Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Liturgie.

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nur eine ungefähre Gleichzeitigkeit ge-meint. Hierfür spricht namentlich Hom. 36m II Cor., wo nach der Psalmodie unddem Friedenswunsche des Celebranten,welcher in diesem Zusammenhänge dochwol der charakteristischste, also der derPax vorhergehende, sein muss, das Zurück-ziehen der Yorhänge und das Hervor-kommen des Engelchores, nämlich dieOblation der von den himmlischen Heer-scharen mit anticipirter Ehrerbietung be-gleiteten eueharistischen Elemente, er-wähnt wird; desgleichen Ad Demetr. decompunct. (öcmtoicigsvoi aXXqXou?, geXlovcss

T oo ötupoo lipoacpspscr&at). Vielleicht fand^uch das Aufziehen der Yorhänge und daskchliessen der Thüre schon gleich am An-züge der Missa fidelium statt. Es folgtenPraefation, Sanctus und Kanon; letztererenthielt vor den die Wandlung bewirken-den Einsetzungsworten (In II Tim. 2; DeP r °dit. Judae 1) noch eine ausführlicheDariksygung für die Schöpfung und Er-lösung (De sacerd. 3, 4; In Matth. 25;|n I Cor. 24), nach denselben die Epi-Mesis (De sacerd. 6, 4), die Memento fürBebende und Verstorbene mit der Schluss-doxologie (De sacerd. 6, 4; In Matth. 25;

I Cor. 41; In Phil. 3). Hach dem Ka-d°n kam noch das letzte etpyjvr) iräuiv, dieractio (Hom. 32 de his qui in coemeterio(equiescunt; in I Cor. 24), die kürzere Li-^anei des Diakons (In Act. Apost. 21), mit-( n auch das sie abschliessende Yorcommu-longebet des Celebranten, das VaterunserPs -i 86 ’ 1101 ' Einleitung (In Genes. 21; Inq o - d 12), Sancta Sanctis (In Matth. 7), diev ^’ttunion, wobei ein Sänger Psalmenrtrug und das Volk den Refrain dazu(namentlich werden Psalm 118 mitf > und Psalm 145 mit Y. 15 als Re-MaSu er wähnt), die Postcommunio (In]„ '’k- 82; De bapt. Christi) und die Ent-E >p.^^'S s l'°rmel des Diakons Topeusafle ev

spu+i^ 11 80 < d (3r kk Chrysostomus im We-lc j , e n noch als Zeuge für die alte,d. 0 k^zte L. gelten kann, scheint da-thfri 1 io 1- kl- Basilius, wie F. Probst (Ka-zuw<f 82 ’ 11 561 ; 1883, I 1. 113) nach-Gehp! 8 ^ 1 sucht, das grosse eucharistischeDanlr ,?.. erc k s abgekürzt, namentlich denbesold•• U i r .L C ^ e Wohlthaten der Schöpfungnicht an ,_zu haben. Hierdurch würdegischp 11 !? 1 '^ 10 Tradition, welche die litur-auf e , , m des 4. Jahrh. vorzugsweisestä tiguno- fl ? asilius zurückführt, Be-heben 111 .* > sondern sich auch er-bis zu ’w *i ss ‘dieselbe in Antiochien nochgano- „„ t n , k es Jahrhunderts keinen Ein-8 y e | e . f «nden hatte.

eingetrp+p ar stellung- der seit dem 4. Jahrh.

Bo i u nen ■^- us kildung der einzelnen

^l-EncyWopame. II.

Riten beginnen wir mit dem os’tsyri-sehen oder seleuciensischen, welcher sichschon vor Entstehung des Nestorianismusunter den Christen Persiens zu entwickelnbegann, seitdem aber nur unter Nestoria-nern fortbestand und gegen Anfang des7. Jahrh. durch den Patriarchen Jesu-jab III in ähnlicher Weise seine jetzigeForm erhielt, wie der römische durchGregor I. Dies ergiebt sich nicht nuraus den ziemlich jungen liturgischen Hand-schriften der Nestorianer, sondern auchaus den Erklärungen der L. von dem Metro-politen Georg von Arbela (10. Jahrh.) unddem Patriarchen Timotheus II (14. Jahrh.);die Abfassung des Chitdra (Circulus anni,Proprium de tempore für L. und Offi-cium) durch Jesujab bezeugt schon Tho-mas von Marga im 9. Jahrh. Das ältesteDenkmal dieses, nie in einer anderen alsder syrischen Sprache gefeierten Ritusist ein von Bicheil (Conspectus rei Syro-rum literariae 71; Zeitschr. der deutschenmorgenl. Gesellschaft 1873, 608; nachabermaliger Vergleichung der Handschriftin Hammonds Ancient Liturgy of Antioch41) herausgegebenes, stark beschädigtesFragment einer Anaphora aus dem 6. Jahrh.,welches die auffallendste Eigentümlich-keit der ostsyrischen L., nämlich die Ver-setzung der Memento vor die Epiklesis,theilt und ein Uebergangsstadium von dergemeinsamen Grundlage zu der späterennestorianischen Form repräsentirt, indemdie (ausschliesslich dem Kanon angehö-rende) Begründung der Dankespflicht ausdem Wesen Gottes an sich, der Schöpfungund Erlösung hier noch sehr ausführlicherscheint. Insoweit die Anaphora nocherhalten und lesbar ist, enthält sie Prae-fation, Sanctus, Kanon (Danksagung, Con-secration, Memento, Epiklesis), Antecom-munio und Postcommunio. ■ Vielleicht liegtin diesen beiden Pergamentblättern einRest der nestorianischen Normalliturgieaus der Zeit vor ihrer, in dem NomokanonIhn Attibs (Handschrift der Propaganda,f. 401) bezeugten Abkürzung durch Jesu-jab vor. Die erwähnte, den Jüngern JesuAddaeus und Maris, ersten Bischöfen vonEdessa und Seleucia, zugeschriebene Nor-malliturgie ist gegenwärtig, wol in Folgejener Abkürzung im Kanon, arg zerrüttetund der Berichtigung durch die beidenanderen nestorianischen Anaphoren be-dürftig; namentlich entbehrt sie der Ein-setzungsworte, die aber früher auch inihr enthalten waren ( Bichell Conspectusrei Syr. literar. 63). Die beiden ihrer ur-sprünglichen Gestalt nachgebildeten Ana-phoren sind die Theodors von Mopsuestia(zwischen Advent und Palmsonntag inGebrauch) und die des Häresiarchen Ne-

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