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Erster Band. A - H.
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Blinden — Blumen.

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zubringen. Um so häufiger geschah dies imMA., wo auch das Credo, welches man derLeiche häufig auf die Brust legte, gewöhn-lich auf Bleiplatten eingeschrieben wurde.Das so leicht zu behandelnde Material gabdann aber auch zu vielen Fälschungen Veran-lassung, so dass geradezu die Mehrzahl dermittelalterlichen Inschriftenfälschungen Blei-platten betreffen. Ich erinnere nur an die-jenigen von Trier und jene andere, mit derder König Ferrante von Neapel getäuschtwerden sollte. kraus.

BLINDEN , Heilung der. Das N. Test,berichtet von mehreren B.heilungen. Inder Nähe von Jericho heilte Jesus denblinden Bartimäus durch ein Wort (Marc.10, 46—52; Luc. 18, 35—42); nach derErweckung der Tochter des Jairus heilteer zwei Blinde, die ihm folgten, durch Be-rührung ihrer Augen (Matth . 9, 27—31);den Blindgebornen machte er dadurch se-hend, dass er dessen Augen mit einem Teigeaus Speichel und Erde bestrich (Joh. 9, 1—8).Diese verschiedenen B.heilungen findet manauf altchristlichen Monumenten, besondersauf Sarkophagen, dargestellt, hauptsächlichjedoch die Heilung des Blindgebornen.

Auf dem Basrelief eines Sarkophages beiBottari I, tav. 49 ist der Blindgeborne nurmit Tunica und Sandalen bekleidet, einenlangen Stab in der Hand, ganz klein darge-stellt, um seine Inferiorität Christo gegenüberauszudrücken. Mit besonderer künstlerischerEleganz ist die Heilung des Blindgebornenausgeführt auf einem antiken Gefässe (Ma-machi Ant. Christ. V 520). Weitere Dar-stellungen dieses Wunders sieht man aufeiner Elfenbeinbüchse (d’ Agincourt Sculpt.

pl. 22 4 ), aufeinem Fres-kengemäldeim Coemete-rium Callisti(wo Jesus dem knieen-den und fle-hentlich dieHände em-porhebendenBlindgebor-nen mit demZeigefingerdas Auge be-rührt , Bot-tari I, tav.68 *) und auf

Fig. 75. Heilung zweier Blinden .

Fig* 74. Fresco mit dem Blind-gebornen.

einem in der Paulskirche zu Koni gefunde-nen Sarkophage (Kraus R. S. 314, 2. A.355).

Die Heilung des blinden Bartimäus istausgehauen auf einem Sarkophage aus demCoemeterium der hl. Agnes (Bottari 1, tav.

136 ’) und auf einem solchen im Museumzu Lyon ( Martigny Dict. 64, 2. ed. 74). DieSculptur weicht insofern etwas vom evange-lischen Berichte ab, als der Vater den Blin-den dem Messias entgegenbringt.

Die Erleuchtung der zwei Blinden istausgemeisselt auf einem der vaticanischenSarkophage ( Bottari I, tav. 39). Jesus , be-gleitet von zweiAposteln, legtdem einen Blin-den die rechteHand aufs Haupt,während die linkeeine Buchrollehält; von denBlinden, die wie-derum ganz kleindargestellt sind,führt der vor-dere, mit einemStabe in derHand, den an ihnsich anklam -mernden zweiten(Fig. 75).

Die Abbildun-gen der B.hei-lungen sind keine

rein historischen, sondern historisch-symbo-lische Bilder. Durch dieselben sollte nachdem Ausspruche des hl. Isidor von Se-villa (Allegor. ex Novo Test.) ausgedrückt| werden, dass der in Geistesfinsterniss ver-] sunkenen und in Todesschatten sitzendenMenschheit (Is. 9, 2) durch Christus Er-leuchtung gebracht wurde. Die Veranlas-1 sung zu dieser symbolischen AuffassungI wird man leicht in dem I. Briefe des hl.Petrus 2, 9 finden, wo es heisst: ,ihr seidi das erworbene Eigenthum dessen, der euch1 aus der Finsterniss berufen hat zu seinemwundervollen Lichte. 1 Zur grossem Ver-! deutlichung, dass allein das EvangeliumChristi der Menschheit Erleuchtung bringt,j hält Christus auf manchen Darstellungen| eine Schriftrolle (Symbol der hl. Schrift,

5 des Evangeliums) in seiner Linken.

| Schliesslich sei noch erwähnt, dass dieI B.heilungen nach dem hl. Augustinus (Tract.44 in loh.), dem hl. Irenaeus (Haeres. V1 15) und Sedulius (Opus paschale III) auchVorbilder sind der Auferstehung und der| darauf folgenden Anschauung Gottes, wo-durch uns übernatürliche Erleuchtung zuTheil wird, nach den Worten des Apostels:,jetzt sehen wir wie durch einen Spiegelräthselhaft, alsdann aber von Angesicht zuI Angesicht. 1 münz.

BLUMEN. Dass der Ernst der alten christ-lichen Lebensanschauung die Freude an demI Duft und der Farbenpracht der B. nicht