174
Brod.
Monachus (de mirac. s. Othomari c. 3) nenntsie rotulae.
(Die verschiedenen Formen der Hostienillustriren wir mit Martigny 2. A. nach Sir-
20): ap-rov xX«üv tei. Auf dies eine B.
weist auch die Marcusliturgie hin, in wel-cher nach dem Offertorium die Bitte aus-gesprochen wird: ,Herr, zeige dein Antlitz
Fig. 78. Miniatur aus 8. Gerraain-des-Pres.
mond de Azym. pan. 5 durchdie beistehenden vier Abbildun-gen. Die erste ist aus einerHandschrift von S. Germain-des-Pres gezogen und versinnbildetden Priester zwischen dem jüdi-schen und christlichen Altar; aufletztem die B.e, wol der früh-romanischen Zeit. Die zw r eitezeigt die griechische Hostie mit
Fig. 79. GriechischeHostie.
über diesem Brode und diese«Kelche» 1 (Probst Liturgie 324).Die Stücke, welche für die Gläu-bigen gebrochen wurden, warenziemlich gross, so dass sie nichteinfach verschluckt, sondern erstmit den Zähnen zermahlen wer-den mussten. Der hl. Augustinus (Tract. 26 in Loan.) gebrauchtden Ausdruck: carnaliter et visi-
Fig. 81. Orientalische Hostie.
Fig. SO. Aegyptische Hostie.
der Inschrift Tc N (i) Tv (a) in denEcken des Kreuzes; die dritte die ägyp-tische und syrische Hostie, die vierte eben-falls eine orientalische Form mit der Auf-schrift AriOC • ICXTPOC. K.]
Die Consecration eines einzigen grossenB.es, das dann in Stücken unter die Gläubi-gen vertheilt wurde, ergiebt sich als ältesteSitte schon aus dem hl. Ignatius (ad Eplies.
biliter promero dentibus sacramentum Cor-poris et Sanguinis Christi. Koch Agnelli ,der um 850 seine Geschichte der Bischöfevon Bavenna schrieb, gebraucht für dasTheilen der Hostien den Ausdruck; obla-tiones discerpere.
Auf die angeblich von Papst Alexandererlassene Verordnung: ut oblatio tieret inazymo et in modiea <iuantitate, dicens: haec