Band 
Erster Band. A - H.
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Gold.

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bedurfte aber manche Frage noch eineprincipielle Erörterung, welche die Apolo-geten übernahmen. So die Fragen, ob derChrist Götzenbilder besitzen, verfertigenoder mit solchen handeln dürfe, mit an-deren Worten, wie sich der Christ zurbildenden Kunst, die bei den Heidenvöllig in den Dienst des Götzencultes ge-treten war, zu verhalten habe. Ygl. d.A. Kunst, und Hefele Beitr. I 25. DieKirche liess die Verfertiger von Götzen-bildern nicht eher zur Taufe zu, als bis sieihr Gewerbe aufgegeben hatten ( Gonstit .Apost. VIII 32), und wer als Gläubigerdurch solche Handlungen dem GötzendiensteVorschub leistete, wurde mit Kirchenstrafenbelegt (ib. IV 6). Und Tertullian , welcherdiesen Gegenstand eingehend bespricht, setztdas Verfertigen von Idolen dem Anbetenderselben gleich (De idol. passim.). In ähn-licher Weise waren die Beschäftigungen derSchauspieler, Fechter, Wagenlenker, Sängerund Tänzer bei öffentlichen Spielen aus denobigen Gründen verboten. Wie bereits an-gedeutet, hielt man selbst das Bekränzendes Hauptes für unschicklich, ,weil solcheKränze um’s Haupt den Götzen gewidmetsind 1 (oti -cot? riäuMois zax<ov6[j.ajTai, Clem.Alex. Paedag. II, c. 8; Tertüll. De coron.c. 5).

Das Gemessen von Götzenopferfleisch (ido-loihyton) war mit Rücksicht auf den Aus-spruch Pauli (I Kor. 10, 21 ff.) untersagt,und das Verbot von den nachfolgendenKirchenschriftstellern und Concilien näherausgeführt und begründet (Iren. Adv. haer.I, c. 6; Clem. Alex. Strom. IV, n. 15; Pae-dag. II, c. 1; Conc. Aurel. 533, c. 20).

Litteratur. Siticer. Thesaur. eccl. s. v.etSioXov u. eiy.u>v, doch sind die Ausführun-gen unter letztem Worte I 1014 f. jetztals verfehlte erwiesen. Dallaeus Lib. deimagin., Lugd. Bat. 1642; Munter Symbolavet. eccl. artis operibus expressa, Havniae1819; Augusti liandb. III 611 ff.; HefeleBeitr. I 16 ff. (Der Rigorismus im Lebenund in den Ansichten der alten Christen),sowie die Artt. Bilderverehrung, Kunst undPaganismus. Unter den Apologeten sindfür unsern Gegenstand Arnobius, MinuciusFelix und Tertullian (Apologeticum undDe idololatria) die wichtigsten. krieg.

GOLD kommt in der altchristlichen Kunstin verschiedener Weise zur Anwendung.

1) In der Glasfabrication, s. d. A.Goldgläser unter Glasgefässe S. 609.

2) Beim Schmuck von Gewändern; ver-goldete Gewänder sind einigemal in Grä-bern gefunden worden; s. die Artt. Klei-dung und Gegenstände, in den Katakombengefunden, S. 585. 3) Bei liturgischen Ge-fässen, s. d. A. S. 581. 4) In der Archi-

tektur bei der Vertäfelung der Basiliken,besonders an den cassettirten Decken (la-quearia, Aaxcovapi'a); so in der von Constantind. Gr. in Jerusalem erbauten Grabkirche(.Euseb. Vit. Const. III 32, 36), bei S. Paolof. 1. m. vor Born (386, vgl. Petron. Pass,bb. App.: bracteolas trabibus sublevit, utomnis aurulenta ] | lux esset intus ceu iubarsub ortu), bei der von Paulinus zu Nolaerbauten Basilika (Paul. Epist. XXXII 12),bei mehreren Kirchenbauten, welche Ve-nantius Fortunatus beschreibt (z. B. derBasilica S. Bibiani, Carm. I 12, v. 15, p.14 ed. Leo: argentea tecta . . . quo supereffusum rutilans intermicat aurum |[ et spar-gunt radios pura metalla suos; von derKirche zu Paris ; ib. Carm. II 10, v. 7, p.39 ed. Leo). Auch Hieronymus sprichtöfter von vergoldeten Laquearien (Lib. IIin Zach. 8; Ep. VIII ad Demetr.; Ep. IIad Nepit.). 5) Vergoldete Altäre wer-den seit dem 5. Jahrh. oft erwähnt undkommen durch das ganze MA. vor. Zu denfrühesten Beispielen zählen der Altar zu Con-stantinopel, welchen Pulcheria 414 schenkte(Sozom. IX 1), derjenige der Hagia Sophia ,den Iustinian d. Gr. mit G. und Edelsteinenbedecken liess ( Ducange CP. Christ. III 47) ;die berühmte Pala d’oro von Mailand (835)gehört bereits dem MA. an. 6) Von deneinzelnen Bautheilen der altchristlichen Kir-chen erscheinen zunächst die Capitelleder Säulen zuweilen vergoldet (vgl. Hieron.Ad Demetr. und Ep. VIII). 7) Besondersbeliebt war das Goldmosaik, welchesbei der Decoration der Innenräume derKirchen, der Apsiden, Kuppeln, Triumph-bögen u. s. f. hauptsächlich zur Verwen-dung kam; vgl. dazu d. A. Mosaiken, undBingham III 295; Neale Eastern Churcli,Introd. 182. 8) Auf altchristlichen Bild-werken kommen häufig einzelne Goldbuch-staben, dann aber auch die Inschriften, be-sonders die Namen der dargestellten Per-sonen in Goldschrift vor; auch dürftenhier und da gemeisselte Inschriften wie mitZinnober, so auch mit G. gefüllt wordensein, obgleich von letzterm Gebrauch schwer-lich ein Beispiel vor dem 5. Jahrh. nach-weisbar ist. Die byzantinische Malerei machtevon der Goldschrift sehr reiche Anwendung,vgl. die dazu gegebenen Anweisungen imMalerbuch von Athos, B. I, § 72, Ausg.von Schäfer 92. Ebendas, wird eingehendgelehrt, wie man G. auflösen muss (§ 37,S. 75), wie man vergoldete Buchstabenmacht (§ 38, S. 75), wie man die Vergol-dungen mit Schneckenspeichel macht (§ 39,S. 75), wie man G. auf Papier anbringt(§ 40, S. 76), wie man den Grund zumVergolden machen muss (§ 69, S. 91), wieman auf die Mauern das G. für Nimben etc.legt (§ 70, S. 92). kraus.

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