Blutampullen — Brandeum.
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eximios paradisi regnat odores, temporeeontinuo vernant ubi gramina rivis (de RossiInscr. I 141, n. 317). Und in demselbenSinne sagt Minucius Felix : non adnectimusarescentem coronam, sed a Deo aeternisfioribus vividam sustinemus (Ootav. 349).Bonifaz I schmückt die Kirche der Id. Fe-licitas mit einer Inschrift, in welcher erdie Heilige mit ihren Kindern im Himmelschildert: insontes pueros sequitur per amoe-na vireta; tempora victricis fiorea serta li-gant (de Rossi Bull. 1863, 43). DieselbeHeilige erscheint mit ihren Kindern aufeinem alten Gemälde, stehend in einem B.-garten; und in gleicher Weise sind ja auchauf den Mosaiken der Basiliken die Heili-gen wandelnd auf einem mit B. üppig be-wachsenen Grunde dargestellt.
Im Kühern aber hatte die alte Kircheauch schon ihre besondere Pflanzensymbolik.Der Lorbeer, der im Wintertode der gan-zen Natur sein Grün bewahrt, war Sinnbildder einstigen Auferstehung; die Palme, derOelzweig, die Traube als Symbole des Sie-ges , des ewigen Friedens und des himm-lischen Genusses begegnen uns auf unzäh-ligen Monumenten. Schon bei Cyprian er-scheint die Lilie als Sinnbild eines reinenTugendwandels und die Kose als Zeichendes Martyrthums; in jenen Tagen, wo De-cius gegen die Kirche wüthete, ruft er aus:o beatam Ecclesiam nostram, quam tempo-ribus nostris gloriosus martyrum sanguisillustrat! Erat ante in operibus fratrumcandida; nunc facta est in martyrum cruorepurpurea: floribus eius nec lilia nec rosaedesunt (Epist. VIII in fine). Ueberhauptgalt die Rose allgemein als Bild des Mar-tyrtlmms, und so erscheint sie wiederholtauf Grabsteinen eingeritzt (de Rossi Bull.
Fig- 77. Grabstein des Sabinianus aus S. Alessandro inVia Nomentana .
1868, 14). Sie ist aber auch das SinnbildChristi, eine Auffassung, die sich in derWeihe der goldenen Rose durch den Papst*wn Sonntag Laetare erhalten hat (vgl.Rocca Trattato della rosa d’oro; Herbst Diegoldene Rose, München 1838, u. A.). ImCoemeterium der Domitilla zeigt der Ein-gang in der Gewölbemalerei einen Wein-stock , der mit seinen Reben und Ranken
die ganze Decke überzieht. Es ist das eineHinweisung auf den lebendigen WeinstockChristus, an welchem die Gläubigen dieReben sind, wie es auf dem Mosaik in derKirche von S. Clemente heisst: ecclesiamChristi viti similabimus isti, quem lex aren-tem, sed crux facit esse viventem. de waal.
[Auf zwei Goldgläsern sieht man inmit-ten des über Petrus und Paulus schweben-den Kranzes eine Rose: Buonarruoti Vetritav. XVI 1 ; Garrueci Vetri tav. XIV 2 u. 4,ebenso auf einem andern: Buonarruoti tav.VI 1 = Garrueci tav. X 8 . Buonarruotisieht hier eine Anspielung auf die Gabendes hl. Geistes, welche durch die Rosensymbolisirt würden (?). K.]
BLUTAMPULLEN, s. Märtyrer, Blut der-selben.
BLUTFLÜSSIGES WEIB, s. Hämar-rhoissa.
BLUTSCHANDE, s. Incest.
BLUTTAUFE, s. Feuer- und Bluttaufe.
B02K0I, pascentes, heissen bei Sozomen.lib. VI, c. 33 und Euagr. lib. I, c. 21Mönche oder Einsiedler, welche in syrischenund mesopotamischen Wüsten lebten, Män-ner und Frauen, fast unbekleidet, jederWitterung ausgesetzt, und statt aller an-dern Nahrung sich mit Gras und Krautbegnügend, das sie zur bestimmten Essens-zeit mit Sicheln abmähten.
BOYAEYTIKAI, s. Curiales.
BQMOAOXIA, s. Reden, schlechte.
BRACHIALE, auch dextrale, soviel alsArmilla (s. d. A.), doch nicht immer in der-selben Bedeutung. Das bei Xenoph. Cyrop.VI 4 als Theil der persischen Tracht er-wähnte B. ist eine Defensivrüstung, die denUnterarm bedeckte. Bei Trebell. Pollio Claud.14 kann B. auch ein Armband sein. An-dererseits kommt es als weiblicher Arm-schmnck vor (s. Ducauge i. v.), wie auchTertull. de muliebri liabitu die Brachialiadefmirt: circuli ex auro quibus brachia ar-tantur. Das Tragen solcher Brachialienscheint vielfach als heidnische (gotliische!)Sitte gegolten zu haben; man vgl. dasSchreiben des Concil. Aquileiense an die KK.Valentinian und Theodosius , sowie Vigil.Thapsens. an den von Ducange a. a. ().ausgehobenen Stellen. kraus.
BRANDEUM, ein seidenes Tuch (velum),welches man um die Reliquien der Märty-rer wickelte oder auf ihr Grab legte, undwas dann vielfach selbst als Reliquie mit-getheilt wurde. Classisch ist die AeusserungGregors <1. Gr., der Epist. IH 30 an dieK. Constantia schreibt: . . . ,Romanis con-suetudo non est, quando sanctorum reliquias