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Erster Band. A - H.
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Gebet, liturgisches, und Gebetsformularien.

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d. Gr. Ep. 1. IX 12 sagt, dass der litur-gische Gebrauch des Halleluja aus derjerusalemitischen Kirche stamme, worannicht zu zweifeln ist. Demnächst kam dasHosanna (Hosianna für hoschianna = hülfdoch, gieb Hülfe!) aus Ps. 118, 25 in Ge-brauch. Diese Jubel- und Begrüssungsformel,nach I Chron. 16, 35. 36 im jüdischen Cultebefohlen und am Laubhüttenfeste üblich,hatte durch ihre Anwendung beim Ein-züge in Jerusalem (Matth . 21, 9. 15; Marc.11, 9 f.; Joh. 12, 13) geschichtliche Be-deutung erlangt und wurde bei der Abend-mahlsfeier gesprochen ( Const. Apost. VII,c. 26 u. VIII, c. 12: p.apav &&«• <5>oawa tcüulcü Aaßi'S, suXoy7]|aevoc 6 sp^op-evos ev dvop/raxopi'ou, hei? xuptoc 6 ETucpavslc rjp.iv h uapxi.Für den ausgedehnten Gebrauch des Ho-sanna zeugen viele Nachrichten, namentlichaus den Apokryphen, z. B. Ev. Nicod. I Abei Tischendorf Evang. apocr. 210 und be-sonders in der griechischen Recension B299. Vgl. Hegesipp. bei Euseb. H. e. II,c. 23. Hegesipp in seinem Berichte überden Martyrtod des Jacobus bietet die ältesteSpur dieser Formel. Sie findet sich sodannin der griechischen Liturgie des Chrysosto-mus bei Goar Euchol. 76, 135 und in denabendländischen Liturgieen. Ueber Amens. diesen Art. Das Kyrie eleison (xopie £Xet)-aov), der Zuruf der Leidenden an den Herrnim N. Test. (Matth . 15, 22; 9, 27; 20, 30u. a.), aber auch schon in Psalmen, wiePs. 51,1; 123, 3, anklingend, ging alsRuf der Gemeinde um Erlösung von Sündeund um Gnade ebenfalls frühe in die christ-liche Liturgie über, wie die Liturgia s. Ia-cobi bei Daniel Cod. liturg. IV 90, 95 al.und in den apostolischen Constitutionen.Nach Augustin. Ep. 178 beteten früher dieSyrer, Armenier und Gothen das Kyrie inihrer Sprache. Ueber dessen Einführung indie gallicanische Liturgie vgl. Conr. Vas.(492) c. 3. Auch das genannte Mar anAtha (= der Herr kommt) war als Epi-phonem bei der Liturgie im Gebrauch undscheint als eine Art Erkennungsformel undLosungswort in der jungen Kirche gegoltenzu haben, wozu der Apostel I Kor. 16, 22den Anfang machte. Doch muss dieser Aus-druck allmälig aus dem Gottesdienste ver-schwunden sein; dass aber noch anderearamäische Formeln in der alten Liturgievorkamen, sehen wir aus Apocal. apocr.56 (Lips. 1866). Ausser den genanntenhebräischen Formeln hat ferner das Tris-agion des Isaias 6, 1 frühen Eingang indie Liturgie gefunden. Neben der StelleApok. 4, 8 zeugt hierfür Tertull. De spect.c. 25: quäle est enim ... ex ore, quo Amenin Sanctum protuleris, gladiatori testimo-nium reddere? d-’ atiüvoc (Doxologie) aliiomnino dicere nisi Deo et Christo? Und

De orat. c. 3: cui illa angelorum circum-stantia non cessant dicere Sanctus, Sanctus,Sanctus. Proinde igitur et nos angelorumsi meruerimus candidati, iam hinc coelestemillam in Deum vocem et officium futuraeclaritatis ediscimus (als Candidaten der En-gel lernen wir hier jene himmlische Anredean Gott . . .). Ebenso die Acta s. Perpet.ed. Ruinart 142: introivimus et audivimusvocem unitam: agios, agios sine cessatione.Wie einzelne Psalmverse und aramäischeFormeln, so haben aus dem N. Test, dieBegrüssungsworte : yapic, Eip^vr) up.iv als-bald liturgischen Gebrauch gefunden undsind auch in mehrfacher Modification in Pri-vatschreiben üblich geworden {Giern. Rom .Ad Cor. I, 59; Tert. De virg. vel. c. 17, fin.).Aus jenem Grusse ging die Eingangsformelzum Gottesdienste: ,Gnade und Friede 1 oder,der Friede Gottes mit euch Allen 1 , sowieder Schlussruf: aTCoXuasafis h EcprjvTj {Const.Apost. VIII, c. 11, 12 u. 14) hervor. End-lich gehören hierher die Doxologieen,wie EuXo'fvjToc sic touc aicüvac ap/qv (Röm. 1,25; 9, 5; II Kor. 11, 31), die ebenfalls analttestamentliche Doxologieen sich anleh-nen; vgl. Ps. 144, 1; 72, 18 u. 19. Na-mentlich die neutestamentliche Doxologie:tu t) <5d£a stc rouc aicüvac dcp.ijv (Röm. 11, 36),welche in mannigfachen Variationen sich fin-det und nachweisbar im 2. Jahrh. bei dereucharistischen Feier als Epiphonem vor-kommt {Iren. Adv. haer. I, c. 5: dXXa xalTjp.Sc hm TTjc Euyaptaxtac XsyovTac sic toucaicüvac tcüv aituvtov). Noch öfter treffen wirin den ältesten Liturgieen die aus Chryso-stomus bekannte Doxologie: EüXoyTjTÜc 6

9 eÖC Tjp.cüv TCGCVTOTS, vüv xal ÖCEt xal Stc TOUCaicüvac tcüv aicuvwv ap.ijv {Goar Euchol. graec.47 u. ö.). Die Form: «ol (cp) 6 o£a sie toucaicüvac . • welche sich mit verschiedenenAenderungen in den Const. Apost. (z. B.VII, c. 25; VIII c. 3) findet, treffen wirauch bei Tert. De orat., fin.: cui (domino)sit honor et virtus in saecula saeculorum.Clem. Rom . Ad Cor. I, c. 20. Ebensoschliessen fast alle neutestamentlichen Apo-kryphen mit solchen Lobpreisungen, wasindirect für deren liturgischen Gebrauchspricht. — Von diesen neutestamentlichenAnsätzen und Spuren von Formeln abge-sehen, gewinnen wir eine genauere Kennt-niss von den ältesten Gebeten erst aus denapostolischen Constitutionen, dem ältestenCodex liturgicus, und damit stimmen dieskizzenhaften Andeutungen bei lustin imWesentlichen zusammen. Wenn Ignatius(69 — 116 ) Ep. ad Magnes. c. 7 von p.taTtpoasu^rj , p.ca Setjcsic in den gottesdienst-lichen Versammlungen spricht, oder AdEphes. c. 5 von hohen Worten der irpoa-su)$ tcüv Iitwxoicojv, und es beklagt, dassdie Häretiker Euyaptcmac xal irpoaEu^Tjc sich