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Gegenstände.
evangelia hineinlegten {de Rosst Bull. 1863,41 f.; 1871, 150 f.; 1872, 5—34). Häufigsind auch die Kügelchen von Glas, Email,Bernstein u. s. w. von Hals- und Armbän-dern. Ebenso fandensich viele andereSchmueksachen vonAchat, Bergkrystall ,Amethyst, Chalcedon ,welche Buonarruoti (a.a. 0. XI) für Schmuck-gegenstände von Sta-tuen hält. Gemmenvon Ringen sind ausden Katakomben keinebekannt; vielleicht wurden die gefundenenvon den Arbeitsleuten unterschlagen.
ten sind auch Metallringe
Sel-
ohne Gemmen,
Fig.
205- Achatgefässe für Wohlgerüche aus dem Grabeder Kaiserin Maria, der Tochter Stilico’s (de HossiBull. 1863, 54).
häufig aber solche von Knochen oder Elfen-bein, die zu allen Zeiten zu verschiedenenZwecken dienten ( Boldetti 504, 506). Ausser-dem fanden sich Haarnadeln von Horn oderElfenbein, die in
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Fig. 206.
Köpfen endigen (s.
Fig. 206), Ohrringe,
Brustnadeln {Bol-detti 496, 500, 502,
512, 518). [Ein Exemplar einer Xadel,die freilich mehr einem chirurgischen In-strumente ähnlich sieht, veröffentlichte Mar-tigny 532 aus dem Besitze des Abbe Greppo(s. Fig. 207).
Es trägt aufdreien seinersechs Kantendie Inschrift:
+ ROMVLA || YIYAS • In DEO ]| SEM-PER. K.] Häufig auch Haarkämme in einervon den unsrigen wenig verschiedenen Form.Yerzierte liturgische Kämme, von denen unsBeispiele vom 6. Jahrh. an erhalten sind{Bretagne Les peignes liturgiques; de Cav-mont Bullet, monum. XXXVIII 407; s. d.A. Kämme), wurden bisher in den Kata-komben nicht gefunden; den von Boldetti503 herausgegebenen, der den Hamen desEigentümers EVSEBI • ANXI (Anmus
Eusebius ) trägt, den liturgischen Kämmenzuzuzählen {Kraus R. S. 2 491), oder denEigentümer zum Kleriker zu machen {Mar-tignif Art. Objets), liegt ein genügenderGrund nicht vor {de Rosst R. S. III 585;s. den Art.). — Alle diese G. gehören derclassischen Kunstrichtung und den vier erstenJahrhunderten an; die meisten fänden sichnicht in den Gräbern, sondern waren aussenim Kalk des Verschlusses befestigt, wo vonmanchen sich noch der Abdruck erhaltenhatte. Viele dieser G. enthalten mytho-logische Darstellungen: es darf dies nichtauffallen, noch auf unchristliche Gesinnungschliessen lassen. Zu jener Zeit waren dieseDarstellungen ihres polytheistischen Inhaltsvielfach gänzlich entkleidet und galten alspopulärer Ausdruck allgemeiner Wahrheitenoder als blosse Ornamente ( Kraus R. S. 2 216 f.).Die Kirche machte in dieser Beziehung einenwesentlichen Unterschied zwischen Figuren,die als Götzenbilder dienen sollten, undGegenständen des täglichen Lebens, die mitmythologischen Darstellungen verziert wa-ren; erstere waren den Christen verbotenund haben sich auch in den Katakombennicht gefunden, so häufig sie bei anderenAusgrabungen auf heidnischem Boden zuTage treten; die früher für ägyptischeGötzenbildchen gehaltenen Figürchen sindgegenwärtig als Darstellungen des Lazarusin dem Leichentuche anerkannt (de RossiR. S. III 879). G. der zweiten Art warendagegen den Christen gestattet und durftenauch von christlichen Künstlern angefertigtwerden. Ein klares Licht auf diesen Punktder Disciplin wirft der 11. arabische Kanondes Hippolytus (ed. Haneberg 69), nachwelchem die Künst-
——_1er excommunieirt
— werden sollen, wel-
Ilaarnttdel (nach Boldetti). che idolum vel ali-
quam figuram ido-lolatricam anfertigen, exceptis iis rebus,quae ad usum hominum pertinent. Dieselbe
Fig;. 207. Toilettengegenstand (Sammlung Greppo).
Unterscheidung deutet Tertullian Adv. Marc.
II 22 an, und dass man nach derselben ge-handelt , er-giebt sich ausder Passio ss.quattuor coro-natorum (Wat-tenbach Untersuchungen z. röm. Kaisergescli.
III 324—379; Alb. Ilg Mittheil. d. Contral-conim., Wien 1872, XLYII ff.). Diese hei-ligen Künstler waren bereit, Conclias mitDarstellungen der Victoria für Brunnen zumachen, weigerten sich aber, ein simula-crum Asclepii anzufertigen, und erlittendesshalb unter Diocletian den Martyrtod.Noch weniger wie die mythologischen Dar-stellungen berechtigt die Darstellung derzwölf Zeichen des Thierkreises auf einem