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dass diese Darstellung erst später, seit dem ! Waffen; Säumige und Furchtsame trieb6. Jahrh., in Aufnahme kommt. Als erstes I man mit Peitschen und glühenden EisenBeispiel derselben wird das Mosaik in S. in den Kampf. Die Gefallenen wurden
Apollinare nuovo mYet. mon. II, tab.XXVII 97) zu nen-nen sein; noch jünger(9. Jahrh.) ist die-jenige einer Hand-schrift der Bibi. nat.in Paris , welche hiernach Rohault deFleury L’evangilepl. XLIII 5 reprodu-cirt ist (s. unsereFig. 212). K.]
giebt
kaum einenschärfern Contrastgegen Anschauun-gen und Sitten derGegenwart, als jenebis zur höchstenLeidenschaftlichkeitgesteigerte Wollustder Römer an denGlad iatorenspielen,in denen Hundertevon Unglücklichen
durch die Porta libiti-nensis in das Spolia-rium geschafft, wodiejenigen, welchenoch am Leben wa-ren, vollends getödtetwurden (Passio 21:tarn exanimis pro-sternitur cum ceterisad iugulationem so-lito loco); die ausdem Kampfe Ent-lassenen traten durchdie Porta sanaviva-ria ab. Bei denThiergefechten, diezugleich Executionvon Verurteilten wa-ren , wurden dieOpfer, gewöhnlichtheatralisch costu-mirt (Passio 18: viriquidem [habitum in-duti] sacerdotum Sa-turni, feminae verosacratarum Cereri)wehrlos oder mitstumpfen Waffen den
unter einer ans Mär-chenhafte grenzenden Pracht der Deco- j Bestien preisgegeben (Passio 19 u. 20).ration zur Belustigung des Volkes hin-1 Das Christenthum musste sich mit seinemgemordet wurden (vgl. die Abhandlungen j innersten Wesen gegen diese unmensch-bei Marquardt [V 554 und Friedländer i liehen Belustigungen auflehnen, und war215). Der Schauplatz dieser blutigen Mu- | es daher früher den Gläubigen verboten,nera war zu Rom seit Vespasian das Co- an denselben Theil zu nehmen, so wurdelosseum; in der Folge hatten alle grosse- nach Anerkennung des Christenthums von
ren Städte des Reiches ihre Amphitheater.Die Opfer waren theils eigens hierfür ge-mästete Gladiatorenbanden, die in ihrenSchulen oder Ludi durch Lanistae oder Fecht-meister zu diesen Kämpfen einexercirt wur-den, theils zum Tode verurteilte Verbrecher;bald mussten sie mit einander, bald mitwilden Thieren kämpfen, und zumal inletzterer Beziehung war es der Ruf ,Ad leo-nem!‘ der während der ersten drei Jahr-hunderte Schaarcn von Christen in dieAmphitheater lieferte. Am Tage vor demöffentlichen Auftreten wurde den Verur-teilten als letzter Gnadenerweis die coenalibera, eine Mahlzeit, gegeben, zu welcherdem schaulustigen Volke der Zutritt ge-stattet war; die Christen feierten statt die-ser Mahle ihre Agapen (Passio s. Perpet.17 : pridie cum illa coena ultima, quam libe-ram vocant, quantuni in ipsis erat, non coe-Mam liberam, sed agapen coenarunt). DasMunus selbst wurde durch eine Pompaeröffnet, in welcher die Kämpfer einenDaradezug durch die Arena hielten; der
der Kirche im Bunde mit den Kaisern anihrer Unterdrückung gearbeitet; Constantinerliess bereits 325 Verordnungen gegen dieblutigen Spiele des Amphitheaters. Alleindie Macht der Gewohnheit und der Leiden-schaften war stärker als das Gesetz, unddie Gladiatorenkämpfe dauerten fort bis inden Anfang des 5. Jahrh. Valentinian derAeltero vermochte nur insofern eine ge-wisse Einschränkung zu erzielen, als er denBeamten unter schwerster Strafe verbot,einen Christen aus was immer für einerUrsache in die Gladiatorenschulen zu ver-urteilen. Vergebens forderte der DichterPrudentius den Kaiser Honorius auf, dieWünsche der Gläubigen zu erfüllen: tumorte miserorum hominum prohibeto litari;nullus in urbe cadat, cuius sit poena vo-luptas (Contr. Symm. II 1125). Erst derOpfertod des Mönches Telemaclius machteim J. 404 den Gladiatorenspielen ein Ende.Gerade um dieselbe Zeit war, wie die 1868ausgegrabene Inschrift beweist, in Portodurch einen gewissen Arpagius Lupus ein
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Klang der Tuba gab das Zeichen zu den j neues Gebäude zu jenem Zwecke erbaut