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Gabata — Gastfreundschaft.
Kirchen, z. B. zu Florenz , gebräuchlichenZahl s. Bernd. XIV De festis I, n. CLXXXbis CLXXXIII. Als fromme Uebung de-müthiger Nächstenliebe hat sich diese F.nicht bloss in den Klöstern, sondern auchan den katholischen und den schismatisch-griechischen Höfen erhalten, und zwar auchbei letzteren am Gründonnerstag, nicht wieFluch Lit. II 674 behauptet, am Charfreitag.
5) Die F. an allen Samstagen desJahres wird in der Kegel des hl. Benedictc. 35 vorgeschrieben; dieselbe mag ihrenUrsprung in der Salbung der Füsse desErlösers durch Maria Magdalena am Sams-
tage vor seiner Kreuzigung (Joh. 12, 3)gehabt haben; wenigstens wird mit diesemEreigniss die im MA. durch die Priesteram Samstage vor dem Palmsonntage anArmen vorgenommene F. in Beziehung ge-bracht ( Durandus Rat. c. 92 u. 95). Ygl.Förster F. W. De pedilavio Christi, Erf.1690; Krackewitz De pedil. Chr., Rostock 1707; Hoffmann De vera et falsa pedilaviiChristi imitatione, Yiteb. 1740, rec. 1748;Ittig Th. De pedilavio Christi imitando,Lips. 1699, rec. 1714 (in dessen Exercitt.theol. 198—264); Paciaudi De sacr. Chr.balneis. Rom . 1758, 111 f. heuser.
u.
GABATA, cavata, verdorben in gravata:Isidor. XX 4: lancis, gavata, quasi cavata,g. pro c. littera posita; Papias : g. patena,vas, quasi cavata. Gloss. Basil.: xauxout,■ydßaxa. Ygl. Martial. VII, Epigr. 48; For-tunat. II 9 (carnea dona tumens argenteagavata perfert); Ennod. Epigr. 9 de com-postile habente septem gavatas, soviel alslances oder d-iscos. Bei Hesych. Yaßa&ov,xpußXi'ov. Bei mittelalterlichen Schriftstellern(s. Belege bei Ducange i. v.) kommt dasWort zur Bezeichnung der drei vor denAltären brennenden, Hängelichter tragen-den Schalen vor. So Anastas. 128, 131.Macri Hierol. i. v. I 421 bildet eine solcheaus (späterer Zeit) ab, wie sie in der päpst-lichen Kapelle seinerzeit als ,ewige Lampe 1diente, mit der Bemerkung, dass in diesenLampen nicht Oel, sondern Wachskerzengebrannt wurden. Smith’s Dict. I 705 giebtdie Macri’sche Zeichnung vollkommen phan-tastisch wieder. kraus.
GALILAEA. I. TaXiXaia, bei den Grie-chen die feria tertia nach Ostern, weil andemselben das Evangelium verlesen ward, inwelchem die Jünger nach Galiläa zu gehengeheissen werden. Leo Gramm, in Const.Porphyrog. 495; Anonym. Comheßsn. 13 u. a.Stellen, welche Ducange gesammelt hat.
II. Schon im frühem MX. heisst G. einTlieil der Kirche (locus iste, quo processio-nem suprema statione terminamus, recte anobis G. nuncupatur, Hup. Tuit. De div.off. V 8); nach Mabillon Ann. Ben. IV 187das Schiff der Kirche, nach A., und wahr-scheinlicher der Eingang oder die Vorhalle,der Porticus. Ygl. die Belegstellen bei Du-cavge i. v.
GALILÄER, s. Spottnamen der altenChristen.
GALLE RIEN, s. die Artt. Basilika, Cen-tralbauten, Katakomben.
GALLISCHE LITURGIE, s. Liturgie.
GALNABIS ( galnape, galnapes, gaunape),ein Kleidungsstück, dessen in den Mönchs-regeln öfter gedacht wird: Reg. s. Isidor .c. 14; Fructuosi c. 4 (beide Holsten II 127,139). Bei Caesar. Arelat. wird in seinemTestament die G. einer Tunica gleiehge-setzt: cum casula villosa et tunica vel gal-nape, quod melius dimisero. Andere Be-lege bei Ducange i. v., der das Wort vonGalbannus (vgl. Iuvenal. Sat. 3; Martial.III 40) ableitet. In Smith’s Dict. 705 wirddie wahrscheinlichere Etymologie Gauna-cum, favvax-qc, xaovdxYjc (Hesych. x., axp(i)-p.axa f ( £TiißoXaia £xspop.aXXrj) vorgeschlagen.
GAMMABIA und GAMMADIUM ist eineaus vier P in Kreuzesform gebildete Ver-zierung ^ p, welche unter den Geschenken
der Päpste an römische Kirchen von Ana-stasius mehrfach erwähnt werden (AA. SS.Maii III 393); vielleicht bezeiclmete manmit diesem Namen auch die Gewandstiiclceund Vorhänge, auf welchen sich diese Ver-zierung befand. Mit Unrecht hat man die-sen Namen auch den mit einem einzelnen Ioder überhaupt den mit einzelnen Buch-staben bezeichneten Gewändern auf denaltchristlichen Mosaikbildern beilegen wol-len. S. Benedictus Mellini bei CiampiniYet. Mon. I 98 gegen Macri llierolex.unter dem Worte Gammadia. Ein Mosaikdes 10. Jahrli. im Lateran ( Ciampini Vet.Mon. III, tab. IV) zeigte eine mit Gammadiis,ähnlich wie noch jetzt das Messgewand dergriechischen Bischöfe mit Kreuzen, ganzbesetzte Casel. heuser.
GASTFREUNDSCHAFT , schon von Chri-stus empfohlen (Matth . 10, 40—44; 25, 35u. 46) und von den Aposteln geboten (Röm.12, 13; Ilebr. 13, 2; I Petr. 4, 9), nahm