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Liturgie.
wobei er sehr genau zwischen den alsFürbitter angerufenen Heiligen und denSeelen der hilfsbedürftigen Verstorbenenunterscheidet. Nach dem Sancta Sanctisund der mit etc 01710 ?, ei? Kupto? ’Ljaoü?Xpiuxo? beginnenden Antwort des Volkesgedenkt er noch der Communion, wobeider 34. Psalm gesungen ward und derEmpfänger Amen antwortete, nebst demdarauf folgenden Dankgebete.
Die liturgischen Bestimmungen des lao-dicenischen Concils (um 360) sind theil-weise recht dunkel. Es wird da die Psal-modie wie in den apostolischen Constitu-tionen vorgeschrieben (jedoch mit Ver-vielfältigung, indem auf jeden Psalm eineLection folgen soll), ferner die evangeli-sche Vorlesung nebst Homilie, dann dieEntlassung der Katechumenen und Büssernoch ganz in der ursprünglichen Weise,hierauf drei Gebete der Gläubigen, Fax,Kanon und Communion. Von jenen dreiGebeten, deren erstes öta ctkot öj?, die bei-den anderen Std -pocrjmvrjjEcu? gesprochenwerden sollen, ist das erste sicher alsSecreta (Oblationsgebet), das zweite alsLitanei-Oration, das dritte wahrscheinlichals das neuaufgekommene Gebot vor derFax aufzufassen, wie denn auch die West-syrer ihre Anaphoren mit diesen dreiOrationen, nur in umgekehrter Reihen-folge, beginnen, während im jetzigen by-zantinischen Ritus offenbar gekünsteltworden ist, um die vom laodicenischenConcil erwähnten ,drei Gebete der Gläu-bigen“ in anderer Weise herzustellen.
Einen sehr erwünschten Einblick in denZustand der L. gegen Ende des 4. Jahrh.gestatten die zahlreichen liturgischen An-spielungen in den Homilien des hl. Chry-sostomns, welche C. E. Hammond (TheAncient Liturgy of Antioeh and other litur-gical fragments, Oxf. 1879) fast vollstän-dig zusammengestellt hat (einige Nach-träge dazu von Bichell Zeitschr. für kath.Theol. 1879, 619—620); die Stellen ausder antioclienisehen Periode des Kirchen-vaters hat F. Frohst (Zeitschr. für kath.Theol. 1883, 250) ausgesondert. Seine L.scheint noch fast ganz mit der in denapostolischen Constitutionen erhaltenenübereingestimmt zu haben, von der sie imGrunde nur durch Ilinzufügung des Vater-unsers und etwas stärkere Ausbildung desCeremoniells abweicht. Der Heilige er-wähnt alle Bestandtheile jener L. undlässt uns nur über deren Reihenfolge zu-weilen ungewiss. Nach Ilom. 18 in II Cor.folgten auf einander: Gebote für die Ener-gumenen und Poenitenten vor ihrer Ent-lassung, Gehet der Gläubigen, Fax, Prae-fation mit den vorhergehenden Responso-rien und Sanctus. Die L. begann wol zur
Zeit des hl. Chrysostomus mit dem Grussedes Bischofs Eip^vir) up.lv oder eiprjvr] itäaiv,und der Antwort des Volkes xat r«i jtveu-p.axt aou. Diese Worte wurden zuerst imAnfänge gesprochen, wann sich der Bi-schof auf seiner Kathedra niederliess (Adv.jud. 3; In Matth. 32), dann vor der Pre-digt, wieder vor der Oration, dann vorder Fax, vor der Praefation (wo aber derGruss die Worte ydpt? uplv xat sipTQV-rj oderf) yapic toü Kupi'ou enthielt), zuletzt nachBeendigung des Opfers (nach dem Kanon),eine Angabe, welche ebenfalls Licht aufdie Anordnung der L. wirft (In Coloss. 3;De s. Pentcc. 1). Aus Hom. 36 in I Cor.ergiebt sich, dass ein Theil der Leetionen(welche der Loctor mit der Ankündigungxdos Xeysi Kupto? und der Diakon mit derMahnung irpoay(up.Ev einleitete) der Psal-modie vorherging; wo auch erwähnt wird,dass letztere von einem Psaltes vorgetra-gen ward, während das Volk den Refrainsang (xav irdvxs? UTrrjycüjtv). Die Leetionen(eine alttestamentliche, apostolische undevangelische) waren fest bestimmt. Nachder Predigt fanden zunächst die ,Entlas-sungen“ der Katechumenen, Energumenenund Büsser statt, jedesmal nach einerlängeren Aufforderung des Diakons an dieGläubigen zur Fürbitte für die Betreffen-den (woran sich bei den Katechumeneneine Mahnung, auch für sich selbst zubeten, anschloss) und einer Segnung durchden Bischof (ln Matth. 71; In Eph. 3).Die Aufforderung des Diakons zum Gebetefür die Katechumenen tlieilt der hl. Chry-sostomus (Hom. 2 in II Cor.) vollständigmit. Sie stimmt im Inhalte und meistensselbst im Wortlaute ganz mit dem For-mulare der apostolischen Constitutionenüberein; eigenthümlich ist nur das cmüp£ vxaXiTi? am Anfänge und die Mahnung zumBitten um den ,Engel des Friedens“, wel-chen die apost. Constitutionen (VIII35. 37)nur in der Litanei der Vesper und Matu-tin erwähnen, am Schlüsse. Auf die Ent-lassung der zur Communion nicht Berech-tigten folgte die von dem Diakon vorge-betete, ebenfalls wörtlich den apostolischenConstitutionen entsprechende (In II Cor.
De prophet. obscur. 2; De incomprehcns.Dei nat. 3) Litanei der Gläubigen ihralle Anliegen der Kirche nebst der Op-tion des Celebranten, dann die Fax. D ,eprocessionsweise Herbeibringung der Ele-mente aus der Prothesis zum Altäre, wo-bei die den Altarraum (ßrjp.a) verhüllendenVorhänge (dp/pd(upa oder Tzapanera^^Vzurückgezogen und die Thiiren geschlos-sen wurden (In Matth. 23), scheint (. *Eph. 3) als gleichzeitig mit der Litander Gläubigen bezeichnet zu sein; d°geschah sie wol nach der Fax unu 1