Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Kampf.

Die christliche Kunst der ersten Jahr-hunderte hat dieser Idee, wie schon be-merkt, in den zahlreichen Bildern der rö-mischen Katakomben Ausdruck gegeben,auf denen Palmen und Kränze — eben dieSiegespreise dersiegreichen Wettkämpfer —Vorkommen. Unter den fast zahllosen In-schriften mit solchen Symbolen will ichnur eine einzige anführen, die im MuseumKircher. vorhanden ist, mit folgendem In-halt :

ROMVLESIA • MATER • FECIT • FILIO •SVO

DVLCI • EVNTI • IN • PACE • INNO-CENTE

DEPOSSIONE • VIII • KAL ■ AVG •

A DEO (Palme — Kranz — Kopf).

Das einzige Beispiel eines Ringkämpfersauf einem unbestritten christlichen Denk-male wurde auf dem Gemälde eines neulichentdeckten Cubiculum im Coemeterium deshl. Sebastian an der Via Appia aufgefunden(vgl. meine Monographie Di un ipogeo re-centemente scoporto nel Cimit. di S. Sebast.,Roma 1879). [V. Schultze (Brieijer’s Ztschr.

I f. Kirchengesch. III G60 f.) hat in dem! Freseo die Darstellung eines verstorbenenund hier beigesetzten Gladiators gesehenund daraus den voreiligen Schluss gezogen,dass die Verordnung der Constit. Apost.VIII 32, betr. den Ausschluss der Gladia-toren, keine stricte Anwendung gefundenhabe. Die Auffassung ist so irrthümlichI als möglich. K.| Dieses Gemälde, von dem

Fi*. 60. Wandgemälde aus 8. Sebastiano.

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§8581

Auf der letzten Zeile glaubten Einige denchristlichen Gruss ad Deion zu erkennen;da aber auf die Worte a Deo unmittelbardie Palme und der Kranz folgt, glaube ichlesen zu sollen: a Deo palina et. corona.Diese Inschrift scheint mir besonders dess -1halb so werthvoll zu sein, weil darin aus-idriicklich erklärt ist, dass jene Palmen undKränze nicht ein vergänglicher Siegespreissind, sondern der ewige, von Gott selbstverliehene Lohn.

Zeigen uns die christlichen Monumentoeinige, wenn auch sehr seltene Darstellun-gen von Wagenlenkern und Gladiatoren,so war dagegen bisher auch nicht ein ein-ziges Beispiel von einem Ringkämpfer aufdenselben bekannt. Garmcci hat (StoriaII, tav. LXYIII) eine bemalte Büste ausdem Coemeterium Thrasonis an der ViaSalaria als Darstellung eines Athleten ge-bracht; es scheint aber, dass das Arcoso-lium, wo das Bild gefunden wurde, nichtchristlichen Ursprungs ist, da man dort ne-ben anderen Figuren auch zwei nackteVenusbilder gefunden hat.

wir eine Abbildung geben (s. Fig. 00),stellt in der Mitte den guten Hirten darmit dem Sehäflein auf den Schultern undneben ihm das Lamm auf einem Berge.Zur Linken des Beschauers ist eine Oranteund neben derselben ein Stern; rechts eineunbekleidete Gestalt, deren rochte Handzur Faust geballt ist, während dio Linkeeinen Stock hält. Ohne Zweifel stellt dieseFigur einen Athleten oder Faustkilinpferdar; das geht sowol aus ihrer Nacktheitund gymnastischen Stellung, als besondersauch aus der Haltung der geballten Handhervor. Denn diese Haltung ist mit jederandern Darstellung unvereinbar. Wegendes Stockes in der linken Hand, der miteiner Schlinge versehen ist, wollten Einigedie Figur für einen Fischer erklären; aborbei einem Fischer dürfte entweder der Fischoder das Körbchen nicht fehlen, wie wirauf mehreren Sarkophagen sehen. Hier-von linden wir abor auf unsorm Bildekeine Spur. Auch glaube ich nicht, dassman, wie Garrucci (Storia II, p. 11, tav.CCCCXl 5 ) es thut, sich zur Bestätigung