Band 
Erster Band. A - H.
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530
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Flabellum.

spir. § 196, wo nur das Spiel der die hl.Geheimnisse nachahmenden Hirtenknabenerzählt wird: rote cpaxtoXioi? sppnu£ov), Chron.Alex. a. 624 bei Menard Not. ad Sacram.Greg. 319, wo pretiosa muscaria, xtp.ta pi~i-Sia genannt werden); vgl. spätere Heiligen-biographien, z. B. Vit. Nicetae bei SuriusApr. 3 (hetr. des hl. Athanasius), Yita s.Epiphanii eb. Mai. 12 (wo Epiphanius einemaussätzigen Diakon das E. abnimmt). An-dere Beispiele sammelte Ducange i. v. Dementsprechend finden wir das F. in den orien-talischen Ritualien als Attribut der Diako-nen erwähnt ( Euchol. gr. 253 : a'/'- r JV pnrtSiov,und 251; Martern De ritib. eccles. II 525,545, 559, 579, 580); besonders häufig warder Gebrauch des F. in der armenischenKirche ( Neale Eastern Church 396), inder syrischen soll er dagegen nicht Vor-kommen {? Rmaudot II 80). In der latei-nischen Kirche scheinen auch andere Kle-riker zur Handhabung des F. verwendetworden zu sein. Der Gebrauch des F. beiden Lateinern ist zwar in dem Ordo Rom.nicht erwähnt, wird aber sowol durch Ab-bildungen (s. unten, bes. das Goldglas), alsdurch erhaltene Exemplare bestätigt. ImJ. 535 wurde ein Diakon wegen falscherAnklage seines Bischofs, während er amAltäre das F. hielt, entfernt ( Moschus Prat.spir. § 150). Es erscheint das F. in älte-ren Mönchsregeln, so von S. Benigne inDijon {Martine De ant. monach. rit. IV 61),bei S. Hildebert, der einem seiner Freundeein F. schenkt {Durand. De rit. eccl. X 2),noch im Ceremoniale der Dominicaner.Seit dem 14. Jahrh. kommt es meist inWegfall; doch irrt der Verf. des Art. inSmith Dict. 677, wenn er, wie Martigny ,das bei feierlichen Veranlassungen demPapste vorgetragene F. für den einzigenRest der alten Sitte hält; in vielen italieni-schen Kirchen hat sich der Gebrauch grosserfächerartiger Schirme mit langem Stil heiUmzügen und selbst am Altäre erhalten.

IV. Darstellungen von Flabella . Dieälteste Darstellung eines F. dürfte die desGoldglases sein, dessen wir bereits oben S.

Fig. 186. Goldglag mit Flabellum.

384 gedacht haben {Boldetti202; Garrucci Vetri tav.

31 1 ; unsere Abb. Fig. 186).

Ihr wol ziemlich gleichzeitigist die Darstellung eines F.in dem Kalendarium Buche-rianum (4. Jahrh., BoucherDe doctr. temporum 279;unsere Abb. Fig. 187). Un-gewiss ist nur, welcher Zeitdas von Goar Euchol. 137gegebene griechische F. an-gehört, welches einen En-gelskopf mit sechs Flügelnam Ende eines Holzschafteszeigt (vgl. Bona Rer. lit.

I, c. 25; unsere Abb. Fig.

188). Ebenso unbestimmtist ihrer Zeit nach das Alter pi? . 187 . Plabellumdes unten Fig. 189 nach des Kal. Bucheria-Martigny abgebihleten, Le num '

Brun V 58 entlehn-ten F. eines arme-nischen Diakons.

Eine Miniatur der Bi-blioth. Barberini inRom zeigt uns einrömisches F., das einDiakon dem celebri-renden Priester überdas Haupt hält (s. un-sere Fig. 190 nachMartigny ). Ganz ähn-lich ist eine Miniaturin einer Handschriftder öffentlichen Biblio-thek zu Rouen , woder celebrirende Bi-schof eben im Act derElevation begriffen ist.

Das F. scheint hiernur ein Pergament-blatt zu sein, das aufeinem Griff aufge- Fig. 18 S. Griechisches Fla-steckt ist (Abb. bei bellum (nach Goar).

Smith Dict. I677 , Fig. 7).

Beide Denkmä-ler gehören be-reits dem MA.an, ebenso dieFlabella, welcheman auf einerTrierer Hand-schrift (Abb. beiSmith a. a. O.

676, Fig. 4) undin dem Book ofVeils (Abb. beiSmith a. a. 0.

Fig. 3, beidenach WestwoodAnglo-saxon .

Fig. 189. Armenisches Flabellum.