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Erster Band. A - H.
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Bischof.

Sennen darstellt. Noch länger und weiter,überhaupt unseren Mänteln ähnlicher istdas von einigen Archäologen, z. B. Mar-iigny Dict. des antiqq. ehret. 2. Aufl. 104,ais B. bezeichnete Gewand, wie es das Bilddes hl. Diakons Laurentius im CoemeteriumS. Iulii pap. an der YiaFlaminia trägt ( Bosio 581;Aringhi R. S. II 355, tav.II 2 ; vgl. beistehende Fig.73). Auf letztere Formpasst also nur, was H.1 Veiss Kostümk. II 1011sagt: ,war die Penula (s.d. A.) ringsum geschlossen,nannte man sie vorzugs-weise Casula; war sie vornder Länge nach offen, ver-muthlich Berrus oder B.‘Es wird sich aber zeigen,dass man bisweilen auchden B. eine Casula nannte.Zufolge seiner Brauchbar-keit und Zweckmässigkeit

Fig. 73. Gemälde aus wurde der B., besondersS. Giulio. • n ... Tr • •,

m der spätem Kaiserzeit,häufig von Reich und Arm, Heiden undChristen, und unter diesen von Laien undGeistlichen aller Grade (nicht nur, wie Ba-ron . ad a. 261 behauptet, von Bischöfen)und ganz besonders auch von Soldaten undMönchen getragen, und auf diesen allge-meinen Gebrauch scheint uns die Stelle beiMartian. Capell. 1. IY 356, ed. Eyssenhardt1866, anzuspielen: univocum est quandoduarum aut plurium rerum unum nomenest et definitio ut vestis. Nam et birrus ettunica et nomen vestis habent et definitio-nem possunt accipere. Ebenso AugustinusSerm. 161 de verb. Apost. I Cor. 6. c. 10(Maurinerausgabe). Der hl. Cyprianus, Bi-schof von Carthago, am Orte seiner Ent-hauptung angelangt, ibi se lacerna byrroexspoliavit ( Cyprian . Opp. omn. HI 113, ed.Härtel). Athanasius, Bischof von Alexan-dria , entfloh vor seinen Verfolgern tunicatantum sua birroque vestitus ( Heracles Vit.virg. Alexandr. ap. H. Rosweid Yit. Patr.974). Aus der Vit. s. Pelagiae (ibid. 379)zu schliessen, trug um 457 der hl. BischofNonnus zu Antiochien einen B. von gerin-gem Wertlie. Nach Greg. M. Epp. 1. IX,c. 6, ed. Gallicciolli, wurde der Neophytmit dem B. albus bekleidet. Noch in denZeiten der Kreuzzüge wurden Sache undName gebraucht (die Beweise bei Ducangei. v.). Der B. der Vornehmeren war, wennauch immerhin etwas steif (Sulp. Sever.Dial. I, c. 21, ed. Halm: illa ut byrrumrigentem, haec ut Huentem texat lacer-nam), doch von bessenn, ja kostbarem Woll-gewebe (August. Serm. 356 de vit. et mor.clericor. c. 13: off erat mihi v. g. byrrhum

pretiosum: forte decet episcopum, quamvisnon deceat Augustinum i. e. hominem pau-perem). Vgl. Synode von Gangra can. 12bei Hefele Conc.-Gesch. 2. A. I 784. DerB., besonders der Sklaven (Cod. Theod.lex 1 de habitu 14, 10), war meistens vongrobem und dunkelfarbigem, namentlichbräunlichem Wolltuche mit Knötchen. loh.Cassian. de instit. coenob. 1. I, c. 7 wollte,dass die Mönche planeticarum atque birro-rum pretia simul ambitionemque declinent.Den B. nannten gallische Schriftsteller, wiesich aus Sulp. Sever. Dial. II 1 und derVit. s. Deicoli c. 9 bei Mabill. Act. SS.Ord. s. Bened. saec. II 105 ergiebt, auchamphiballus, wesshalb Ducange i. v. diesenals B. villosus vel planeta bezeichnet. Deramphiballus heisst aber auch in der Expos,brev. antiq. Liturgiae Gallic . bei Martene t. V.Anecdot. col. 99: casula, woraus hervor-geht, dass der B. auch ganz geschlossen seinkonnte. Vgl. noch Nicet. ep. Lugd. c. 5bei Greg. Turon. Vitae patr., ed. Migne ;Reeves zur Vit. s. Columbae 439. Oft suchtedas Volk den Saum des B. oder der casulahl. Männer zu berühren und zu küssen.Beispiele bei Ducange , der übrigens hie undda seine Quellen missversteht. lütolf.

BISCHOF . Das I-Igv.o-oq des N. Test,(zuerst Imaxoroj Act. 1, 20; vgl. Ps. 109, 8)ist ebenso der Septuaginta entnommen, woes den Inhaber religiöser wie bürgerlicherAemter bezeichnet (IV Mos. 4, 16; 31, 14u. s. f.), als der t. t. irpsaßoTepo? (IV Mos.11, 16; der. 19, 1 u. s. f.). Anfangs wer-den beide Termini vielfach mit demselbenWerthe angewendet (Act. 20, 17. 28; Tit.1, 5; Clem. ad Cor. I, c. 42, 44, 47). Nochim 2. Jahrh. findet man die Bischöfe auchTipäaßuTspoi genannt, nicht aber umgekehrt.Sofort fixirt sich denn der Sprachgebrauch:der B. ist der Vorsteher der irapoixia, oioi-als Nachfolger der Apostel; ihm un-terstehen Volk und Geistlichkeit; ihm wohntdie Fülle der priesterliclien Gewalt inne.Ign. ad Polyc. 15, 6, 8; ad Eph. 1, 2;Herrn. Past. III 5; Canon. Murat. § 20;Hegesipp. ap. Eus. II. e. II 23 u. s. f.

I. N a m'e n. Die verschiedenen für denB. sonst noch vorkommenden Bezeichnun-gen haben Mamachi Origg. lib. IV, c. 4(ed. Rom. 1850, IV 250 ff.) und nach ihmA. W. H. Haddan im Dictionary of Christ.Antiq. I 209 am sorgfältigsten zusammen-gestellt. Es sind nachfolgende: Apostolus(Theodor. Mops, in I Tim. 3, 1; Theodoret. in r Tim. 3, 1; in Phil. 1, 1; 2, 25; Am-brosiast. in Eph. 4, 12), Apostolicus (s. d.A.), Successor apostolorum (Cypr. LXVI al.LXIX ad Florent.), Vir apostolicus (Tert.de praescr. c. 32), Ilpossxdic oder IIpo-s3Ta>c rrje ixxXrm'ac (Hus. II. e. IV 23,