDecoration über den ganzen Bogen der Wöl-bung einen breiten Blumenschmuck span-nen, sei es, dass sie in leichten Guirlandenan den Bildern und Linien herabhängen(de Rossi R. S. II, tav. XX). In einer derältesten Kammern des Coemeterium derLucina sehen wir sogar aufgehängte Kränzeauf die Wand unmittelbar unterhalb derGrabnische gemalt (de Rossi R. S. I, tav.XVI; vgl. II, tav. XXII). Diese währendder ganzen Dauer der ersten Jahrhunderteuns in unzähligen Beispielen begegnendebildliche Darstellung von Blumengewindenund Kränzen an den Gräbern aber setztvoraus, dass das Auge der Christen darinnichts Unstatthaftes fand, und dass auchGuirlanden von wirklichen Blumen nichtverboten waren, wo man sie an einem Sar-kophage oder auch an einem Wandgrabbefestigen und aufhängen konnte (vgl. deRossi Bull. 1868, 14). Dass auf die oben an-geführte Stelle des Minucius Felix nichtviel Gewicht zu legen ist, ergiebt sich dar-aus, dass auch dem ersten von ihm ange-geführten Vorwurfe, non corpus odoribushonestatis, die Sitte des ganzen christlichenAlterthums widerstreitet, in Bezug auf welcheTertullian sagt, die Christen verwendetenmehr Spezereien für ihre Todten, als dieHeiden für ihre Götter. de waal.

|B.en bei der Hochzeitsfeier, wie sie dasHeidenthum hatte, behielten die ChristenHei; doch sagt noch Tertull. de Cor. mil.c. 13 rigoristisch: coronant et nuptiae spon-sos: ideo non nubamus ethnicis, ne nos adnlololatriam usque deducant, a qua apudülos nuptiae incipiunt, während Chrys. Horn.I \ ' n I 'Hirnotli. die Sitte christlich umdeutet:

, t °üto axscpavoi xaT? xs'paXat? iiuxftkvxai,‘Jup.ßoXov xrjc vixir]C, dxi dijxx 7 ]xot fEvop^vot,ouxco TCpoaEp-^ovxai xfj öuv'fi, oxi p.rj v.o.Trf(<»-vtutlirjaav uiyo xrj? fjöovTjj. Ein besondereshrebet, bei dieser B. zu recitiren, findetsich bei Theodor. Sluditn (um 800) Ep. Ibei Sirmoud. Opp. V, Par. 1696. K.|

BllAA, s . Velum, Vorhang.

HUMA, s. Ambon.

BEN’EDICITE heisst nach seinem An-fangswort der Gesang der drei Knaben imFeuerofen (Dan. 3), welcher jetzt noch täg-lich in den Laudes des Offic. div. recitirtwird. Dass derselbe bereits im christlichenAlterthum einen integrirenden Bestandtheildes Officium bildete, lehren uns Athanasiusde Virjjinit. 1057: Sid'paop.a Xs^exs- eoXo^eixsuavxa xa l'p^a xuptou xov y.upiov, und Chrysost.Quod nemo laeditur nisi a se ipso, c. 10(Opp. IV 593 ed. Ben.): ipoiqv itavxa-/oü x?j?obtoupivir]? doop.Evr)v xat düfl^aop.EvrjV si? xd?

р. sxd xaüxa 7 £vsd?. Das Conc. Tolet. IV,

с. 13, al. 14 erklärt, dass dieser Hymnusin der ganzen Christenheit im Gebrauchsei, und bestimmt unter Strafe der Ex-communication, dass er per omnes ecclesiasHispaniae vel Galliciae (Galliae?) in om-nium missarum solemnitate in pulpito de-cantetur. In dem von Mabillon herausge-gebenen Lectionarium GaUicannm (de liturg.Gallic. lib. II, c. 108) wird die Absingungdesselben nach den Prophezieen vorgeschrie-ben. Vgl. Ringham VI 48. kraus.

BENEDICTINERREGEL, s. Mönchsleben.

BENEDICTIO , Segen, Segnung (vgl. d.Art.). Man kann die kirchlichen Segnungenfüglich in liturgische und ausserliturgischeeintheilen, welche Unterscheidung bereitsin Tertullians t. sacramentum conversatio-nis und disciplinae (adv. Marcion. IV 24)gegeben ist. Die ausserliturgischen (eon-versationis) Benedictionen beschränken sichauf einen frommen Wunsch oder Gruss.Den dieser B. zu Grunde liegenden Ge-danken spricht Origenes ad Rom . IX 14,]). 458 und eb. c. 8, p. 20 dahin aus: Got-tes Segen spende regelmässig denen, welchegesegnet werden, eine Gabe, vorausgesetzt,dass sie würdig sind, dass die Benedictionauf sie herabkomme. Weiter lassen dieAcusserungen des Origenes und Tertullian (de baptism . c. 4: supervenit enim statimSpiritus de coelis et aquis superest, sancti-ficans cos de semetipso et ita sanctificataevim sanctificandi combibunt) keinen Zweifeldaran, dass die Weihegebete dem benedi-cirten Gegenstand nach altchristlicher An-schauung eine ihm inhärirende Kraft (vir-tus) mittheilten: sie waren sancta Dei (Orig.in Levit. Hom. XI, n. 1, p. 183—186).

Schon die apostolischen Constitutionen un-terscheiden grosse und kleine B. (suXoyi'avpu.y.pav r t gey a/.r]v, lib. III, c. 10; vgl. VIII,c. 46), ohne zu sagen, was man darunterzu verstehen hat. Frohst Sacramente undSacramentalien in den drei ersten Jalirh.,Tübingen 1872, 68 f., nimmt an, zu jenenhabe die Weihe von Brod, Taufwasser,Chrisam, Kirchengeräth und Gewändern,die der Jungfrauen und niederen Kleriker,zu diesen die Segnung von Speise und