Gefässe.
581
l, tav. XXIII 2, 4; Inscript, n. 316, 356,
357, 585, 594, 598); die erstere Deutungist zulässig, wo sie durch andere Indicienunterstützt wird, wie in einem Diptychonbei Gori (Thes. vet. dipt. III 25, tab. VII).In diesem Ideengang heisst es auch in einerGrabinschrift in der Basilika des hl. Felixzu Nola, welche wahrscheinlich vom hl. Pau-linus von Nola verfasst wurde: cum tubatemBILIS SONITV CONCVSSERIT OR-BEM excitaeque anMA, E RVRSVM INSVA VASA REDIBVNT (de Rossi Bull.1875, 31). HEUSER.
GE FASSE, heilige, vasa sacra, sacrasupellex, CTy.£ur) Iv.'/lrpiaa-v/.ä oder Ssjjtoti xd(Laod. c. 21), wie auch die Lateiner vasadominica ( Arelat. 314, c. 13) und ähnlicheBezeichnungen gebrauchten; vasa. mysticanennt sie Ambros. De off. II, c. 28. Eigen-thümlich ist der von den Juristen entlehnteAusdruck ministeria, Abendmahlsgerätlie,in verschiedenen Wendungen; so ministe-rium quotidianum bei Gregor. Turon. Deglor. confess. c. 22; ministeria ecclesiastica,
m. sacrosancta bei Anastas, Lib. pont. inUrban., und Greg. Turon. Hist. III, c. 10:inter reliquos thesauros ministeria pretio-sissima detulit. Derselbe Gregor nennt Kelchund Patene ,ministerium corporis Domini 4(De glor. mart. 2, 7). Man bezeichnet abermit vasa sacra im engern Sinne nur dieG., welche in unmittelbare Berührung mitdem hl. Sacramente kommen, nämlich Kelchund Patene (calix mit patena oder -orr'ptovund SGy-oc), sodann die G., welche zumAufbewahren und zum Ueberbringen der hl.Gestalten an Kranke dienen und in ver-schiedenen Zeiten verschieden waren, wiecapsa, ciborium, pyxis, columba (periste-rium) und turris (s. diese Art.), in ältererZeit auch die fistula und das cochlear beianderer Praxis der Sacramentsspendung.Nur im weitern Sinne zählen die übrigenGeräthe, wie colum, flabellum, turibulumzu den vasa sacra.
1) Für heilig gelten jene G., einmal weilsie Cultzwecken dienen und dann wegender ihnen ertheilten Consecration oder Be-nediction. Die bischöfliche Consecrationscheidet nämlich jene Gegenstände nichtnur förmlich von profanen Dingen aus undbestimmt sie für Gott, sondern verleiht ihnenauch eine neue Qualität, sie werden resdivini iuris ( Cod. Iustin. Tust. 1. I, tit. IIde sacros. eccl. 21; res sacrae (sunt), quaerite per pontifices Deo consecratae sunt, ib.1. II, tit. I de rer. div. 8). Die Consecra-tion ist schon seit ältester Zeit in Uebung,obwol sich nicht genau ermitteln lässt, wannsie eingeführt wurde. Wir können jedochmit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass,seitdem man Kirchen und Altäre consocrirte,
auch Kelch und Patene mit benedicirt wur-den; dafür scheint schon der Umstand zusprechen, dass in den alten Ordines dieConsecrationsformeln für Altar und G, im-mer neben einander stehen und beiderleiConsecrationen nur als ein Act erscheinen.Vgl. z. B. Mubillon Liturg. gallic. 315. Ge-wiss ist aber, dass man jene G., sobald sieeinmal gottesdienstlichen Zwecken gedienthatten, nicht mehr zu profanem Gebraucheverwendete. Schon das alttestamentlicheGebot die Salbung und Segnung der Opfer-geräthe: et omnia vasa (altaris) unctioneolei consecrabis, ut sint sancta sanctorum(II Mos. 40, 9). Auch jetzt noch behaup-ten manche Rubricisten, Kelch und Patenewürden durch den blossen Gebrauch beimhl. Messopfer geweiht. Aus den apostoli-schen Constitutionen ersehen wir, dass da-mals nicht nur eine ritualmässige Verwal-tung der Sacramente bestand mit Angabeder hiezu zu verwendenden G., sondern dassman bereits auch eine grosse und kleineBenediction unterschied ( Const. Apost. III,c. 10). Da dürfte es wol kein voreiligerSchluss sein, wenn wir sagen, dass auchdie G. durch einen rituellen Act zu ihremDienste bestimmt wurden. Sicher nach-weisbar ist jene Consecration aus dem Be-richte des Sozom. II. e. II, c. 26, wonachsie bei der Dedication der von Constantinerbauten Kirche statthatte. Ambros. De off.II, c. 28 spricht von vasa initiata und noninitiata als einer bekannten Sache. Viel-leicht hat das Decret Sixtus’ I (132) dieConsecration der vasa im Auge (s. unten.).Weiheformeln finden sich in den ältestenliturgischen Büchern. Aus der orientali-schen Kirche sind uns syrische und kop-tische Formeln bei Renaudot Liturg. Orient.I 54 u. II 60 erhalten. Die ,oratio procalice et mappidis eius‘ lautet: Herr JesusChristus , du Wahrheit und Vollkommenheit(verax, sine vitio), Gott und Mensch zu-gleich, dessen Wesenheit nicht getrennt istvon der Menschheit, der du dein eigenesBlut vergossen hast freiwillig für die Crea-tur, lege deine göttliche Hand auf diesenKelch, heilige und reinige ihn, damit erjenes heilige Blut trage und Heilmittel undNachlass sei allen jenen, die daraus trinken.Gloria tibi cum Patre bono tuo et Spiritusancto etc.
Die oratio consecratmm disci et velorumeins: allmächtiger Herr und Gott, guterHerr, mögest du deine heiligen Arme aus-breiten und diese Patene (discus) heiligen,die gefüllt ist mit den Gütern, welche dujenen bereitet hast, die deinen hl. Namenlieben, wenn sie (einst) sitzen beim Festmahleder Ewigkeiten (recumbentibus in conviviomille annorum - ungezählter Jahre). Undjetzt, o Herr, Freund der Menschen, strecke