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Gefässe.
dines geben auch an, mit welcher Sorg-falt die G. aus dem Secretarium zu holenund zu tragen seien: acolvthi de ecclesiasalvatoris per manum primi mansionarii(vasa) sumunt et baiuli portant ( Ordo I,n. 3), und: sed haec cura erit acolythorum,ut ministerii vasa per manum primi man-sionarii qui est custos dominicalis vestiariiaccepta per baiulos deferantur (Ordo III,n. 4). Für ein besonders schweres Sacrileggalt das Zerbrechen der Opfergefässe. Fre-ffistis calices, ruft Optatus von Mileve Cont.Donat. 1. 6 den Schismatikern zu, Christisanguinis portatores, quorum species revo-castis in massas, mercem nefariis nundinisprocurantes. Emerunt forsitan in usus suossordidae mulieres; emerunt pagani facturivasa, in quibus incenderent idolis suis. Vgl.die gegen Athanasius 1. c. geschleuderteVerleumdung. Was mit den Gefässen, dieHäretiker bisher gebraucht hatten, anzu-fangen sei, darüber waren die Ansichtennicht einig. So meinte Alcimus Avitus Ep.6 ad Victor., von den ministeria. haeretico-rum, quae illis sacra, nobis exsecrabiliaiudicantur, i. e. patenis paterisque, gelte,was von den ,turibula peccatorum 1 , an de-nen man keinen Gefallen haben könne:nec Deum (eis) ecclesiae oblatis delectari,nisi infusa fornacibus et distincta per lami-nas pura efficiantur; während sonst einemildere Anschauung herrschte ( Mabillon1. c. 65 f.). Wegen der Achtung vor die-sen Gefässen bestand für den Schenkgeberein besonderer Oblationsritus, worüber Fon-taninus De disco argent. votivo vet. Chri-stian. c. 21 ff. zu vergleichen ist.
Von der obigen Regel, dass kein Altar-gefäss verpfändet oder verkauft werdendürfe, gab es nur die eine Ausnahme,dass man den Erlös von verkauften Gefässenfür die Unterstützung von Armen oder zurLoskaufung von Gefangenen verwendenwollte. In diesem Falle war die Zulässig-keit des Verkaufes allgemein zugestanden.So erzählt Ambrosius De off. II, c. 28, dassvasa mystiea zur Loskaufung seien ver-wendet worden, nach dem Grundsätze: au-rum ecclesia habet, non ut servet, sed uteroget et subveniat in necessitatibus. Indiesen Fällen sei gestattet, ,vasa ecclesiaeetiam initiata confringere, conflare, ven-dere'; als Beispiel diene ,Laurentius quiaurum ecclesiae maluit erogare pauperibusquam persecutori reservare . . . numquiddictum est s. Laurentio: non debuisti ero-gare thesauros ecclesiae, vasa sacramento-rum vendere 1 ? Schön ist dort seine Ver-theidigung gegenüber den Arianern, dieihm den Verkauf der Geräthe seiner mai-ländischen Kathedrale zum Vorwurfe mach-ten. In seine Fussstapfen trat sein SchülerAugustin, von welchem Possidius in der
Vit. August, c. 24 berichtet: de vasis do-minicis propter captivos et quam plurimosindigentes frangi iubebat et conflari et in-digentibus dispensari. Denn es verlangt,wie Ambrosius 1. c. sagt, die Caritas gegendie lebendigen Tempel Gottes, die Zierdedes todten Tempels zu veräussern. Aehn-lich kaufte Acacius, Bischof von Amida,nach Socrat. II. e. VII, c. 21 7000 Persermit dem Erlös von Kirchengeräthen los,und gleiche Handlungen erzählt Sozomen.II. e. IV, c. 25 von Cyrill von Jerusalemund Victor. Vitens. De pers. Vand. 1 vondem Bischof Deogratias. Darum Hat lusti-nian in seinem oben erwähnten Verbot desVerkaufes von Altargefässen ausdrücklichbeigesetzt: excepta causa captivitatis et fa-mis. Wie auch in Gallien Gregor von Tours ,effracto uno de sacris ministeriis calice au-reo et in numismata redacto se populum-que redemit‘ (Hist. VII, c. 24), was ebensoCaesar von Arles that, seine Handlung mitden Worten rechtfertigend: non credo con-trarium esse Deo de ministerio suo redem-ptionem dari qui se ipsum hominis pro re-demptione tradidit ( Cyprian . Vit. Caesar. I,n. 17). Vgl. Hieron. Ep. ad Iiustic. undConc. Remens. (627) c. 22: ne episcopusministeria sacra frangat, excepto si eveneritardua necessitas pro redemptione capti-vorum.
Erwähnen wollen wir noch, dass auchdie Auswahl des Stoffes, den man für Her-stellung der Altargefässe verwendete, mitRücksicht auf den hl. Zweck geschah, in-dem man, wo und sobald die Möglichkeitvorhanden war, immer kostbareres Materialauslas und zuletzt die ausschliessliche Ver-wendung von Edelmetallen vorschrieb, sodass Gold und Silber allmälig fast aus-nahmslos verwendet wurden; obgleich dieKirche keineswegs vergass, dass goldeneKelche den Mangel guter Seelen nicht er-setzen können. Chrgs. Hom. 50 in Matth. ;Isid. Peius. II, ep. 246 ad Theodos. (Ueberdie Materie der vasa sacra s. die einzel-Artikel.)
3) Entsprechend dem Respecte, den mangegen die G. hegte, war es auch, dass nurgeweihte Personen oder Kleriker sie berühr-ten. Nach dom Pontificalbuche hätte schonPapst Sixtus I (132) verordnet: ut mini-steria sacrata non tangerentur nisi a mini-stris. Wie im A. Test, die Leviten dieTempelgeräthe besorgten, so ist wahrschein-lich eine ähnliche Uebung gleich in denersten Zeiten der jungen Kirche auch hieraufgekommen. Soter (173) wenigstens, dernach Sixtus regierte, soll den gottgeweihtenJungfrauen die Berührung solcher Gegen-stände verboten haben. Aus dem Erlasse desPapstes Zephyrin: ut ministri patenas vi-troas ante sacerdotes portarent, scheint her-