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Erster Band. A - H.
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Cella.

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Bischöfen von Seleucia als Stellvertreter desPatriarchen von Antiochien ( Neale EasternChurch I 141), dann bei den nestorianischenPersern, deren erster Kirchenfürst C. hiess{Procop. Bell. Pers. II 25). Auch bei denArmeniern und Aethiopiern kam der Titelin Gebrauch; man nimmt an, dass er einenPrimaten bezeichnet habe, der mehrere Me-tropoliten unter sich hatte, selbst aber einemPatriarchen untergeordnet war. Ygl. Du-cange a. a. 0.

3) In einem andern Sinne heissen beiTheophan. Yit. Constant. Copronymi dieBischofssitze in Born, Alexandrien, Jerusa-lem und Antiochien xa&oXixol ilpovot.

Die Bezeichnung der Könige von Frankreich (seitPipin 767) und von Spanien als ,katholi-scher 1 Könige gehört dem MA. an. kraus.

CELLA bedeutet ursprünglich eine Kam-me r zu verschiedenem Gebrauch, der durchdas beigefügte Adjectivum bezeichnet wurde.Eine solche Kammer konnte auch wohnlicheingerichtet sein und als Aufenthaltsort die-nen, etwa für die Sklaven (so gebrauchtdas Wort Cicero und Horaz ), für armeLeute ( Seneca ), für die Dienerschaft ( Vitru-vius). Die Bedeutung jedoch, die uns hierinteressirt, hat das Wort bei Cicero Phil.3, 12, bei Livius 5, 50 und bei Vitriwius,wo es gebraucht wird zur Bezeichnung je-nes Raumes im Tempel, in welchem dasGötterbild aufgestellt war, so dass wir esmit Kapelle übersetzen dürfen. Als aus-schliessliches TIaus des Gottes bildete sieden wichtigsten Bestandtheil des Tempels,das eigentliche Tempelhaus, und war darumauch an den Wänden gewöhnlich mit Ge-mälden geschmückt. Die C. war oben flachbedeckt, bei Hypäthraltempeln war sie zumTheil oben offen und nur theihveise miteinem auf Säulen ruhenden Dache bedeckt.Im Innern der C. war das Hauptsächlichstedie an der hintern Wand derselben ange-brachte Statue des Gottes, die oft mit einerBrustwehr oder einem Gitter eingefasst, oftauch durch einen Vorhang geschützt war.Vor der Statue, die in der ältesten Zeitaus Thon oder Holz bestand und gewöhn-lich mit rotlier Farbe angestrichen war,später aber aus Eisen oder Erz, meistensaus Marmor, mitunter auch aus Gold undElfenbein gebildet war, stand der meistensaus Marmor erbaute Altar, der eine rundeoder viereckige, auch dreieckige Form hatteund mannigfach verziert war. Oft standenmehrere Altäre wie mehrere Bildsäulen ineiner C., wie auch in einem Tempel oftmehrere neben einander oder zwei hintereinander liegende Cellon Vorkommen, in'"eich letztem Falle die Eingänge in ent-gegengesetzter Richtung, von vornen undvon rückwärts, angebracht waren. Ygl.

Lübker Real-Lex. des dass. Alterth., s. v.Templum.

Das Wort C. ist mit den beiden eben an-gegebenen Bedeutungen auch in den christ-lichen Sprachgebrauch übergegangen. Hin-sichtlich der Bedeutung Aufenthaltsort oderWohnstube 1 genügt es, an die Anordnungder Klosterräume zu erinnern, namentlichin der ersten Zeit der Klöster, als das ana-choretische und cönobitische Leben, dieLaura und das Coenobium sich mit einan-der vereinigten. Damals wurde an einementlegenen Orte ein grosses Coenobium mitKirche errichtet, im Umkreise aber dieReihen der abgesonderten Cellen, d. i. dieWohnungen der Ordensglieder. Seitdem hatdiese Bezeichnung sich erhalten bis auf denheutigen Tag.

Wie das Wort C. zur Bezeichnung derWohnung der Gott und ihrem Seelenheileausschliesslich Lebenden gebraucht wird, sofand es auch Anwendung auf die Ruhe-stätte derjenigen, die im Herrn entschlafenund zur Seligkeit eingegangen waren. Fürdiese Bedeutung des Wortes zeugt eine beiCherchel in Africa , dem alten mauretani-schen Caesarea, gefundene Inschrift, diebei Kraus R. S. 58 abgedruckt ist undfolgendermassen lautet: Aream et sepulcracultor verbi contulit j et cellarn struxit suiscunctis sumptibus 1 Ecclesiae sanctae hancreliquit Memoriam | Salvete fratres purocorde et simplici 1 Euelpius vos satos sanctospiritu | Ecclesia fratrum hunc restituit ti-tulum M. A. I. Severiani c. Y. De RosstR. S. I 96, 106. Wie aus dem Zusammen-hänge erhellt und namentlich durch denZusatz ,suis cunctis sumptibus 1 angedeutetwird, ist hier unter C. nicht etw r a ein Se-pulchrum, ein einzelnes Grab oder ein Lo-culus zu verstehen, sondern C. steht syno-nym mit dem Memoria der nächsten Zeileund bedeutet demnach soviel als Kapelleoder kleine Kirche. Und so ist diese In-schrift eine Bestätigung der Annahme vonMarchi und de Rossi, welche in den klei-nen Gebäuden, die man an den Eingängenmehrerer Katakomben in der UmgebungRoms aufgelegt hatte, kleine Kirchen er-kannten, Oratorien (Cellae). Für ihre Con-struction und ihr Verhältniss zu der Basi-lika der constantinischen Zeit muss auf dasin dem Art. Basilika S. 116 ff. Gesagteverwiesen werden. Diese Cellae sind alsozunächst Kapellen, die zum Gedächtnissder Verstorbenen errichtet wurden und alsCollectivgrab dienten, -wie die römischenColumbarien, die in den vielen Nischenmehrere Grabstätten enthielten. Wie sichdie alten vornehmen Römer Mausoleen alsFamiliengrabstätten erbauten, so bauten her-vorragende Christen zu gleichem ZweckeKirchen, wie z. B. Kaiser Constantin, der

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