Brodvermehrung.
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oblatio quanto potior, tantö parcior (s. MaiSpiciL Rom. tom. Vr 16), legen wir, weilsie aus viel späterer Zeit entstammt, keinGewicht. Das erwähnte Concil von Toledo von 693 bestimmte, dass ganzes B., nichtzu gross, sondern eine modica oblata, aufden Altar gelegt werde. Erst im 11. jahrh.kam die Sitte auf, das eucharistisclie B.ad imaginem nummorum zu machen undzwar levissimae formae. Zwar tadelt diesesder obengenannte Bernoldus, weil solcheForm aliena a vere panis specie sei; alleinaus Iionorius Augustoäunemis, der um 1130lebte, ergiebt sich, dass zu seiner Zeit Ho-stien in modum denarii (Erinnerung an die ;Silberlinge, die der Preis des Herrn waren) 'schon ziemlich allgemein im Gebrauch wa-!ren. So fällt das Aufhören des gesäuerten <B.es, sowie der Darbringung der Opfer- jgaben durch das Volk und die Einführung !unserer kleinen Hostien in dieselbe Periode :des 10. und 11. Jahrh. j
Werfen wir noch einen Blick auf dieMonumente, so werden wir vorab auf den-jenigen bildlichen Darstellungen, die von ;den Gläubigen als Vorbilder der Eucha- \ristie oder als Symbole derselben betrachtetwurden, das B., welches dort dargostelltist, als nach Materie und Form mit dem Ieucharistischen übereinstimmend halten müs-;sen. In Betreff’ der Materie ist zu beach- \teil, dass die alten Künstler von den beiden!Wundern der B.vermehrung durchgehendsdasjenige darstellten, bei welchem siebenKörbe voll Brocken übrig blieben, nichtdas anscheinend grössere, wo die Ueber-reste zwölf Körbe füllten. Letzteres Wun-der hatte der Herr aber mit Gersten - B.engewirkt; darin liegt die Erklärung, dassman in demselben weniger einen Hinweisauf die Eucharistie sah. — Auf dem be-
Fischen (Matth . 14, 17 ff'.; Luc. 9, 16; Joh.6, 4) und diejenige von sieben Broden undwenigen Fischen (Matth . 15, 36 f.) ist eineder häufigsten Darstellungen auf Gemälden,Sarkophagen, Grabsteinen, Goldgläsem, Mo-saiken. Man sieht den Herrn in der Regeldie eine Hand auf die dargebotenen Brode,die andere auf die Fische gelegt; zu sei-nen Füssen stehen Körbe mit je drei Bro-den (vgl. den grossen Sarkophag des La-teran - Museum, Kraus R. S. Taf. VII;Bottari tav. LXXXV); oder der Erlöserlegt die Linkeauf die Fische,während dieRechte denStab nach denin Körben amBoden stehen-den Brodenausstreckt(Bottari tav.
XIX; s. Ab-bildung Fig.
82). EineVa-riantederletz-tern Darstel-lung ist die des |
Sarkophagsvon S. Mariadi Trasteverebei Bottari III 201, wo statt des Stabesdrei Doppelstrahlen als Versinnbildung dergöttlichen Allmacht von der Hand Christinach den Körben ausgehen. Als eine hiero-glyphische Andeutung des Vorgangs hatman die fünf Brode und zwei Fische auf
Fig 82. Sarkophag-Relief (nachBottari).
kannten Bilde im Coemeterium der Lucina,wo der Fisch einen Korb mit B.en aufdem Rücken trägt, haben diese eine graueFarbe. Es sind die sog. mamphula, dieals Erstlingsgabe für die Priester in derAsche gebacken wurden. Zudem haben die-selben die Form der coronae, wie wir sieauch auf einigen andern Monumenten, z. B.auf der schönen Grabplatte im Lateran-Museum dargestcllt finden. Gewöhnlich zei-gen jedoch Gemälde wie Sculpturen runde,Jolle B.e mit Kreuzkerben. If Agincourt (Scult. tav. VIII, 20) veröffentlicht die Dar-stellung eines Mahles, wo neben dem sym-bolischen Fisch zwei B.e liegen, von denendas eine durch vier Linien in acht Theilegekerbt ist, während das andere in derMitte ein Kreuz zeigt, dessen Arme abge-stumpft sind. 1)E WAAL.
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Fig. 83. Grabstein, bei Per re t.
einem Grabsteine bei Perret (V, pl. XLVII 18 ,vgl. die beistehende Abbildung Fig. 83) an-zusehen.
Die regelmässig wiederkehrende Zusam-menstellung des Wunders mit der Hochzeitzu Kana, der Heilung der Blutllüssigen oderdes Blindgebornen legt nahe, dass der Sinndes Beschauers zunächst im Allgemeinenauf die Allmacht Gottes und seine Gewalt,die Kirche aus aller Drangsal zu reissen,hingewiesen wird. Diese Erklärung scheintdurch das sfc D-ioa Xouov in der Erzählungdes Wunders in den sibvll. Büchern VIII278 bestätigt zu werden. Dass auch der
brodvermehrung. Die wunderbareVermehrung von fünf Broden und zwei