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Gegenstände.
511—514), theils hatten sie eine unmittel-bare Beziehung zum christlichen Begräb-niss, bei dem der Gebrauch des Lichtes sichbis jetzt erhalten hat, zum Ausdruck desWunsches, dass der Verstorbene vor demReiche der Finsterniss (Eccli. 21, 11; Matth .8, 12) bewahrt und in das Reich des ewi-gen Lichtes aufgenommen werde, wo Chri-stus, das wahre Licht (Joh. 1, 9; 8, 12),fw; to &avdvT(ov (Inschrift von Autun , Spie.Solesm. I 557), ihm in lucem sempiternam(Is. 50, 19) gereiche. Zugleich war dasLicht bei den Begräbnissen und Gräbernein Ausdruck der frommen Freude überden siegreich beendeten Kampf des Lebens(Chrysost . Hom. IV in Hebr .). S. d. A.Lampe, Licht. Die Gräberlampen wurdentheils in dem Verschluss der Grabplattemitbefestigt — und diese sind alle aus denvier ersten Jahrhunderten —, theils in Sei-tennischen oder auf Steintischchen bei den-selben aufgestellt. Für die Tischchen dien-ten wol die Lampengestelle in Form kleinerAltärchen ( Aringhi 11 . S. I 519), von denenauch in dem jüdischen Coemeterium in derVigna Randanini ein Exemplar sich fand(de Rossi Bull. 1876, 42) und die man(Dionys. Sandelius [P. FassiniJ De prisc.Christ, synax. extra aed. sacr., Venet. 1770)irrthümlich für Gefässe zur Aufbewahrungdes hl. Sacraments angesehen hat (de RossiR. S. III 610; Bull. 1876, 41). Die mei-sten Lampen haben die gewöhnliche Formund sind für einen Docht eingerichtet, sel-ten sind die für zwei Dochte; nur ein Ex-emplar für mehrere Dochte ist bekannt.Auch fanden sich einzelne Thonschüssel-chen, die in der Mitte eine Vorrichtungzum Einstecken einer Kerze haben. Seit-dem die Katakomben nicht mehr als Be-gräbnissplätze dienten, brannten, namentlichbei den Gräbern der hl. Märtyrer, in den-selben noch Lampen, deren Oel als frommeErinnerung von den Päpsten an die Gläu-bigen, so von Gregor d. Gr. an die KöniginTheodelinde , geschenkt wurde (s. d. A. Oel,heiliges). Dies erklärt, dass einzelne Lam-pen aus späterer Zeit in den Katakombengefunden wurden. Der Gebrauch der Lam-pen bei den Gräbern war übrigens nichterst mit dem Christenthum entstanden, son-dern fand sich auch bereits bei den Heidenund Juden.
2) Gefässe. a) In sieben Fällen fandsich theils aussen an, theils in den Grä-bern ein Gefäss mit flüssigem Blute, vier-mal im Coemeterium s. Saturnini, wo auchder letzte Fund dieser Art 1872 vorkam(de Rossi R. S. TU 619, 714). Häufig fan-den sich Gefässe, die eine dunkelfarbige,an eingetrocknetes Blut erinnernde Krustezeigen (Boldetti 101, 182 ff'.; Dtipi S. Sev.31). Wo sich Blut in denselben naehwei-
sen lässt, ist dieses als das Blut des dabeibegrabenen Märtyrers anzusehen (de RossiR. S. III 617; Kraus Die Blutampullen;
I ders. Ueber den gegenwärtigen StandpunktI der Frage nach dem Inhalt und der Be-j deutung der römischen Blutampullen). S.
I d. A. Märtyrer, b) In den vielen Fällen,wo die Gefässe an und in den Gräbern! keinen auf Blut hinweisenden Inhalt oderNiederschlag enthalten, ist doch nicht an-zunehmen, dass sie, wie die gemalten odereingemeisselten Abbildungen von Gefässen(s. d. A. Gefässe), nur eine symbolische Be-deutung gehabt hätten. Was sie aber ent-halten haben, ist bis jetzt noch nicht auf-geklärt. Aus inneren Gründen ist zu ver-muthen, dass sie für Weihwasser dienten;ausdrückliche Zeugnisse für eine solche Ver-wendung des Weihwassers bei den Gräbernfinden sich zwar nicht aus der alten Zeit,sondern erst aus dem MA. (Martene Deantiq. eccl. rit. III 13, 11); allein der Ge-brauch des Weihwassers und der Ritus, esmit Kreuzzeichen und Gebet zu segnen,ist sehr alt (s. d. A. Weihwasser; de RossiBull. 1867, 78 ff.; Martigny Dict. Art. Eaubenite; Probst Saeram. u. Sacramontalienin den drei ersten cliristl. Jahrh. 74 ff.),und darum liegt es nahe, an dieses zu den-ken und darin nicht nur einen Schutz fürden Leichnam, sondern wie im MA. (deRossi R. S. III 617, Note 1) auch ein sig-num baptismi et christianitatis zu finden.Diese Ansicht vertheidigen Bosio R. S. 20;Lupi Op. post. I 77; üavedoui Bull, dell’Ist. di Corrisp. arch. 1866, 74; Kraus DieJ Blutampullen 54. c) Bei den Balsamfläsch-j dien aus Glas, Alabaster u. s. w. liegt esnahe, als ihren Inhalt die liquidi odores an-zunehmen, mit welchen nach Prudent. Ca-them. X 171, 172) die Christen das Grabi ehrten. Vielleicht haben die Eierschalen,i die Boldetti (519) in einigen Gräbern fand,ebenfalls zur Aufbewalirung von wohlrie-chendem Oel oder Weihwasser gedient, eben-j so einzelne der gefundenen Muschelschalen.
| Dass beide Ueberbloibsel von Agapen seien,wie Raoul Rochette (Mem. HI sur les antiq.ehret. 252 ff., in Mem. de l’Acad. des Inscr.XIII) annimmt, ist sehr unwahrscheinlich,da es wenig Wahrscheinlichkeit hat, dassj in den Katakomben selbst Agapen gehaltenI worden sind (de Rossi R. S. 111 503), auchI die Muscheln grossentheils Arten angehö-: ren, deren Schnecken nicht gegessen wur-i den. Die Abbildungen der berührten Ge-I fasse s. bei Bosio R. S. 201 ; Aringhi R. S.
! 501—507; Boldetti 149—156, 160, 161,
! 163, 168, 169, 183, 191, 496, 500; Bonanni\ Mus. Kircher. 115; Perret IV, pl. Hl.
3) Marterwerkzeuge. Die Grabfunde\ der Katakomben bestätigen die Berichte deri Martyreracten, dass die eisernen, bleiernen,