Centralbauten.
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unzertrennlich mit den C. verbunden. Undso werden wir denn hier schon hingewiesenauf die Frage nach dem Ursprünge derchristlichen C. Dass in Byzanz nicht dieGenesis des Kuppelbaues zu finden ist,wurde bereits angedeutet. Ob aber nichtanderwärts im Orient diese Bauart zuerstin Anwendung kam, ist eine Frage, dienoch in den jüngsten Jahren lebhaft ven-tilirt wurde. Professor Unger in Göttingen (Encykl. v. Er sch und Gruber I 84 f.) leitetenämlich die europäischen Kuppelbauten abvon den buddhistischen Ileiligthümern, diein den schwunghaften Kuppeln der sassa-nidisdhen Palastbauten eine Nachahmunggefunden haben, und diese wären die Vor-bilder der byzantinischen Architektur ge-wesen. Dagegen erklärte Karl Schnaase (r. Lützoics Zeitschr. f. bild. Kunst III139 ff.)diese ganze Hypothese in allen ihren Punk-ten als unhaltbar. Die indischen Heilig-tliümer (die Topes oder Stupas) sind in derThat Steinmassen ohne Innenraum, denenman eine beliebige Form geben kann, wäh-rend die Kuppeln wesentlich Bedeckung einesInnenraums sind, deren Form nur das Re-sultat der Construction ist. Ferner schriebdie sassanidischo Sage selbst die Wunder-bauten ihrer Könige griechischen Meisternzu und räumte damit die Abstammung ihrerBaukunst von der römisch-bvzantinischenein, womit sie gewiss das Richtige traf.Denn gewiss entlehnten die hochgebildetenbyzantinischen Griechen ihre Kunst nichtvon den minder gebildeten Persern, und zu-dem lassen sich die sassanidischen Kuppelnmit ihren Abweichungen von den byzantini-schen eher für Nachbildungen als für Vor-bilder der letzteren halten. Die Ueberleitungdes Vierecks in das Achteck durch treppen-förmig ansteigende Bogen war schon in deraltchristlichen Kunst lange Zeit vor der Er-richtung jener sassanidischen Paläste ange-wendet, wie S. Lorenzo in Mailand beweist.Die ganze Hypothese fällt sonach, und esbleibt die Entstehung der Kuppelbauten aufeinheimischem römisch-griechischem Bodenum so sicherer, als diese so vollständig er-wiesen ist, wie irgend eine der grossenThatsachen der Kunstgeschichte. SelbstSolche, welche die Meinung, dass die.fo-rensische Basilika als Vorbild der christ-lichen Basilika diente, als antiquarischesMärchen bezeichnen, sind fest davon über-zeugt, dass die christlichen C. eine Nach-ahmung der altrömischen Rotunden sind.Die Römer hatten aber Central- und Kup-pelbauten nicht zunächst als Cultusgebäudebenützt, sondern vorzugsweise in weltlichenBauten, namentlich in denen, welche diegrandiosesten Aufgaben bildeten, in Palä-sten und Thermen, kamen sie zur Amven -1düng. Nischen, von Halbkuppeln bedeckt, j
bildeten die hauptsächlichste Zierde, unddie volle Kuppel blieb, nachdem Agrippa’sPantheon davon ein grossartiges Beispielgegeben, in beständiger Uebung. Aus demRömerthum waren auch die christlichenArchitekten, die Träger der constantinisclienKunst, hervorgegangen, in römischen Schu-len hatten sie ihre Bildung empfangen, anden Unternehmungen der letzten Vergan-genheit sich noch betheiligt; ihre ganzeKunst war und blieb die antik-römische(Bunsen Basiliken d. christl. Roms 59; Kreu-ser Christi. Kirchenbau 316). Kein Wun-der darum, wenn sie auch in Werken, diefür christliche Zwecke bestimmt waren, dieFormen des Centralbaues verwertheten, dader Glanz des Pantheon beständige An-regung bot. Und zwar wurden die For-men des Centralbaues auch im Christen-thum zunächst in Verbindung mit solchenAnlagen gebraucht, für welche derselbeschon im Alterthum eine fast typische Ver-wendung gefunden hatte (Bahn Ursprungund Entwicklung d. christl. Central- undKuppelbaues 20). Der eben genannte Au-tor, der auf ,fester und umfänglicher wis-senschaftlicher Grundlage 4 den Gegenstandin einer sehr gediegenen Monographie be-handelt hat, bemerkt, dass der Rundbauseinen Uranfang genommen habe im Grab-male und dass im Grabtempel der In-nenbau zum erstenmale reich gegliedert undin grossartiger räumlicher Ausdehnung deräussern Erscheinung des Gesammtbaues eben-bürtig entgegentrat. Solche Grabtempel sinderhalten in der Torre dei Schiavi an derVia Praenestina bei Rom (Isabelle Edif. pl.XXVI f., 72; Hirt Gesch. d. Bauk. II 424),beim Circus des Maxentius (Hirt a. a. 0.421, 424) und an der Via Appia (CaninaLa prima parte della Via Appia etc. T. IXf. 2 u. 3); auch der Juppitertempel zu Spa-latro ist wahrscheinlich als solcher zu be-trachten. Diese Grabtempel waren Rotun-den , deren charakteristisches Wesen Buhna. a. 0. 34 schildert. Auf kreisrundem oderpolygonem Grundriss erhebt sich ein Mauer-cylinder von beträchtlicher Stärke, welcherder Kuppel ein ununterbrochenes Unter-lager gewährt. Das Innere ist zwar einungesäulter einschiffiger Raum, entbehrtaber doch nicht aller Gliederimg und Be-lebung, da in symmetrischer Anordnungsich Nischen in die Mauerstärke vertiefen,die wol zur Aufstellung von Sarkophagenoder Statuen dienten. Diese Nischen sindmeistens acht, vier rechteckige, einschliess-lich des Eingangs über Krenz, und vierhalbkreisförmige im Sinne der Diagonalen;die ersteren mit Tonnengewölben, die letzte-ren mit Halbkuppeln nach oben abschliessend,i Diese Nischen erscheinen auch in Anlagen; mit rechteckigen G rundrissen und kommen