Cilicium — Cingulum.
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8päternZeit angehört,aber, wie das C. inS. Agnese, eine unge-fähre Vorstellung desaltchristlichen C.giebt. Näher kommtdem letztem viel-leicht noch das jetztim Museum zu Peru-gia befindliche C. auseiner alten Kapelledi S. Prospera vorPerugia : ein spitzerAltarbaldachin ausweissem Marmor, derauf vier Compositsäu-len ruht; die Platteder mensa wird vonEinem Pfeiler ge-tragen.
Ueber dem C. waren oft sog. Cröteres(scyphi) angebracht (Ens. Vit. Const. III31; Anastas. in Leone 3 al.), und zwarvon verschiedener Form {Paul. Sil. II 313:crater in folia dispartitus = lilia), von Iu-stinian mit der ayocTpa über das C. gestellt.Jener xparrjp heisst auch xptvoi und £ra-otÄXtov, lilium bei Leo Ost. HI 28, Anast.in Leone 3; Greg. M. Ep. I 66: ,ciboriiparti extrenme impositae erant lilia aureaseu crateris labia in liliorum speciem effictaerant, ex quibus sphaerae s., ut Codinonuncupatur, päjXov enascebatur, cui cruxlapidum fulgore coruscans insistebat 1 . Du-cange in Paul. Silent. 219 f., ed. Venet.,der überhaupt hier zu vergleichen ist. BeiPaul. Silent, ist das ;XJjXov = polus. DasBema stellte den Himmel dar, daher dieOeffnung der Vela diejenige des Himmels:C'hrgs. Ilom. 8 ad Eplies. Ueber dem Po-ms stand, wie gesagt, das Kreuz. Nicol. IEp. 2; Anastas. in Leone 4; Paulin. Epigr.II 2; Ep. 2 ad Sever.; Honor. Augustod.I 135. Das C. heisst auch "upyo c, Thurm.Silent. II 203; German . CP.; Fortunat.Pict. HI 23; Flodoard . II 6 u. s. f. K.jII. Ciborium minus vel itinerarium imDegensatze zu umbraculum altaris, wird erst«n MA. (Ord. rom. in bibl. patr. Lugd. XIII‘24) zur Bezeichnung des Speisekelches ge-bräuchlich und ist jetzt noch in den römiscli-liturgischen Büchern durch pyxis oder vas‘Laer. ep. II 30, n. 3) ersetzt. In den er-®ten Jahrhunderten führte das Gefäss zurut bewahrung der Eucharistie den Namentca (Tertull. De laps.), columba, peristera\ nast. in vit. Silv.), capsa ( Conc. Ar aas.i a. 441), nanistrum viminemn (llieron.P- 125 ad Rustic.; vgl. den Fisch miteidenkörbchen auf dem Rücken in deracramentskapolle der Callistus-Ivatakombe),uieca argentea (Boiland. Act. SS. Oct. Xturris {Greg. Tur . Mir. 1 86), pyxis
( Hincm . c. 8; Hard. V 396, 9. Jalirh.).S. Pyxis; Taube, eucharistische. a. schmid.
CILICIUM, der Bussgürtel, ursprünglichdas härene Busskleid, in welchem die Pö-nitenten sich im Atrium der Basilika dar-stellten und in welchem sie bei der Los-sprechung erschienen. Conc. Tolet. I, c. 2(qui sub cilieio divino reconciliatus est al-tari). Vgl. Bingham VIII 119.
CIMELIARCHAE (xeipeXiorp/ai) = The-saurarii, aucli foXaxes xtüv xeijuXuov, dieSchatzbewahrer der reichen Kirchen, inConstantinopel Grossdignitare (6 pi-yat axsoo-cpuXai;, auch 6 pipxc saxsXXdptoc in den Klö-stern). Vgl. Saecularii.
CINERARII , s. Kleidung der altenChristen.
CINGULUM. Bei langen und weiten Ge-wändern ist der Gürtel ein so nothwendigerund sich von selbst ergebender Tlieil derKleidung, dass wir ihn schon in den älte-sten Zeiten sowol bei Juden als Heidenfinden. Zur Zeit Christi und der Apostelbedienten alle bekannten Völker sich diesesGewandstückes, und zwar der Sklave wieder Kaiser, die Männer wie die Frauen(Hefele Beiträge II 178). Wir finden denGürtel demgemäss in zahlreichen Sculpturenund Gemälden der Katakomben und aufGoldgläsern. Trug man die Tunica bis zuden Füssen herabwallend, so wurde dieselbeum die Brust gegürtet (Apocal. 1, 13). Sotrugen ihn besonders die Frauen; Beispielebei Garrucci Vetri Tav. XXI 3,4, ob-gleich, namentlich bei jüngeren Frauens-personen, der Gürtel, dann £u>vy) genannt,auch vielfach um die Lenden getragenwurde {Garrucci Vetri Tav. XXI 1, 5, 6).In letzterer Weise wurde er, dann Cioj-rjpgenannt, auch von Männern bei der Arbeitund auf Reisen getragen, und diente dazu,um die Tunica aufzuschürzen (Exod. 12,11; Luc. 12, 35). Die Frauen trugen, wennsie die Tunica aufschürzten, häufig sowolden obern als den untern Gürtel, währenddie Männer alsdann, bis auf wenige Aus-nahmen, nach den auf uns gekommenenDarstellungen nur den untern Gürtel tru-gen {Rieh Illustr. Wörterb. d. röin. Altertli.,übers, von Dr. C. Müller, V. Succinctus).So sehen wir den guten Hirten in einerDarstellung mit beiden Gürteln {Buonar.Osserv. Tav. IV 1), sonst immer mit demJ<o3rijp umgürtet, stets aber alticinctus,d. Ji. die Tunica bis über die Kniee auf-geschürzt, um auch hierin seinen Eifer, dasverlorene Schaf zu suchen, zum Ausdruckzu bringen. Eine besondere Art von Gür-tel, redimiculum genannt (welches Wortauch die Bänder zum Binden der Mitra
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