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Zweiter Band. I - Z.
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Kranz — Kreuz.

wort Cyprians (Ep. 76) auf die Bedenkendes Magnus, wol eines Laien, zu macken.So entschieden er selber hier sowol wiesonst (Ep. 12 u. 2 Bai.) die Gültigkeit derklinischen Taufe vertritt, so will er dochin ubergrosser Bescheidenheit (verecundiaet modestia) Niemand präjudicirlich ent-gegentreten. Wie kann er aber sagen:aut si aliquis existimat eos nihil consecu-tos (wol ebenso zu verstehen wie oben beiCornelius ), . . . non deeipiantur, ut si . . .convaluerint baptizentur? Der folgendeSatz erklärt es, wie das gemeint ist: siautem baptizari non possunt, qui iam ba-ptismo ecclesiastico sanctificati sunt, curin fide sua . . . scandalizantur? Und aber-mals zum Schlüsse: Häretiker, die zurück-kehren, fragen wir nicht, ob sie loti seienoder perfusi, ob ,Clinici‘ oder ,Peripate-tici‘: apud nos autem de integra fidei veri-tate detrahitur et baptismo ecclesiasticomaiestas sua et sanctitas derogatur. Derobige Satz ist also nicht permissiv zuverstehen, sondern ironisch und illuso-risch: warum tauft man sie dann nicht?Antwort: weil man sie auch nach demGeständniss der Zweifler nicht mehr tau-fen kann. Wenn aber das nicht, warumsie in ihrem Gewissen «anfecliten und be-unruhigen? Und so hat auch Augustingegen die Gültigkeit der Taufe seinesFreundes N e b r i d i u s (Conf. IV 4, 8) keinBedenken und vertheidigt sogar ausdrück-lich diese Taufe (Coniug. adult. I 26, 33;vgl. De fide et op. 6, 9). Bekannt ist diefür die Geschichte des Katecliumenats sowichtige Erzählung des Fulgentius Ferran-dus (Ep. 1) über die Taufe des krankenAethiopen, an welcher er nicht bloss nichtsBedenkliches findet, sondern sogar eii)grosses Glück für den Sterbenden sieht.In eben diesem Sinne mahnen auch vieleSynoden, bei Kranken ohne Rücksicht aufdie grossen und feierlichen Taufzeitenmit der Taufe nicht zu zögern, so dasConc. Carthag. III (397) c. 34; Codex Ca-non. eccl. afric. 45; Conc. Gerund. 517,c. 4; Antissiod. (578) c. 18; Matiscon. II(583) c. 3 u. a.

6. Wir haben eine ziemliche Anzahl vonRitualbüchern, welche für die klinischeTaufe besondere Vorschriften geben. Sodas Sacramentarium Gelasianum ( MuratoriVetus liturg. I 592—597), womit ziemlichnahe Zusammentreffen der Ordo Cod. Gel-Ion. und Cod. Colbert ( Martene 1. 1, c. 1,a. 18, ordo 7 u. 12). Ferner das Sacram.Gregor. ( Muratori II 263 f.). Für demTode nahe Kinder hat auch die griechi-sche Kirche besondere Riten ( Asseman.Cod. liturg. II 146—148), so auch die derMelchiten (II 148 f.), die Taufordnungdes monophysitischen Patriarchen Seve-

rus von Antiochien (II 300 — 306) unddes monophysitischen Bischofs P h i 1 o x e-nus von Mabüg (II 307—309).

7. Uebrigens muss man nicht denken,dass die Taufe im Bette jedes Mal zuHause vorgenommen wurde, wie es Gregorvon Nyssa 1. c. andeutet. Atticus vonConstantinopel liess einen gichtbrüchigenJuden mitsammt dem Bette (<mv rq -/Mvq)zum Baptisterium bringen ( Socrates II. e.VII 4; Cassiodor Hist. trip. XI 4). weiss.

KRANZ, Krone, s. d. Art. Corona I 333.

KREUZ. Wenn irgend ein Gegenstandaus der christlichen Archäologie durchdilettantische Behandlung der Liebhaber,durch kritiklosen Hypothesenbau undphantastischen Mysticismus verwirrt wor-den ist, so ist das die Geschichte undArchäologie des Kreuzes: Aufforderunggenug, bei dom hier spärlich zugemesse-nen Raum nur das Thatsäehliche darzu-legen.

I. Das Kreuz als religiöses Sy-stem vor Christus.

Zu wiederholten Malen ist sowol im 17.und 18. Jahrli. (L. Dassovius Signa crucisgentis Ilcbraeae, Kil. 1695. J. Ch. Haren-berg Exercitatio de Crucis signo, symbolosalutis frontibus Israelitarum imponendo,in -Bibi. Brem. hist.-pliil.-theol. CI. VI,fase. 6. Chr. L. Schlichter De cruce apudJudaeos, Christ, et Gentiles signo salutis,Ilalac 1733) als in unserer Zeit (vgl. Ze-t.ronne Ex archeol. de cos deux questions .-1° La croix ansee egyptienne , a-t-elle eteemployee par les Chretiens d’Egypte pourexprimer le monogramme du Christ; 2°Retrouve-t-on ce Symbole sur des monu-ments antiques etrangers ä l’Egypte?Mem. de l’Acad. des Inscr. et helles Let-tres, 1846; XVI 276 ff. Röchelte RaoalDe la croix ansee ou d’un signo qui luiressemble consideree principalement dans.ces rapports avec le Symbole egyptiensur des monuments etrusques et asiatiques,eb. 285 ff. llugard Obs. sur l’orig. et lasignification du Symbole appclec la croixansee, eb. Tab. XVII. L. Müller UeberSterne, Kreuze unil Kränze als religiöseSymbole der alten Culturvölker, Koponli.1864. E. Rapp Das Labarum und derSonnencultus. Bonn. Jahrb. XXXIX undXL, 1866. Gehr, de Mostillet Le Signede la Croix avant le Christianisme, Par.1866; neuestens , wenn auch besonnener,Zöckler O., Das Kreuz Christi, Gütersloh1875, S. 7 f., 395 f.; vgl. noch JewUt,Llewellynn, im Art. Journal 1875, 369 f.Brock The cross, lieathcn and Christ., afragmentary notice of its early pagan andsubsequent Christian adopt. Lond. 1880.)ist der Versuch gemacht worden, sowol das