Band 
Erster Band. A - H.
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Gefässe.

deine göttliche Hand aus über diesen ge-weihten discus, der angefüllt werden sollmit den Partikeln, den Ueberresten deineshl. Leibes, welcher auf dem Altar des Hei-ligthums der hl. Kirche der Stadt N. wirddargebracht werden. Gloria tibi etc. (wieoben).

Ebendort ist weiter folgende oratio procochleari beigesetzt: o Gott , der du deinenDiener Isaias würdig gemacht hast, denCherub zu schauen, in dessen Hand dieZange war, womit er eine Kohle vom Al-täre nahm und sie dem Munde des Pro-pheten näherte, bereite auch jetzt, o Gott,allmächtiger Vater, deine Hand über diesenLöffel aus, in welchem die Glieder des hl.Leibes, der der Leib deines eingebornenSohnes des Herrn, Gottes und unseres Er-lösers Jesus Christus ist, sollen aufgenom-men werden. Segne und heilige ihn undgieb ihm die Kraft und den Ruhm derZange, die in der Hand des Cherubs ist,denn dein ist die Macht etc. — Die grie-chische Liturgie enthält zwei sehr alte For-meln, von denen die eine mit einer an dasallgemeine Gebet erinnernden Anrufung be-ginnt : benedictum regnum Patris et Filii etSpiritus sancti. In pace Dominum prece-mur; pro superna pace, pro pace totius,pro sancta hac domo, pro episcopo etc.,worauf die Benediction folgt. In der zwei-ten Formel heisst die Schlussoration: ioo'j,rjtaaiat xat isi£Xsi'<oiai 6 oqio? oer/oc aüviü> apip 7roT7]pup iou aytoo aou lluataaiqptou— 17 ) evspYsia tou iiaipoc xat ifj euöoxtaToui jxovo'fsvoü» auxoü utoü xat rfj Smaxtdasixal 17) emcponijast ioü iravaftou Trvsupaiol,Goar Euchol. 671 u. 672 (derselbe Goarenthält auch eine Oratio super vase pol-luto 482). Ebenso bieten die abendländi-schen Ritualien mehrfache Consecrations-formeln. So das Sacramentar des Gelasiusbei Mitratori Liturg. Rom. vet. I 611. Fürdie Patene lautet die Formel: consecramuset sanctificamus hanc patenam ad conficien-dum in ea corpus Dom. n. J. Chr. patien-tis crucem pro salute nostra omnium, undwährend der Salbung mit Oel spricht derBischof: consecrare et sanctificare dignerisDomine, patenam hanc per istam unctionemet nostram benedictionem in Christo lesuDomino nostro. Aehnlich spricht der Bischofbei der Conseeration des Kelches nach einemEinleitungsgebet folgende Schlussbenedic-tion: dignare, Domine, calicem istum inusum ministerii tui pia famuli tui (des Stif-ters) devotione formatum, ea sanctificationeperfundere, qua Melchisedech famuli tui sa-cratum calicem perfudisti et quod arte velmetallo effici non potest altaribus dignum,fiat tua benedictione pretiosum. Das gela-sianische Sacramentar enthält ausserdemnoch eine Weiheformel für das Gefäss, wo-

rin das hl. Sacrament aufbewahrt und demKranken gebracht wird, dem vas eucha-risticum (columba, pyxis . . .), das hier ,mi-nisterium Domini nostri corporis gerulum 1heisst: omnipotens Trinitas inseparabilis,manibus nostris opem tuae benedictionis in-funde, ut per nostram benedictionem hocvasculum sanctificetur et corporis Christinovum sepulerum Spiritus sancti gratia per-fieiatur. Von diesen Formeln weicht dergemeine römische Ordo nur wenig ab undsie stehen fast wörtlich im Gregorianurnbei Menard 154. Auch die gallische Li-turgie bietet wenig Eigenthümliches; zubemerken ist aber hier wie in den griechi-schen und altrömischen Formeln die der,collectio‘ vorausgehende Aufforderung zumGebet: oremus, dilectissimi fratres oderfratres carissimi, ut Deus sanctificet etc. DieConseeration von Kelch und Patene stehtim Gallicanum in unmittelbarer Verbindungmit derjenigen des Altars, und am Schlüssefolgt eine grössere Oration ,ad omnia 1, (d. i.altare et vasa sacra), Maiilion Lit. gallic.314 ff. und Mus. Ital. I 389, wo folgendeBenediction für Kelch, Patene und ,turris‘sich findet: precemur, Domine, tuam maie-statem, ut liunc calicem, patenam et tur-rim, in quo celebraturi sumus sacrosanctamysteria, coelesti benedictione sanctifices etc.

Wie aus den Gebeten ersichtlich ist, be-stand der Consecrationsritus in Salbung derG. mit Oel (Chrisam) und Gebet. Das Rechtzu consecriren hatte von jeher nur der Bi-schof, offenbar schon aus dem äussernGrunde, weil diese Conseeration mit derdes Altars bez. der Kirche ursprünglichzusammenfiel. Der Cod. Iustin. sagt aus-drücklich: sacrae res quae rite per ponti-ßces Deo consecratae sunt (1. c.; vgl. dazuInnoc. III Myster. miss. I, c. 9: ad ponti-fices spectat . . . vestes et vasa consecrare).

2) Eine Folge der Conseeration der Altar-gefässe war deren Ausscheiden von allenprofanen Dingen; sie sollten einzig nochGott dienen, wie es schon in dem Begriffevon con-sacrare liegt, und Augustin. Enarr.in Ps. 113, Serm. 2 meint: ipso ministerioconsecrata (vasa) dicantur, schon durch dieHandlung, der sie dienen, müssten sie fürheilig und allen profanen Zwecken enthobenerachtet werden. Die näheren kirchlichenBestimmungen hierüber beginnen mit dem72. apostol. Kanon, welcher sagt: vas au-rcum vel argenteum vel velum sanctificatumnemo amplius in suum usum eonvertat. In;direct spricht das Conc. Laod. c. 21 (ou SeiUT irjpsiac eyetv ytupav b itji Staxovixtil xataTTisafiai icüvosajroitxtüv uxeutov) dasGleiche aus. Klarer aber redet Chrgsosto-mus Hom. 14 in ep. ad Ephes.: oüy op?£ia dyta laüia axeuv); oüyi -pol Sv auitüv 3tauavioc ypsia; p/q itf ioXp.3 Tipoc aAXo it