Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Katechetischer Unterricht.

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Art (s. 25, al. 24 in Nativ. Dom.), wie Iauch Augustin (Conf. VIII 2, 4) und Jo-annes Piaconus (Ad Senar. 3) von diesemnterrzeht * n ^ er römischen Kirche spre-1(i n. Noch handeln kurz von der Art® ersten Unterrichtes Hilarius von Arlesa p- Honorati 5), Isidor (Eccl. off. II), Ildefons (Cognit. bapt. 17—20), dasöaerament. Gelas. (I 593), Theodulf vonUeans (Bapt. 2), wogegen Caesarius von, r p’ Jes ( s - 4 u. 20) und Maximus von Turin( ract. 4 contra paganos, 5 contra Judaeos;

mini 721—750) schwerlich mehr liieherzu ( rechnen sind.

3) Nach der Aufnahme in die erstevatochum enat-Klasse wurden dieiftechunienen in langer Vorbereitung

aümälig mit den einzelnen christlichenGlaubens- und Sittenlchren bekannt ge-macht. Zu dem Beliufe besuchten sie regel-Jnassig die gottesdienstlichen Vorträge,welche mit der bei der Liturgie stattfin-1 eil( lon Vei'lesung biblischer Abschnittevorhanden waren (s. Katechumenon G).jho aus confessionellor Vorcingenommen-lei t so viel und so leidenschaftlich erör-terte Frage, ob den Katechumenen dieLbel zur eigenen Lesung in die Handp'gebcn worden sei, kann unbedenklichbejaht werden, soweit solche im Standewaren, sich Abschriften einzelner Bücheroder dio Kunst dos Lesens zu verschaffen.Kbgeselien von allen anderen Stellen,deren übrigens viele liieher gezogen wer-den , ohne dass sie von etwas Anderemals d or kirchlichen Vorlesung handeln,sagt das ausdrücklich die Synopsis Atha-MiM». ])a aber Niemanden einfiel, und beider damaligen ullegorisirenden Exegese,welche die Kenntniss der Dogmen bereitsvoraussetzte, um sie in den Buchstabender Schrift durch Ucbertragung erst hin-enizulegen, auch nicht einfallen konnte,die Unwissenden zur Belehrung einzigoder auch nur hauptsächlich an den todten. nehstuben zu verweisen, so tritt begreif-■eli bei den Vätern die Hervorhebung deslebendigen Wortes, des Unterrichtes, demgegenüber durchaus in den Vordergrund.

4) Die Frage ist aber, ob ausser dem‘dlgemeinen kirchlichen Unterrichte, andem die Katechumenen neben dezi Gläu-bigen thoilnnhmen, noch besondere liir"«> allein bestimmte k at cch c ti sch e\°rträgo abgehalten wurden. Wir reden•ficht von der oftmaligen Bezugnahme aufdie Kuteohumenen, dio sich in den Pre-digten der Väter findet, auch nicht vonden vielen Iteden, die sich mehr oderweniger ausschliesslich an dio Katechu-•nenen richten, immerhin aber doch vorder ganzen Gemeinde beim allgemeinenUeineindegottesdienste abgehalten sind,

z. B. von Augustin s. 5, 108, 117 126,132, 135, 160, 174, 175, 176, 264 in ps. 48,59, 88, 120; in Job. tr. 11 u. a. m. In-dess konnten diese Reden, bei denen ge-rade bezüglich der tieferen Lehrpunkteum der disciplina arcani willen Schweigenoder doch grosser Rückhalt geboten war,kaum genügen, um die Unwissenden zueinem vollen Verständniss des katholischenGlaubens zu führen. Darum darf manwol mit Grund vermuthen, dass ihnen einbesonderer Unterricht zu Theil gewordenist, wenn auch der geschichtliche Nach-weis dafür schwer fällt und nur bis zurWahrscheinlichkeit gebracht werden kann.In Africa ( Tertull. Praesc. 3 u. ö., s. Ka-techetenamt), bei Hippolyt und zumal inAlexandrien finden sich besondere ,Leh-re r‘ für die Katechumenen angestellt,die doch wol ihren Namen nicht umsonstwerden getragen haben. Täuscht nichtAlles, so dürfen wir auf Grund von Orig.hom. 4, 4; 6, 2 in Levit. u. a. m. undSocrates II. e. V, 22 annehmen, dass inAlexandria alle Mittwoche und Freitagegeschlossene Versammlungen behufs kate-chetischer Unterweisung statthatten (WeissPädagogik 106 f. 126). Die apostolischenConstitutionen verordnen (VIH 32), dassder Katechumene drei Jahre lang kate-chisirt werde (•xa-ry/juafhu). Diese Kate-chesen, welchen auch die Gläubigen an-wohnen können, finden jedoch nicht täg-lich Morgens statt. Chrysostomus wurdedrei Jahre lang eingeführt ([juma-poprjiki;,Palladius Vita XIII 16). Er selber stelltin dem von Rechtswegen lange andauern-den Vorbereitungsunterrichte die vpo-u-Xaia gegenüber der vollständigen Glaubens-lehre (r.d'i'a t öv itspl Tiüv oopj-aTov Xoyov,ad Demetriaden I 8; vgl. in Ilebr. hom.13, 5?), und ebenso sagt Cyrill von Ale-xandrien (in Job. 1. II, 1), dass man dieNeulinge nicht kurze Zeit in der Katecheseverweilen lassen dürfe. Noch Isidor (Off.eccl. II 20, 21) unterscheidet eine voraus-gehende Belehrung der Katechumenen im; Glauben und nach dieser (post doctrinamfidei) die eigentliche Katechese (instructiofidei) der Oompetenten im Anschluss andas Symbol. In Apamea scheinen dieseKatechesen im Baptisterium stattgefundenzu haben. Denn ohne Zweifel wurden siezu jenen lange und regelmässig fortge-setzten Schämlliehkeiten gemissbraucht,von welchen die Acten gegen Petrus vonApamea voll sind (Hanluin II 1370 ff'.).In den Klöstern des Pachomius warenwöchentlich drei, am Sonntage zwei Kate-chesen, und auch die herbeikommendenLandleute empfingen hier Unterricht, umeher ,Christen und Gläubige 1 zu werden(Holl. Mai 111 303 append. 30). Dabei ist