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Erster Band. A - H.
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Capellanus — Casula.

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wiesen werden. Ueber Gottesdienst in Ka-pellen s. unter Hausgottesdienst.

CAPELLANIJS kommt am frühesten vorbei Anastas. Vit. Leonis I: hic constituitsuper sepulcra apostolorum custodes qui di-cuntur capellani ex clero Romano; vgl.Custodes. Ueber die Bedeutung des Wor-tes bei den mittelalterlichen Schriftstellerns. Ducange i. v.

CAPITILAVIUM , s. Waschungen.

CAPITOLINI nannten die Novatianer dieKatholiken, weil diese die auf das Capito-lium Romanum zum Opfern gegangenenLapsi wieder aufnahmen. Pacian. Ep. 2ad Sympron. Vgl. Bingham I 27.

CAPPA, s. Pluviale und Kleidung, litur-gische.

CAPSA, CAPSELLA , steht in verschie-denem Sinne:

1) Capsa navis für Schiff der Kirche odereinen Theil desselben in Act. ss. Martyr.African. bei Baron . Anna], a. 303, § 123:ascendit navim cum vinculis magnis et fuitin capsa navis diebus quattuor. Einige Hand-schriften haben Caseale.

2) Capsa =Reliquienbehälter, wofür auchCapsarium, Act. SS. Febr. II 614 bei Ge-legenheit des von Benedict von Aniane er-bauten Altars; dann Hormisdae Epist. p.475 ed. Migne (Capsellae in der Apostel-kirche zu CP.), [m MA. oft, s. Ducange .

3) Capsa bezeichnet den Behälter für dieElemente der hl. Eucharistie. Conc. vonOrange c. 17: cum capsa et calix offeren-dus est, et admistione eucharistiae conse-crandus. Vgl. Mabillon Comm. praed. inOrd. Rom. CXXXIX. Nach Ord. Rom .I 8 soll sie dem Papste vorgetragen wer-den , wenn er zum Celebriren geht: capsacum sanctis apertis, wo unter sancta na-türlich nur die zu weihenden Elemente ver-standen werden können. Ohne Zweifel wur-den auch die geweihten Elemente in sol-chen Capsao bewahrt (s. Turris).

4) Capsa = Evangeliendeckel, bei mittel-alterlichen Schriftstellern, s. Ducange.

5) Capsa ein Theil der Casula bei Gre-gor. Turon. Vit. PP. e. 7. Vgl. Ducange.

CAPTATOIIES, s. Erbschleicherei.

CARDIN ALES, s. Tituli.

CARI DEO. Tertull. De poenit. c. 9 (ca-ris dei ad geniculari et Omnibus fratribuslegationes deprocationis suae iniungere)scheint diesen Ausdruck für die Priesterzu nehmen, wenigstens ist dies die wahr-scheinlichere Auslegung gegen Bingham 137, der ihn = fideles setzt.

Real-Encyklopädie.

€ AßMEN CHRISTO. Dieser Terminusfindet seine christlich-archäologische Bedeu-tung durch den Bericht des Plinius d. J.Epp. X 97 an Kaiser Traian über die Chri-sten. Nach der hier erwähnten Aussageder vor Plinius als Christen Angeklagtenwar es Gewohnheit der Christen gewesen,,stato die ante lucem convenire carmenqueChristo quasi deo dicere secum invicem 1 .Aus dem citirten kurzen Berichte des Pli-nius können wir nichts Näheres über dieBeschaffenheit jenes carmen (Lobgesangs)eruiren, denn ,carmen 1 war die ganz allge-meine Bezeichnung für jede Wortfoi’mel,gleichviel, ob kurz oder lang, ob in ge-bundener oder ungebundener Spracliweise,ob für Gesang bestimmt oder nicht. Alleinabgesehen von einer auf Hauptbestandtheiledes christlichen Gottesdienstes abzielendenUntersuchung, lässt ausserdem die Geschichteder Hymnen aus den ersten Jahrhundertenkeinen Zweifel übrig, dass wir es an un-serer Stelle mit ausführlichen Dichterwortenzu thun haben. Eigene von und für Chri-sten verfasste Hymnen waren schon in derältesten Kirche gebräuchlich und hatten dieVerherrlichung Christi zum Gegenstände.Die Bischöfe selbst, eingedenk der aposto-lischen Worte bei Ephes. 5, 18—19, Kol.3, 16, ermahnten zu solchen christlichenGesängen, wie wir dies von dem mit Pli-nius gleichzeitigen Ignatius v. Antiochien (Ep. ad Ephes. c. 4 und ad Roman, c. 2)ausdrücklich wissen; und das bischöflicheMahnwort in Verbindung mit der begeistern-den Kraft des Christenthums Hess die Chri-sten frühzeitig und selbst productiv (de pro-prio ingenio, Tertull. Apolog. c. 39) aufdem Gebiete der religiösen Poesie auftre-ten, so dass der Presbyter Caius aus dem2. Jahrli. sagen konnte: ,wer weiss nicht,in wie viel Psalmen und Hymnen, die vonAnfang an von gläubigen Brüdern verfasstworden sind, Christus als Gott besungenwird? 1 (Eus. Hist. eccl. V 28.) Auch Eu-sebius dachte an einen christlichen Hym-nus , wenn er 1. c. III 33 das ,carmen di-cere 1 bei Plinius mit ,up.v£tv‘ übersetzt. Dassdie Apostaten vor Plinius nicht geradezuvon einem Hymnus redeten, mag seinenGrund darin haben, dass zu jener Zeit vonden Christen der Name .Hymnus 1 für eingeistliches Lied nicht gerne gebraucht wurde,denn das Wort ,Hymnus 1 , ursprünglich einLobgesang zu Ehren der heidnischen Göt-ter und Heroen, stand in zu naher Bezie-hung zu den heidnischen Festen und Opfern.S. meine Abhandlung über ,Plinius d. J. unddie Erstlingskirche in Bithynien zur ZeitTraians 1 in der Oesterr. Vierteljahrsschriftf. kath. Theol. 1872, IV. Heft, kküll.

CASULA , s. Kleidung, liturgische.

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