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Erster Band. A - H.
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Circumcelliones — Classiker.

bezeichnete, Isidor. Etymol. XIX 31, 5),wird von Isidor (Etymol. XIX 33, 5) alsobeschrieben: redimiculum est quod succin-ctorium sive brachiale nuncupamus, quoddescendens per ccrvicem et a lateribus collidivisum, utrarumque alarum sinus ambit,atque hinc inde succingit, ut constvingenslatitudinem vestes ad corpus contrahat at-que coniungendo componat. Hoc vulgo bra-chile, quasi brachiale dicunt, quamvis nuncnon brachiorum, sed renum sit cingulum.Succinctorium autem vocant, quod, ut dictumest, sub brachiis ductum alarum sinum am-bit atque hinc inde succingit. So gegürteterscheint der gute Hirt in einem Decken-gemälde des Coemeterium SS. Petri et Mar-cellini inter duos lauros ( Aringhi R. S. II67), und man darf in der kreuzweisen Ver-schlingung des Gürtels auf der Brust wolmit Buonarruoti (Osserv. 167) eine Hinwei-sung auf das Kreuz finden. (Ueber eineDarstellung eines geflügelten Genius, wel-cher in gleicher Weise ein Purpurbandträgt, s. Buonarruoti 1. c. tav. XXVIII 2und p. 187; Garrucci Vetri Tav. XXXV 7und p. 192.) Auf einem Goldglase ( Gar-rucci Vetri XXI 1) erscheint der Gürtel mitschildartiger Verzierung geschmückt. Mandarf daraus wol den Schluss ziehen, dasswenigstens gegen Ende des 3. oder im An-fänge des 4. Jahrh. diese Mode der römi-schen Gesellschaft (Florns: vestis ingcntibusobstricta gemmis; Claudian. : fulva nodaturiaspido pectus bei Garrucci Vetri 128 not.;cfr. ib. Tav. XXII 1) auch bei den christ-lichen Frauen Eingang gefunden hatte. —Was den Gürtel im liturgischen Ge-brauche an geht, so machte der Gebrauchder Albe (s. Alka) denselben nothwendig;wie die Albe (Frohst Kirchl. Discipl. in d.drei ersten Jahrh. 84 ff.) müssen wir auchden Gürtel zu den frühesten liturgischenGewandstücken rechnen (s. Kleidung, litur-gische). HEUSER.

CIRCUMCELLIONES . Als Constantin d.Gr. nach wiederholter Untersuchung undEntscheidung gegen die Donatisten endlichmit Strenge einschritt, ihre Kirchen weg-nahm und ihre angesehensten Bischöfe indie Verbannung schickte, erwachte unterden Sectirern eine grosse Erbitterung undsie erlaubten sich vielfache Gewaltthätigkeitgegen die Katholiken. Ihre Wuth stei-gerte sich, als Constans wahrscheinlich baldnach dem Antritte seiner Regierung diestrengen Gesetze seines Vaters erneuerte,und es thaten sich jetzt meist aus den nie-deren Ständen ganze Schaaren zusammen,welche unter Anführung von Klerikern oderLaien ollen gegen die Katholiken in Kampftraten und eine Fülle von Leiden über siebrachten. Sie nannten sich selbst Agoni-

stici; ihre Gegner hiessen sie C. (Circellio-nes, Circuitores), weil sie circa cellas rusti-canas umherziehend ihr Unwesen trieben(August. Contr. Gaudent. I, c. 28). Sieforderten mit Gewalt ihren Unterhalt, ver-nichteten die Schuldbücher, blendeten diekatholischen Geistlichen entrissen ihnenihre Kirchen u. s. w., und zu den Freveln,die sie gegen ihre Gegner verübten, ge-sellte sich mancherlei Verderbniss unterihnen selbst, insbesondere eine krankhafteSehnsucht nach dem Martyrium, so dassnicht wenige sich selbst den Tod gabenoder andere nöthigten, ihnen das Leben zunehmen. Die Raserei erhielt sich durchdie zweite Hälfte des 4. Jahrh. und nochetwas länger, und wir erfahren von ihrnamentlich durch Optatus De schism. Donat.II, c. 18 sq., III, c. 4, sowie durch Augu-stin in seinen verschiedenen Streitschriftengegen die Donatisten. funk .

CIRCUMCLSIO, s. Feste des Herrn.

CIRCUS. Den Theilnehmern an diesenSpielen war wegen der innigen Verbindungderselben mit idololatrischen Gebräuchenund dem grausamen Charakter derselbendie Taufe verweigert (Constit. Apost. VIII32); traten Getaufte als Mitwirkende im C.auf, so galt dies als Apostasie und schlossvon der Communion aus (Gone. Arelat. I,c. 4). Hieronymus Vit. Ililarion. c. 13 er-zählt die Bekehrungsgeschichte eines sol-chen Agitator.

Ohne Zweifel galt auch das Zuschauonbei den Cirousspielcn in der altern Zeit alsdurchaus sündhaft und unerlaubt; vgl. Ter-tull. De spoctac. c. 4. Später muss sichdie Disciplin in dieser Hinsicht gelockerthaben; Theodosius d. J. verbot die Ab-haltung der Circusspiele an Ostern und Pfing-sten, und zwar für die ganze Octave, ,solange die Neugetauften das weisse Tauf-kleid trugen 1 . Das Ungestüm, mit welchemdie kurz vorher durch die Zerstörung ihrerStadt heimgesuchten (wahrscheinlich dochchristlichen!) Trierer vom Kaiser Circusspieleverlangten (Salvian. De gubern. Dei VI,§ 85, ed. Halm. 81) legt ein trauriges Zeug-niss ab, wie selbst bei der christlichen Be-völkerung die Leidenschaft für diese Spieleüberhand genommen. kraus.

CLASSIKER, Lectüre derselben bei denChristen. Zur Zeit, als das Christenthumin die Welt eintrat, stand die profane Bil-dung im römischen Reich in hoher Blüte.Für den hohem Unterricht der .fugend gabes öffentliche Schulen und Privatschulen ingrosser Zahl, in welchen die sog. eneykh-sehen Wissenschaften (ta i'ptuxXia jAafbjp-* Ta ’ta tjx. ~aio£'j|j.aTa, q i'CzuyjoratSsta), näm-lich Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Aritli-