Gentes — Gesang.
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Apol. c. 32, 35; Ad nat. I, c. 17; Origen.C. Cels. YII 421; Act. Scyllit. mart. beiBaron , z. J. 202, n. 2. Vgl. die Art. Chri-stenverfolgungen und Märtyrer.
GENTES, s. Pagani.
GENUFLECTENTES, s. Busse.
GENUFLEXIONEN, s. die Art. Gebet,Gestus.
GENUS TERTIUM, s. Spottnamen.
GERÄTHE, s. die Art. Instrumente, Ge-fässe, Amula, Kelch, Patene, Colum vi-narium, Fass, Taube, Asteriscus, Löffel,Lanze, Schwamm, Flabeilum, Lampen undLichter, Pax, Baculi oder Stab, Enkolpia,Diptychen, Reliquiarien, Dominicale, Scri-nia, Amulette, Agnus Dei , Kämme, Pe-dum.
rilPOKOMEIA, Gerontocomium, s. Wolil-thätigkeitsanstalten.
GESANG , der alt christliche. Diechristlichen Gesänge der ersten sechs Jahr-hunderte unserer Zeitrechnung lassen sichin liturgische und ausserliturgische unter-scheiden, oder in solche, die für den Got-tesdienst bestimmt waren und in andere,die zu häuslicher Erbauung und Erheite-rung dienten. Von den ersteren nur sollhier die Rede sein. Religiöse Gesänge, be-sonders metrische Hymnen, welche zurVerherrlichung irgend einer Gottheit zurAufführung gelangten, besassen schon diealten Griechen. Man nannte die Dichter-sänger derselben Hymnographen, unterdenen die L i n o s, 0 r p h e u s und T r i s-megistos der Fabel zu den berühmterengehörten.
Unbezweifelt begleiteten auch die erstenChristen schon beim Beginn der Ausbrei-tung des Christenthums ihre religiösen Zu-sammenkünfte mit Psalmen- und llymnen-gesang, auf welchen Gebrauch deutlich ge-nug der hl. Paulus liinweist, wenn ei-serne Gläubigen ermunterte, einander durchPsalmen- und 1 rymnengesängo und geist-liche Lieder zu erbauen. So bezeugt dergriechische Schriftsteller Philo (im 1. Jalirh.),dass sich die Christen seines Landes baldzu Nacht und bald bei Tage mit Psalmen-und Hymnengesang beschäftigen (Lib. desuppl. virtut.). Ebenso unzweifelhaft ver-bürgt es die unerbauliche Geschichte Paulsvon Samosata, damals Bischof zu An-tiochien , dass der Gebrauch religiöser Ge-sänge in den morgenliindisehen Kirchenein allgemein verbreiteter war. Dieser un-würdige Vorsteher war nämlich nach Eu-sebius in Rücksicht seines Glaubens so tiefgesunken, dass er im J. 2(>0 nicht nur die
Gottheit Christi leugnete, sondern auch diealten, zu dessen Lobpreisung bestimmtenHymnen ausser Gebrauch setzte und hier-für am hohen Osterfeste sich selber voneigens dazu bestellten Weibern in seinerKirche besingen liess. Wie aber die ver-diente Absetzung dieses Unwürdigen unddessen Ausschluss aus der Kirchengemein-schaft erfolgt war, so ertönten auch imHause des Herrn bald wieder die altenGesänge zur Verherrlichung des Gottes-sohnes.
Unter den Orientalen bezeugt ferner Eph-rem von Edessa (f 379) den kirchlichenGebrauch der Gesänge (De poenit.), undSocrates der Kirchenhistoriker, welcher um380 zu Constantinopel geboren, erklärt den-selben geradezu als einen im Morgenlandeallgemein eingeführten (Hist. eccl.). Einebesonders ansprechende Schilderung des mitGesängen begleiteten Gottesdienstes der the-bäischen Wüstenbewohner bot Palladitis,später Bischof von H e 1 i o p o 1 i s, dar, wel-cher um 390 Aegypten besuchte und sichdrei Jahre lang unter den verschiedenenMönchen jener Gegenden aufhielt. Er be-schreibt nämlich, in welch tiefes Staunenund welch’ fromme Begeisterung jene Fremd-linge versetzt wurden, wenn sie die von Ana-choreten bewohnten Wüsteneien betraten,dann um die Abendstunde, zur Zeit der Non,wenn sie von ihrer strengen Tagesarbeitinnehielten, plötzlich aus Klüften und Höh-len und aus halbzerfallenen, früher denGötzen geweihten Tempeln heilige Hymnenund Gesangsweisen erschallen hörten, dieihre Bewohner zur Ehre des einen wahrenGottes anstimmten; dann habe mancher derFremdlinge, erstaunt über einen so erha-benen Gottesdienst, die Frage an sich sel-ber gestellt: ,bin ich wol in die Freudendes himmlischen Paradieses versetzt? 1 ( Pal-lacl. Hist. Lausiac.)
Beiläufig um diese Zeit, wo nicht schonfrüher, fanden die gottesdienstlichen Ge-sänge auch in der abendländischen Kircheihre Anwendung. Unzweifelhaft reichenjene für die Liturgie der hl. Messe be-stimmten, als das Gloria , Praefation, San-ctus und Agnus , ferner das Exultet, TeDeitm etc., bis in diese Zeitperiode hinauf.Namentlich waren es die römischen Bi-schöfe, welche zur Zeit, wo die blutigenChristenverfolgungen ihr Ende erreicht hat-ten, erst auf eine glanzvollere Feier ihresGottesdienstes denken konnten. Alten Be-richten zufolge errichtete Papst Silvester I ,der von 314—335 die römische Kirche re-gierte, die erste kirchliche Sängerschulein seinem apostolischen Sitze. Auch spä-tere von seinen Nachfolgern, die PäpsteII o l- m i s d a s, L e o I, G e 1 a s i u s I, S v m-machus, bemühten sich vielfach um die