Geistliche — Gelübde.
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auf dem Mosaikbilde in S. Clemente (deRossi Musaici delle chiese di Roma) sitzenzwölf Tauben auf dem Kreuze. Zwar ge-hört das Werk dem 12. Jalirh. an, aber esist unzweifelhaft Copie eines altern Bildes.Doch ist hier nicht der Ort, von der Taubezu handeln. n. scagliosi.
[Der vorstehende Artikel geht von der Un-terstellung aus, es sei im christlichen Alter-thum der hl. G. niemals anders als unter derGestalt der Taube abgebildet worden. In-dessen bedarf nach de liossi’s und des Heraus-gebers Ueberzeugung diese Annahme einerEinschränkung. Es ist bereits in dem Art.Dreifaltigkeit S. 379 darauf hingewiesen
jenige der Herrad vonLandsperg unddie Sculptur im Paraklet Abälards ( Mabill.Ann. Bened. VI 85, n. 14) beweisen. Vgl.Didron Icon, ehret. 456 f.] kraus.
GEISTLICHE, s. Klerus.
GELÜBDE , votum, professio, süyr,, srcay-ysXia. Mit einem G., dem umfassendsten,das abgelegt werden konnte, dem Verspre-chen der völligen Selbstübergabe an Gott,traten die Gläubigen in die Kirche ein.Dabei blieb aber immer noch Raum füreigentliche, zu besonderer Leistung ver-pflichtende G. Solche (Nasiraeat) finden wir
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Fig. 210. Sarkophag aus
worden, dass der hl. G., wenigstens einmal,auf dem Sarkophag von S. Paolo (Fig. 210)in menschlicher Gestalt neben den beidenanderen Personen der hl. Dreifaltigkeit ab-gebildet ist (de Rossi Bull. 1865, 30). Dievon V. Schnitze 148 f. gegen diese Aus-deutung vorgebrachten Gründe sind nichthaltbar. Auch auf einem andern Reliefglaubte Marchi die Personification des hl.Geistes zu finden (de Rossi a. a. 0.). Gar-rucci Storia V 96 bestreitet de Rossi’s Deu-tung hier nicht; wol aber kann fraglicherscheinen, ob die hinter der Madonna ste-hende bärtige Figur im zweiten Felde des-selben Sarkophags ebenfalls, wie de Rossiwill, der hl. G., oder, wie Garrucci a. a. 0.und in seiner Lettera al direttore del Ili-voto di s. Giuseppe in Modena , 1865, be-hauptet, der hl. Joseph sei. Wenn V.Schnitze 149 meint, es lasse sich überhaupt,keine Darstellung des hl. Geistes in dieserAuffassung nachweisen; sie wäre an sichschon seltsam 1 , so muss daran erinnert wer-den, dass dieselbe dem frühem MA. wenig-stens nicht fremd war, wie die Miniatur derS. Dunstan-Handschrift (wiedergeg. bei Ba-stard Peintures et ornem. des ms.), die-
S. Paolo (Lateranmuseum).
erwähnt von Paulus (Act. 18, 18), von vierungenannten Männern (Act. 21, 23), vonlacobus maior (Euseb. II. e. II 25). NachBasilius (Horn, de instit. mon.) traf Ana-nias und Saphira (Act. 5, 4) die harte Strafewegen gebrochenen Gelübdes. Uebrigensbedeutet votum, professio bei den Väternmehr als unser G., nämlich eine festge-wählte Lebensart, zu der man sich vor Gott verpflichtet, daher auch von den Väternder Ehestand häufig mit votum bezeichnetwird (vgl. Ducange v. Votum). Regelmässigbedeutet es, mit und ohne Beisatz von easti-tatis oder religiosum, ein von der Weltzurückgezogenes Leben, womit ein Keusch-heitsgelübde wesentlich verbunden war (Bie-ter im Ilenkw. VI, 1, 243). Dass schon inder apostolischen Zeit den Diakonissen dasG., sich ganz dem Herrn zu weihen undunvermählt zu bleiben, abgenommen wurde,geht deutlich hervor aus 1 Tim. 5, 11. 12.Auf ein G. der llapdsvta weisen sicher Ig-natius (sv ayveta p-lveiv sl; Tipip xoü xopi'auxrjj sapy.oj. Ad Polycarp. 5) und Athena-goras (Apol. 28). Tertullian nennt bereitsdas votum continentiae (De veland. virg.
: 11). Es wurde häufig abgelegt (Tert. De
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