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Braut — Brod.
dant, ut quidquam tangere praesument decorpore, sed tantummodo in pyxide bran-deum mittitur atque ad sacratissima Cor-pora ponitur; quod levatum in ecclesia quaeest dedicanda debita cum yeneratione re-conditur 1 u. s. f. Er erzählt dann weiter,solche Brandea hätten, als Leo d. Gr. sieeinem Zweifler gegenüber zerschnitten, ge-blutet. Die Gläubigen pflegten Brandeadurch die Fenestella (s. d. A.) den Gräbernder Märtyrer zu nähern und sie so anzu-rühren ; vgl. Niceph. Call. H. e. XY 3; Baron.Ann. 416, n. 22; Boldetli 36, 139, 661 f.Beispiele aus dem MA., wo diese Sitte fort-bestand, sammelte Ducange i. v. kraus.
BRAUT, BRAUTFÜHRER, BRAUT-SCHLEIER, s. Ehe.
BPEOOIPOOEIA, s. Wohlthätigkeitsan-stalten.
BRIEFE und BRIEFWECHSEL, s. Lit-terae.
BROD, eucharistisches. Die Materiedes eucharistisehen B.es ist aus reinem Wei-zenmehl gebacken. Solches gebrauchte derHerr beim letzten Abendmahle, und so istes zu allen Zeiten Vorschrift geblieben.Irenaeus sagt, Christus habe seinen Jüngernbefohlen, die Erstlinge aus seiner Schöpfungdarzubringen; das seien B. und Wein, under bezeichnet dann dieses B. als Weizen-B.(vgl. Probst Liturgie 120; Sacr. 200). Cle-mens v. Alexandrien (Strom. 1. 6, c. 11)setzt dem Gersten-B. als Symbol des Juden-thums den göttlichen Weizen (iletoc -rcopos)des Christenthums entgegen, und in glei-cher Weise redet Origenes vom Weizenals der Speise des Evangeliums, der Voll-kommenen und Geistigen, während auch erdie Gerste als Sinnbild des A. Bundes fasst.
Ueber die Frage, ob die alten Christengesäuertes oder aber ungesäuertes B. zurEucharistie genommen, ist viel gestrittenworden. Zunächst galt zwar im Alterthumder Grundsatz, von den vegetabilischenOpfergaben sollen Sauerteig und Honig fort-bleiben, da sie Gährung hervorbringen unddie Reinheit dos Stoffes altoriren ( D'öllingerIleidenth. und Judenth. 812). Allein derTeig zu den panes propositionis wurde dochvon den Leviten mit Oel und Wein, alsoauch mit einem Gährungsstoffe, angemacht.Was das N. Test, betrifft, so ist es unzwei-felhaft, dass der Herr beim letzten Abond-malile in azymis consecrirte, da um Osternsieben Tage lang vom Volke nur unge-säuertes B. gegessen wurde zum Andenkenan die Knechtschaft in Aegypten und andie eilige Flucht, welche es ihren Väternnicht gestattet hatte, das B. zu säuern.Beruht dagegen die von den Vätern undkatholischen Exegeten allgemein angenom-
mehe Auffassung auf Wahrheit, dass derHerr zu Emmaus und bei seinen späterenErscheinungen, wo vom Brechen des B.esdie Rede ist, die Eucharistie gefeiert habe,dann hat er dort sich gewiss gesäuerter B.ebedient, indem ungesäuerte nur in den Ta-gen des Pascha gebacken wurden.
Probst (Sacr. 203) behauptet nun, dieersten Christen hätten sich bei der Feierder hl. Geheimnisse des ungesäuerten B.esbedient, und allerdings spricht die auch vonCyprian so laut betonte Aengstlichkeit, mitwelcher die Christen, zumal bei der heilig-sten Feier, sich an dem Vorgänge und Vor-bilde Christi (hier beim letzten Abendmahle)hielten, für seine Behauptung. Dennochkann ich ihm nicht beistimmen. Wenn dieEbioniten nach dem Berichte des Epipha-nius (Haeres. 30, n. 16) alljährlich Myste-rien , ähnlich der christlichen Eucharistie,SO. d£up.u>v feierten, so lässt sich daraus aufdie christliche Sitte kein Schluss ziehen;jene alljährliche Feier fiel wol mit demPascha der Juden zusammen, von denendie Ebioniten eine Secte waren. Dahin-gegen kann man auf die Sitten der älterenTherapeuten hinweisen, von denen Philoberichtet, dass sie ihre Hymnen bei einemTische gesungen hätten, auf welchem cibusille sacratissimus panis fermentatus cum saleapponitur. Weiterhin aber ergiebt sich derGebrauch der gesäuerten B.e bei der Eu-charistie auf das Bestimmteste aus der wie-derholt vorkommenden Bezeichnung dersel-ben als fermentum im Lib. Pont, bei Mel-ehiades, Siricius und Innocenz I (oblationesconsecratae ..., quod declaratur fermentum;— ut nullus presbyter celebraret nisi con-secratam susciperet, quod nominatur fer-mentum; — presbyteri fermentum a nobisconfectum per aeolythos accipiunt). Auchmachten weder Photius noch andere grie-chische Schriftsteller vor Michael Caerula-rius (1051) den Abendländern den Vorwurf,dass sie ungesäuertes B. gebrauchten. Esmuss also in der abendländischen wie in dermorgenländischon Kirche bis dahin gleich-mässig gesäuertes B. verwendet worden sein,sonst hätten die Griechen sicherlich auchauf diese Verschiedenheit und Abweichungihre Angriffe gerichtet. Demnach vermuthetBona mit Recht, dass in der occidentalischenKirche der Gebrauch der azymi erst all-mälig seit dem 11. Jalirh. aufgekommen sei.
Die panes propositionis wurden von denPriestern des A. Bundes selber an hl. Stättebereitet; in ähnlicher Weise wurden dieOpferkuchen bei den Heiden unter beson-derer Behandlung von einer eigenen Klassevon Bäckern gebacken, ln der christlichenKirche war es Sitte bis in das MA. hinein,dass die Gläubigen dem Priester das B. fürdie Eucharistie darbrachten. Cyprian z. B.