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Erster Band. A - H.
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Choreuten — Chrisma.

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andere Bischöfe, litterae paeificae, sipirpixa,aus ( Conc. Anlioch. can. 8; s. d. A. Litte-rae formatae). Sie durften in der Kathe-drale auch in Gegenwart des Bischofs dashl. Opfer darbringen, was den Landpriesternnicht erlaubt war; ,sie sind, 1 sagt die Sy-node von Neocaesarea im J. 314—325, can.14, ,Nachbilder (sit xureov) der 70 SchülerChristi; als Mitarbeiter (lu'üai"oupfoi) aberdürfen sie wegen ihrer Sorgfalt für dieArmen ehrenhalber das Opfer verrichten. 1Sie hatten ferner die Aufsicht über denKlerus und die Kirchen, die ihnen unter-geben waren, und visitirten letztere als Vi-care des Bischofs (Conc. Antioch. can. 10).Sie genossen den Vorzug, dass sie geradeso, wie die Bischöfe selbst, auf den Con-cilien Sitz und Stimme hatten, und findetsich das Concil von Nicaea von 14 Land-bischöfen mitunterzeic.hnet; auch die Actender Concilien von Ephesus, Chalcedon, Neo-caesarea u. a. enthalten Unterschriften vonC.n. Sie durften, wenigstens in Gallien (Conc. Reg. can. 3; die Concilien des Orientsschweigen hierüber), den Neophyten die hl.Firmung ertheilen. Endlich ertheilte ihnender Bischof die Weihe durch besondere Iland-auflegung (yetpo-o-äa), und wenn sie dadurchauch nicht einen neuen Ordo empfingen, soerhielten sie damit doch nicht bloss eine er-weiterte äussere Jurisdiction, sondern einegeistliche Gewalt, die der bischöflichen zwarnicht gleich kam, aber doch die der Presbyterüberragte. — Eine tiidtliche Wunde wurdedem Institut der C. beigebracht durch dasConcil von Laoclicea, das sie zu Visitatorenherabwürdigte; doch scheinen diese Verord-nungen nicht ganz in Vollzug gesetzt wor-den zu sein, denn es begegnen uns imS. Jahrli. noch sehr viele eigentliche Laml-bischöfe in den Flecken und Dörfern Africa’s.Am Ende des 8. Jahrh. werden in Gallien wieder häufig C. erwähnt. Ln Frankenreichaber hatten sie nicht auf dem Lande ihrenSitz, sondern an der Kathedrale selbst, undManche Bischöfe trieben grossen Missbrauch,indem sie sich ihrer Pflicht entzogen undeinen Choibischof als Vicar setzten (llincm.Rem. Ep. -14, c. 1 (»). Dagegen eifern dieSynoden von Paris (82!)), Aachen (83fi),Melun (845). Auch in England, wo Lan-franc sie abschaffte, residirten C. zu Can-terbury. Hierdurch gerieth das Institut der-selben so in Misscredit, dass RhabanusMaurus sich veranlasst sah, auf Grund deralten Canones für dasselbe aufzutreten (Opusc.81 iieeat chorepiseopis presbyteros et diaconosordinäre cum consensu episcopi sui). All-mähg verschwinden sic von dieser Zeit anund ihre Thätigkeit ging auf die Archidia-one und Ruraldekane über, wesswegen auch< lese bisweilen mit dem Namen C. bezeich-net werden. waxdixger.

CHOREUTEN, eine bei Timotheus Con-stantinopolitanus (de iis qui ad fidem cath.accedunt: Mapziawutat, ot ir.b Mapxiavoütgu xpairsJiTou xal Mijja/.iavol xal Euytraixal ’EvöoojiaJxal xat Xopio-at u. s. f.; vgl.Cotel. zu Const. Ap. lib. V, c. 15, p. 319)erwähnte Secte, welche am Samstag fastete.Vgl. Ringham IX 59.

CHRISMA (ypi3p.a). Dieses Wort kann sei-ner Etymologie nach allerdings auf sämmt-lielie, in der kirchlichen Praxis vorkom-mende hl. Oele bezogen werden; allein derGegensatz von ypcrp.a, bei dem der Neben-begriff des Wohlriechenden vorherrscht, zueXaiov, Salböl ohne wohlriechenden Zusatz,und zu aAEi|A|xa, das zwar wohlriechend, aberflüssiger als das ypTjgot war, führt uns vonselbst dazu, das C. hier in seiner eigent-lichsten Bedeutung als jene Mischung vonOlivenöl und Balsam aufzufassen, welchevon der Kirche bei verschiedenen liturgi-schen Handlungen, bei der Taufe, Firmung,Priesterweihe, bei der Salbung eines neuenAltarsteines, Kelches, bei der Consecrationeiner Kirche und bei der Weihe des Tauf-wassers, als sacramentftlisches Symbol be-nützt wird. Zu kirchlich-liturgischen Sal-bungen bediente man sich in den ältestenZeiten des gewöhnlichen Oeles. Cgpr. Ep.70 ad Ianuar.; Opiat. Milet . De schism.Donatist. 1. Vif; Basil. De spirit. S. c. 17.Aber vom (>. Jahrh. an begann man dasOel mit Balsam zu mischen. Dieser Balsam,eine Art wohlriechenden Harzes, wird ausdem unter dem Namen ßxXiajAoi bekanntenund in Judäa und Arabien wachsendenBaume gewonnen und als ÖJTo|5aX3a|Aov vonden Classikern verzeichnet. Der judiiisch-arabische Balsam blieb bis zum l(i. Jahrh.in der abendländischen Kirche in Gebrauch;von da an aber wurde durch die Spanieraus Westindien ein neuer und besserer Bal-sam eingeführt, dessen Verwendung zurBereitung des C.s die Päpste Paul III undPius rV gestatteten. Relliccia De Christian,eccl. politia T 33. Die Orientalen begnüg-ten sich mit der einfachen Mischung vonOel und Balsam nicht; die Griechen be-dienen sich hierzu einer Zahl von 40 Gat-tungen von Specereien, und die Mnronitenbereiteten vor ihrer Wiedervereinigung mitder römischen Kirche ihren C. aus Oel ,Balsam, Safran, Zimmet, Rosenessenz, weis-sem Weihrauch u. dgl. m., wobei Olivenölund Balsam immerhin die wesentlichste Sub-stanz blieb. Eine Segnung des kirchlichenSalböls zählt Basilius De spirit. S. c. 27unter die Gebräuche apostolischer Tradition,eine Behauptung, die mit Rücksicht aufJak. 5, 14 eine gewisse Berechtigung hat.Für das hohe Alter der Oelweihe sprechenausserdem Cgpr. Ep. 70, Cg, ill. Hierosol.

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